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einander gesprengt und floh nach Pennerich zu. Rntowsky retirirtc sich mit seinenfast gänzlich aufgelösten Truppen zu dem Prinzen Karl von Lothringen, der währendder Schlacht 2 Meile» vom Schlachtfeldc mit 46000 Mann gestanden hatte undDresden öffnete ans die erste Aufforderung seine Thore. Am Tage nach derSchlacht traf der König bei dem siegreichen Heere ein, gab durch Geschenke, Be-förderungen und Ordensverleihungen seine Zufriedenheit zu erkennen und ernannteden Generalmajor v, Ruits zum Chef des bisher Nöhl'schen Dragoner Regiments.Nach angcknupsten Friedensuntcrhandlnngen trat noch vor völligem Abschlüsse desFriedens das nunmehr Nuitssche Regiment den Rückmarsch an, marschirtc den25. Dez aus der Gegend von Dresden ab und rückte im Febr. 1746 in seiner GarnisonTilsit ein.
In der hierauf folgenden 10 jährigen Friedcnszeit manöverirte das RegimentRuits mit dem 1744 aus ihm gebildeten Regimente Stosch in den beiden Jahrenl747 und 1748 vierzehn Tage lang zwischen Jnsterburg und Tilsit, 1749 vordem Könige bei Wchlan, 1700 und 1751 vor dem Gcncrallient. v. Schorlcmmerbei Breitenstein, dann 1752 wieder vor dem Könige bei Königsberg und 1753, 54und 55 kantonnirten die Regimenter Ruits und Langermann (vormals Stosch)während der Übungszeit in den an der Jnster gelegenen Dörfern des Amtes Les-gewangminncn.
Der Lieutenant Karl v, Eberstein, dessen Gesundheit im Kriege stark gelittenhatte, sah sich deshalb im Sommer >743 gcnöthigt, in Pyrmont eine Brunnenkurzu brauchen (4. Folge 57). Im Frühjahre l752 vcrheirathcte sich Karl mit Agnesgeb. v. Dubinska (geb. 21. Januar 172., ff I. Dez. 1793) und am II. Febr. desfolgenden Jahres wurde Beiden ein Sohn, der spätere sächs. Landes-Regicrnngs-Hof- und Jnstition-Nath Wilhelm geboren. Im I. 1754 erhielt Karl abermalsein Werbckommando in das Reich, von dem er erst im April >755 nach Tilsit zurück-kehrte (4. Folge 277).
Um den bereits am 13. Januar 1744 bei dem Reichskammergcrichte in Wetzlaranhängig gemachten Prozeß auf Wiedereinlösung des Löhnbergcr Zchentcn etwaseifriger betreiben zu lassen, nahm Karl 1756 die Vcrmittelung seines Königs, wieauch noch einmal später im I. 1765 in Anspruch und ließ ferner durch den 1766 zuOstern in Wetzlar anwesenden jüngeren Kameraden Major v. Stnttcrheim Auf-träge in dieser Sache an seinen Mandatar, den Rechtspraktikantcn Licentiaten Langeübermitteln (4. Folge. 35 ff. bczw. 231). Freilich hatten alle diese Bemühungen beidem allbekannten schleppenden Geschäftsgange des Reichskammcrgcrichts keinen Erfolg,trotzdem Karl den Prozeß bis an sein Lebensende fortführte; auch sein Sohn Wil-helm stand bald von der Wetterführung dieses aussichtslosen Rechtsstreites ab, seitdem 21. Dez. 1782 ließ er solchen auf sich beruhen (4. Folge 232).
Bei Ausbruch des 7jährigen Krieges wurden die in Preußen stehenden Regimentermobil gemacht und unter dem Befehle des 72jährigcn General-Feldmarschalls v. Leh-wald zwischen Jnsterburg und Wehlau zusammen gezogen. Das Tilsitcr Dragoner-Rcg blieb aber auch nach Einziehung seiner Beurlaubten bis ins folgende Jahr inseiner Garnison stehen, der Chef Gcuerallicut. v Ruits nahm seinen Abschied undder in der Suite befindliche und in der unmittelbaren Umgebung des Königs hleibendeGeneralmajor v. Plettenberg kam in seine Stelle. Nach der ersten von Friedrichdem Großen verlorenen Schlacht bei Kollin (18. Juni >757) in welcher auch Karl'sOheim Wilhelm v. Eberstein, der Major beim Leib-Kürassicr-Ncg., blieb — setztensich die Russen mit einem 10 000 Mann starken Heere unter Feldmarschall Apraxingegen die preußischen Staaten in Bewegung und überschwemmten in der Folge trotzder glänzenden Siege Friedrich's bei Roßbach (5. Nov.) und bei Lenthe»(5. Dez.) die nördlichen Provinzen und drangen bis Berlin vor. Zunächst rücktendie Russen am 3V. Juni vor Memel, schlössen dieS von der Landseite ein und am>. Juli lief auch die russische Flotte in das Haf ein, und so zwangen sie am 5tenden Platz zur Übergabe. Über den ferneren Operationsplan herrschte Mcinungs-differenz zwischen dem Fcldmarschall v. Lehwald und sciucn Generälen; auf derenWunsch wurde dicserhalb der Licut. v. Humboldt (Wilhclm's und Alcpander's Vater)zum Könige nach Leitmcritz geschickt, der von da den Befehl am 18. Aug. zurück-brachte: „der Feldmorschall solle dem Ersten Besten, der ihm zu nahe käme, auf denHals gehen und ihn schlagen." Die Russen bezogen am 28. Aug. ei» Lager bei Nor-kitten; am 30. Äug. lieferte ihnen bei Groß-Jägcrndorf der Feldmarschall Leh-wald eine Schlacht, die er aber verlor, weil er in Folge der tags zuvor von seinemLager bei Jnsterburg nnternommeucn unvollendeten, weil durch die Russen gestörtenRccognoscirnng das rnssichc Centrum irrthümlich für den linken Flügel gehalten