Druckschrift 
Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
298
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Söhne gekennct, davon der eine Domherr zu Halbcrstadt worden. Daferne nun dieselbigevcrmnthlich von Ew. Hochwohlgeb. Anvcrwandtschafi herstammen sollten, zweifele nicht,Sie werden zn beregten Halberstadt die zuverlässigste Nachricht und dessen ganzenStammbaum habhaft werden können. Sollte jedoch was fcrners zn erkundigen ver-mögen, so will Ew. Hochwohlgcb. hier, nächst ferneren dienstl. park davon zu gebenohnvergesscn und bei keiner Occasion außer Acht lassen rssllsmant zu erweisen mit wasEifer ich jederzeit scic Ew. Hochwohlgcb. meines hochgeehrtesten Herrn Abgesandtengehorsamster Diener.

Zum Zeichen, mit welchem Ernste er seine Arbeit anfaßte und wie seinPlan nicht auf Einzelheiten, sondern ans das Ganze gerichtet war, mag hierein Thcil seines Briefwechsels mit dem gelehrten Kenner der altdeutschen Adels-verhältnisse Baron v. Hattstein in Fulda folgen:

Antmortschreibrn des Gbrrstnllmristrrxi Saron von Hattstein «I. <l. Fulda,28. Gkt. 1745 auf ci» uo» dem Grafen Ernst Friedrich v. Elierstei» znGross-Meinungen an ihn unterm >5. Sept. 1745 gerichteter. Schreiben, dirSitte um Mitthrilnng von Nachrichten über die fränkischen Edelsteine enthaltend.

Hochgeborner Reichsgraf, Hochgeehrtster Herr Geheimer Rath! Euer LxesIIsnoshalten mir es nicht zur Ungnad, daß so langsam in der schuldigen Antwort auf Deroan mich unterm 15. jüngst verwichenen Monats 7 bris erlassenes, hochwcrthes Schreibengewesen bin. Die llrsach dessen ist die Wahl- und Krönungszeit Sr. Majestät desRömischen Kaisers zn Frankfurt, allwo ich mit Sr. hochfürstl. Gnaden, meinemgnädigsten Herrn, währender Zeit gewesen und alterst vor wenig Tagen wiederumdahier zurückgekommen. Ich habe bei dieser Gelegenheit die Ehre gehabt, mit DeroHerrn Sohn, dem kurmainzischen Obristwachtmcistcr, nicht allein bekannt zuwerden, sondern auch die Genealogische Affairc betr. zu sprechen, auch ohnlängstdem Hrn. Obristlieutenant von Bnseck, welcher zugleich Kammerjunker an dem hoch-fürstl. brandenburg-bayrenthischen Hof ist, ans dessen Begehren vor einen Grafen vonEbcrstein, dessen Frau Mutter Eine von Dienheim (war nicht Graf, sondern derDompropst Franz v. E.) all dasjenige, was mir von hochbesagter Familie bekannt,extradirt und schriftl. eingehändigt, nicht zweifelnd, es wird an gehörigen Ort einge-kommen sein. Indessen werde ohnermangeln, nnnmehro nach Dero Befelch und Ver-langen, wo nur weiß, was beizubringen, worzu mir hiesiger Hr. Archivarius und Re-gistratur einige Hoffnung machen, zn kommnniciren. Soviel aber kann Euer bixosllsncsvorläufig melden, daß hiesiger Landen diese Linie von Eberstein schon vor 10V undmehr Jahren abgestorben, deren hintcrlasscne Herrschaften und Gütern theils an dieLehnherren, anderentheils an unterschiedliche alliirte Familien verfallen. Das SchloßEberstein, welches auf der Rhön, so man dermalen die Mülzenburg nennet, gestandenund anitzo ein purer Steinhaufen in dem Amt Schackau und denen Hrn. vonRosenbach gehörig, wiewohlcn in dem Fuldischcn Land gelegen, doch aber ritter-schaftlich ist.

Soviel meine herausgegebene Genealogie betrifft, so seind noch einige Exemplariavorräthig und zn bekommen. Der Verleger aber schützet vor, sich verschworen zuhaben, keines ohne vorherige Bezahlung mehr abfolgen zu lassen, indem ihmc nichtallein noch viele rückständig, sondern Er nichts als das Schreiben und Lausen davonhätte. Wann also Euer blxeslloues darzn Belieben haben, so könnte das Geld darfürvermittels der Post in einem Brief an mich, wo als dann vor die richtige Einsendungsorgen werde, überschicket werden, welches in 4 Spemss-Dukaten bestehet, als 10 Rthlr.vor das Buch, sodann S Kopfstück vor die Einballirnng in Wachstuch und vor freienTransport bis Leipzig, wofür Euer Lxeellsnoa 3 Folianten und 1 Supplement ingroßem Format, sodann 1 Handbüchlein in kleinem Oktav, so eigentlich die Secl undHerz des ganzen Werk ist, bekommen. Was nun in Zeiten zn Dero Verlangen zu-sammen bringen kann, werde ohnermangeln, schnldigcrmaßen ohngesänmt einzuschicken.Indessen aber mich zu beharrl. Gnaden empfehlend, beharre Euer Hochgeboren meineshochgeehrtesten Herrn Geheimbden Raths gchorsamb Ergebenster

I). F. U. H. z. Hattstein.

Schreiben des Grafen Ernst Friedrich u. Ebcrstein nn den Snron n. Hattsteinzn Fulda «I. «I. Gr. Leinnngeu, 22. Srz. 1745.

Zweifle nicht, Ew. Hochwohlgcb. werden sieder meinem vorigen sich in gesundem Wohl-stände beständig befunden haben; indessen erstatte Dcnenselbcn den gebührenden Dankvor die gehabte Güte, mir zu Dero schönem opsrs xensaloZieo zu verhelfen, welches ichimmer und mehr schätzbar finde. Allein eben dieses machet mich so frei, daß, weil der-