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Folge 5 (1885)
Entstehung
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gleichen Werk ohne viel vorgcsamletc herrliche Collsetiones nicht zu stände gebrachtwerden kann, Ihnen mein Anliegen meiner Familie halber mit wahrer Zuversicht zuentdecken nnd aufs inständigste zn bitten. Da nnn meine Familia allerdings sicherlichaus Franken von dem frei-ritterlichen Ebcrsteinischcn Geschlecht daselbst abstammet,davon ausgangs 1490 Zwei Söhne Hans nnd Philipp (von welchem lehern ichdcsccndire), so unter Kaiser Maximilian I. in Italien gcdicnet und nachher mit GrafErnsten von Mansfcld 1512 in Sachsen gekommen nnd in der Grafschaft Mansfeldsich sonderlich von 1520 (erfolgte wohl erst zu Ende der 20 er Jahre) mit den zweicondelrabelsten freien adligen Lehngütern zn Gchofen angekaufct, solche 1533 inLehn erhalten, dabei ihre fränkischen Lettern Philipp, Kilian nnd Georgen inMitbelehnschaft genommen, gleich wie sie sich auch beständig wie diese auf die in Frankengelegenen Ebersteinischcn Stainnigütcr Ginolfs, Urspring, Stetten, Heffarth, Gräfenhaingeschrieben, nicht minder eben wie jene das uralte Geschlechts-Wappen der fränkischenEbcrsteine gcführet haben; So wünsche ich sehr zuverlässig zu wissen, wie des zuerstnach Sachsen gekommenen Hansens und Philipps Vater eigentlich geheißen?Sintemalen nicht allein sehr alte Familien-Genealogien,, habe, daß er Georg ge-heißen*). Hingegen machet mir Bedenken, daß, als mein Ältervatcr. Wolf Dietrich1601 zn Würzburg nach Aussterben der fränkischen Vettern deren Sncccssion gesnchct,man selbigem alle ersinnlichen Diffikultäten gemacht und vorgewcndet, daß dessen Ver-wandtschaft nicht so nahe sei, daß sie zugelassen werden möge**).

Bitte demnach sehr dienstlich, alle Dero Excerpta dieses Punkts halber undsonst auf's genaueste durchsehen zu lassen, ob Sie mir allenthalbige Erläuterungverschaffen könnten. Hierbei 1) meiner Familie zuverlässige Genealogie bis ans diesenGeorgen, dcshalber vorgcdachte Erläuterung suche; 2) die sächs. Desscendenz vondem Philipp v. Eberstein, so >512 zum ersten nach Sachsen kommen; 3> Hansensnnd Philipp's fränkische Asccndenz, wie sie bis Dato in Sachsen gewiß und ohneJrrthum zn sein geglaubt und augegeben worden.

Bitte mir mit alledem zu helfen, was Ihnen von der ans Franken stammendenEbcrsteinischcn Familie bekannt ist; mit denen aber dürfen Ew. Hochwohlgcb. sich nichtbemühen, was in Lpsnsr, Uitterünsio, Unesliino, Ilumpraekt gedruckt nnd befindlichist, denn dieser Genealogien habe sämtlich. Übrigens ist leicht zu ermessen, daßmeine entstandene Bedenken an ihm selbst zu Probatiou meiuer 32 Ahnen mich garnichts verschlagen, dann ich nicht von der Wallenstcine herkomme sondern vonAnnen v. Trota, die Philipp v. Eberstein in Sachsen gehcirathet.

Wann des Schannat's Historie nntignao liueüouiag, Historie Küücksusis undLiioutsla büMsusis und was noch von ihm rausgegeben, in Fulda zu haben, möchtewohl wissen, was sie kosten. Beliebten Ew. Hochwohlgcb, mir nicht Nachricht zugeben, wie der Kauzlci-Dircktor zu Würzburg heißet, im gleichen der RosenbachscheVerwalter in der Nachbarschaft des Schlosses, so vordem Eberstein geheißen.

Schreiben de? Saron u. Hattstri» «l. <1. Fulda, l. Febr. >74li nn den Grafen ErnstFried rill; u. Ebrrstrin, nwrin er sein Ärdanern ausspricht, den gestelltenWünschen nicht entspreche» zu können, da dir Ärchiubcamtcn ans Ängstlichkeitderartige Urkunden uorznlcgrn sich weigern.

Hochgeborner Neichsgraf, hochgeehrtester Herr Gehcimbder Rath! Vor dengnädigen AnWunsch zu dem allbereits laufenden Jahr nnd was sonsten Euer käxesllsnesmir wohlmeinend gönnen wollen, sage nicht allein den gehorsamsten Dank, sondernwünsche, der allgütigc Gott wolle Dieselbe dergleichen Jahrs-Verändcrungen mit allcrsinnlichem nnd sclbstwählcndem hohen Wohlergehen noch viele erlassen, mir aberGelegenheit geben, meine Dienerschaft darbei zeigen zu können.

Ich beklage aber annebens, daß dermalen nicht, wie gerne ich auch wollte, nachDero Verlangen dienen kann, dann ob ich schon alle Mühe angewendet und wende, soist doch alles umsonsteu, dann niemand mit alten und zur Sach dienenden voeu-msntm herausrücken will aus Besorg sich Verdruß aufzuladen, indessen istdoch ohne dieselbe wenig oder gar nichts auszurichten. Was ich Hab nnd weiß, schickehierbei, doch kann und will ich es nicht beschwören. Ich vcrsichre, daß, wann etwas

*) Hiermit konnte nur der 1497 1- und mit Dorothea v. Bibra verheirathet gewesene Georg v. E. zuMUHlfeld Sohn des 0481 -j- Hermatt n nnd Enkel des 1451 -j- Eberhard gemeint sein (s. das Nähere inden Nachtr. v. 1879. S. 118 f.).

**) Die Gehofen'schen Ebersteine hatten zu solchem BeHufe vom Kaiser, Kur- und andern FürstenstattlicheIiitörvSssionSs und Fürschriften erlangt, es wurde ihnen jedoch vorgehalten, daß sie von dem ersten Acquirenkmnicht abstammten und die Bclehnung abgeschlagen. Nach geführtem Prozesse erhielten sie jedoch 30. April 1614von dem Bischof Julius als Abfindung 400 Gulden.