Druckschrift 
Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
304
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a) alle Tutores Iiistorici st politioi, Nistor. (termauias st tsrritoriarum Asrmauic-durchgegangen und wo irgend etwas den Namen Eberstein Betreffendes ent-halten i) chronologisch nach der Ordnung und 2) nach den Autoren und Materienin ein Verzeichnis notirt, dabei uns vorzügl. Schannat, Leuckfeld, Spangenberg,Bucelin, Müllers Sächs. Annales zum Zwecke dienen, und da habe ich dann dieStellen selbst alle kopiren und 3) Daraus ein Separat-Volumen formtreu lassen;

b) habe ich alle Leichen-Sermone, die gedruckt zu haben und zu finden gewesen, ge-sammelt, um die Personalien und genealogischen nebst chronologischen Anmerkungenzu notiren

o) n. die formirte Genealogie soviel möglich daraus und aus Lehns- und Civil-Akten die ^nneeckota und Jahre chronologisch nebst Geburt und Todcszeitnotirt, dazu

«I) aus den Kirchenbüchern zu GeHofen, Artern, Voigtstedt mir Extrakte der Kopulirten,Getauften und Begrabenen aus der Ebersteinischen Familie geben lassen, und

s) damit die vorhandenen Ahnenproben des sel. Graf Ernst Friedrich v. E. imStift Merseburg und des Domherrn Anton Albrecht im Stift Halberstadt ver-glichen und George Ernst v. E Domherrn in Naumburg, von den Jahren1675-1703, auch

t) die von unseren Vorfahren als Schatz der Wahrheit konservirte rraäitiouss, welcheder sel. Graf Ernst Friedrich v. Eberstem opsross gesammelt, nebst denen ausLeichenpredigtcn zu schöpfenden Personalgcschichten dazu gebracht;allein die Zusammensetzung haben meine immer zunehmenden Amtsgeschüfte verhindert.Nur will ich eine generelle Skizze hersetzen:

Philipp, der in jüngern Jahren unter Maximilian >. in Italien gedienet, istmit dem Grafen von Mansfeld Hoher, der bei dem nachmaligen Kaiser Karl V.Marschall war, bekannt geworden, unternahm mit Kurfürst ?riäsrieo sapisut! die Reisenach dem Gelobten Lande (viä, Müllers Sachs, ^nnalss, annus 1493. pax. 56). Nachdemer aus dem Gelobten Lande retrovertirt, bleibt er bis 1512 außer Sachsen. Unterdessenist sein Bruder Hans bereits mit einem Grafen v. Mansfeld Ernst nach Sachsen indie Grafschaft Mansfeld gekommen und daselbst den Hackenhof zu GeHofen und vonden v. Harras den Harras'schen Hof acquirirt, damit dann 1531 u. 1533 er unddieser Philipp, sein Bruder, lt. Lehnbriefs und Lehnsaktcn beliehen, dabei sie ihreVettern in Franken: Philipp, Kilian und Georg, zur Mitbelchnschaft gezogen,die auch 1534 persönl. die gesamte Hand empfangen in Eisleben. Der BruderHans war grfl. mansfeld. Rath und starb ohne Kinder, daher Philipp sein Erbeworden. Dieser Philipp hat eine zahlreiche Nachkommenschaft gehabt, von dessen einemSohn Hans wir abstammen. Nun besitzen wir außer denen Ahnenproben ein altesLtsmma ßsusaloZieum bis ans den gemeinschaftl. Stammvater Bernhard. Allein hierlauft ein Schreibfehler unter, und ich glaube, daß er Eberhard heißen muß. WannSie mir aus dem Stifte Mainz die von einem Hrn. v. Fechenbach daselbst abge-legte Probe verschaffen können, dessen Mutter eine fränkische v. Eberstein war, undzwar eine Tochter des Philipp, den der sächs. Philipp zur Mitbelehnschaft zog;so will ich vielleicht den Zweifel lösen; zwar glaubt man in Sachsen, daß dieserPhilipp in der Fechenbacher Probe derselbe Philipp sei, der unser Stammvater war.Das glaube ich aber nicht, daß er in der I. Ehe eine Anna v. Wallenstein gehabtund zur zweiten eine Anna v, Trota, von dem Hans, dessen Sohn, von dem mirdescendiren, herkommt; dann in der Fechenbachschen Probe kommt bei dem Philippdie Anna v. Wallenstein vor.

^.o. 1600 hört Wolf Dietrich, der Vater des Feldmarschalls, den Todesfallseiner fränkischen Vettern und reiset nach Franken, wie die gegen ihn anhängig ge-wesenen ManSfeld. Bürgschaftsakten darthun, da diese Abwesenheit erwähnt wird, daßsein Vater seinen Antheil in Franken seinen Vettern verpfänden müssen, um Mansfeld.Gläubiger, da sein Vater und Großvater Bürge worden, zu bezahlen.

Nun habe ich einige Nachrichten aus fuldaischen und würzburgschen Lehnsakten;allein da ich Sie hierdurch auf die Spur bringe, werden Sie leicht beim fuldaischenund würzburgschen Lehnshofe Nachricht finden können, wie Giuolfs, Stetten, Heffart,Gräfenhain aus den Händen derer v. Eberstein gekommen. Aus dem Kontext derOber-Aufschcramt-Aktcn Mansfcldsche Bürgschaftsschuldcn contra die v. Eberstciu zuGeHofen cle l60l zc. scheinet, daß Wolf Dietrich (Vater des Feldmarschalls ErnstAlbr.), der v. >601 bis 1619 in Franken bei seinen Vettern^) sich aufgehalten,

*) Diese waren 2. Nov. 1600 mit Georg Sittig zu Ginolfs ausgestorben, aber des letztern Schwestern:Elisabeth, Margaretha, Dorothea und Iohannetta waren noch am Leben, und bei diesen war 1601