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Folge 5 (1885)
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eröffnet und seine alten Dokumente! anvertrauet, damit bei mir gefahret sei oder seinkönnte. Ew. Hochwohlgcb. Vraiturs und aufrichtige Äußerungen hierunter verbindenbeides und edificiren mich ganz besonders und ungemein, Sie sobarSiren mich aberzugleich, Jhro mit meinen angelegentlichsten Bitten noch ferners beschwerlich zu sein,uiimlich zn gclicbcu, mit gänzlicher Ablegung und Hintansetzung Ihrerseits allerBesorgnis einiges vielleicht zu habenden Verdrusses die weitere Güte vor mich zuhaben und ernstlich mir zu allem zu verhelfen, was Sie nur von alten EbersteinischenDokumenten immermehr detcniren können; ich werde nicht allein allen Aufwandsatisfaciren, sondern auch alle Dankvcrbundenhcit davor erwidern.

Daß der Ebersteinische Manncsstamm Rhonischer Linie schon vor mehr als200 Jahren ausgegangen sein soll*), dcshalber weiß zwar nicht, ob der letztverstorbeneGeorge (damit ist der 2. Nov. 1000 zu Ginolfs ch Georg Sittig gemeint) imWürzburgischen davon gewesen, doch Versichcrc, daß durch Schreiben meines Alter-vaters Wolf Dictrich's vom 13. Mai 1601 zu Probiren ich im stände bin, daß ersolcher Zeit erst in Würzburg sich wegen Ausmachung der Succession in dieeröffnete Ebersteinischo Lehnen aufgehalten, aber nichts ausrichten mögen, mithinmuß wohl die Appertur durch Extinktion der fränkischen Ebersteine kurz vorsolchem Jahr, also vor ohngcfähr 150 Jahren geschehen sein M. und dies istauch wirklich der Fall, d. h. von >750 an zurückgercchnct dann es ja eine Thorheitgewesen, erst nach über 50 Jahren sich wegen einer Succession in Würzburg zu melden.

Und daß diese ausgestorbene unsere nahe Anverwandten gewesen, ist darauswohl gewiß zu glauben, weil mein Nr- Ur- oder Vor- Ur- Älter- Vater Philipp,aus denen vorhaudnen Lchubriefcu erweislich und unwiderleglich solche fränkischeVettern Philipp**), Kilian***) und Georgs) >533 zu Mitbelehnten samtseinem älteren Bruder Hausen bei ihren ancrkausteu ansehnlichen Gütern in derGoldenen Aue zu Gehofcn angegeben, solche auch 1534 die Mitbelehnschaft darübewirklich empfangen und den Lehncid abgelegt Habenz >599 aber sind Sie in demLchnbriefc schon ausgelassen, ob aus Ncgligcnz, oder weil sie abgestorben, kann nichtwissen (am 8. März. >593 wirdder auch Edle und ehrenveste George Sittigv. Ebcrstein" von den Gehofen'schcn Ebcrsteiueu zum letzten Male zur gesamten Handgezogen). Es zeigt es auch das Wappen, welches einerlei mit dem, so Ew. Hochwohl-geboren mir zn kommnuicircn gefallen, welches wir beständig geführet und bei einemKinde 1535 schon daselbst auf einem Leichenstein, auch unter dem Kaufbrief solcherGüter befindlich.

Es ist auch gewiß, daß Kurfürst Johann Philipp zu Mainz, der bekanntlichzugleich Bischof zu Würzbnrg gewesen, als der alte Feldmarschall, mein Groß-vater, wegen Erfurt an ihn geschickt gewesen, selbigem offcriret: Wenn er ihm einenSohn geben und katholisch werden lassen wollte, er solchem nicht allein die ersteDomhcrrnstelle, so in seinem Monat offen würde, sondern auch das erste Lehn,so ihm heimficle, geben wollte, denn die alten Ebersteinischcn Güter seiner Vorfahrenwären zn lange in andern Händen, denen er sie wicdcrzunehmeu nicht vermöchte.

Übrigens danke recht herzlich, daß Ew. Hochwohlgcboren die Güte haben undmich detrompireu wollen, daß der Philipp ( ch 1539, Amtmann zu Steinau),dessen Tochter Oswald v Fechenbach gcheirathet, und mein Vor-Ur-Älter-VaterPhilipp keineswegs einerlei Person gewesen, wie ich bisher gcglaubetz denn ohnan-geseheu bleibet auch aus obigen gewiß, daß wir und die fränkischen alle einen«tipitem gehabt haben, nur ist die Diffikultät auszufinden, wie solcher geheißen undquo auuo solcher gelcbet chch). Es scheinet mir auch an, als ob, weil der letzte Konrad

*) Hrn. v. Hattstein's Angabe hat einzig und allein Bezug aus das mit Georg dem Jüngern v. E.1540 erfolgte Erlöschen im Manuesstamme der Mang o'ld'schen Linie, nicht aber derjenigen von Eberhard(erloschen 2. Nov. 1600 mit Georg Sittig) und der noch fortblühenden von Karl auf Marktstein ach.

mit dessen Sohne Georg dem Jüngern zum Brandenstein 1540 Ritter Mangold's Linie imM annesstamme erlosch, so daß die Fuldisch-Ebersteinischen Lehen an Philipp's Nichte und seine 5 Töchter unddurch diese an die Familien v. Karsbach v. Mansbach, v. Rüdigheim, v. Fischborn und v.Fechenbach kamen.

Kilian's zu Bischofsheim vor der Rhön einziger Sohn Lorenz Peter -j- 4 Jahr vor seinemVater (1564) mit Hinterlassung einer.Tochter, welche an B. Ph. v. Rüdigheim verheirathet war.

's) Kilians Bruder: Georg der Ältere zu Gin olss hatte außer 5 Töchtern 2 Söhne: Wolf Dietrich,der 1585 kinderlos starb, und Georg Sittig, mit dem 2. Nov. 1600 Eberhard's Linie im Mannesstammeerlosch. Des letztern 1629 f jüngste Schwester Iohannetta war bei der 12 Juni 1«05 zu GeHofen stattge-habten Taufe des nachmaligen Feldmarfchalls Ernst Albrecht von Eberstein persönlich anwesend.

-ff) Es war Eberhard v. Eberstein, dessen mündige Söhne Hermann, Eberhard, Mangold undKa rl 1398 in die Gefangenschaft des Landgrafen Hermann von Hessen gerathen waren, welche letztere nicht nurfür sich, sondern auch für ihre unmündigen Brüder Wilhelm Peter und Gerlach an den genannten Land-grafen 4. Nov. 1398 eine Urfehde ausstellen mußten.