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Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
292
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Asmus Tode das Schloß Marktstcinach allein zugefallen war, noch 29. Aug.1478 zur gesainten Hand gezogen worden. Nach Petcr's 1483 erfolgtem Todehatten nun freilich Hans und Philipp versäumt, sich rechtzeitig zur Lehns-folge bezüglich des genannten Schlosses zu melden, welches mittlerweile vonPetcr's Witwe Margaretha geb. v. Saunsheim als ihr eingeräumt gewesenesWitthum anderweit versetzt und vom Bischöfe Lorenz von Wnrzbnrg als heim-gefallenes Lehn im Jahre 1500 eingezogen worden war. Als sie dann zu spätsich wirklich meldeten, ließen sie sich 22. Febr. 1515 von dem Bischöfe mit einerGeldsumme abfinden.

Die Beziehungen zu der fränkischen Stammheimath hatten sie auch persön-lich aufrecht erhalten, wie solches ans folgenden Umständen ersichtlich ist.

Die Tochter ihres Oheims Lorenz: Anna, war mit dem markgräfl.brandend. Amtmannc und Rathe zu Günzenhausen Ritter Paul v. Absbcrgauf Absberg und Dornhausen verheirathet, und mit diesen unterhielt ihr BruderKarl freundschaftlichen Verkehr. Auch der älteste Bruder HanS war um dasJahr 1495 in Ansbach und soll den Markgrafen Friedrich auf den Reichstagzu Köln begleitet haben.

Die ihre Brüder Karl und Simon überlebenden Hans und Philippv. Eb erstein blieben angesessen im Weimarischcn bis etwa zum Jahre 1528.Nachdem sie ihre Güter zu Flurstedt und Ober-Trebra an Volkmar Thangelund dessen Sohn Heinrich verkauft hatten, siedelten sie in den untern Theil derGoldenen Aue im Unstrutthale über. Hier in dem zur gräfl. mansfeldischcnHerrschaft Heldrungen gehörenden Marktflecken Gehofeu erwarben sie den zu-letzt der Familie v. Harras gehörig gewesenen Hanpt-Rittersitz und außerdemnoch den von der Familie v. Hacke gegründeten rittcrbürtigen freien Siedelhof,indem ihnen zugleich die obere und niedere Gerichtsbarkeit von den Grafenv. Mansfcld < lt. Lehnbricfs v. 20. Mai 1529) übertragen wurde.

Am 18. Mai 1531 belieh Herzog Georg von Sachsen den VolkmarTa nigel und dessen Sohn Heinrich mit den von ihm lehnrührigen beidenfreien Si edel Höfen zu Flurstedt nebst Zubehör und dem Zehnten zu Flur-stedt,wie den Niklas Sonntag und seine Vorfahren zu den Lehen des Heil.Kreuzes zu Dorn bürg gebraucht und gegen etliche Zinsen mit Verwillignngdes Sieglers zu Erfurt abgetreten, in aller Maßen solche Güter Hans undPhilips v. Ebcrstein gehabt, bcmeldtcn Thonigcln verkauft und aufgelassen",zu Mannlehn; auch wurdensämtlich mit ihnen" die Gebrüder Hans, Wolfund Bastian Tanigel beliehen. Zeugen: Simon Pistoris Doktor, Melchiorv. Kutzleben, Amtmann zu Sangerhansen, Ernst v. Miltitz, Marschall,Quedlinburg.

Und am 6. Okt. 1531 verlieh Kurfürst Johann von Sachsen dem Volk-mar Daniel die von ihm lehnrührigcn Güter zu Ober-Trebra und Flur-stedt,alles von Hansen und Philipscn v. Eberstein Gebrüdere erkauft",welche die aufgelassen und zuvor von ihm und dem Kurfürsten Friedrich,seinem Bruder, zu Mannlehn gehabt. Zeugen: HanS v. Doltzk, ChristianBaicr, Dietrich v. Storschedel, Hofmarschall, Weimar.

Den Erlös ihrer verkauften Güter zu Flurstedt und Ober-Trebraverwandten die Gebrüder Hans und Philipp v. Eberstein außer andernbaaren Geldern mit zum Ankaufe von

a) einem freien Rittersitze zu Gehofeu mit seinem Umfange nnd Zugehörnng,einem Baumgarten, zwei Teichen, einem Grabgartcn, einem Weingarten, ungefähr53 Acker Wiesewachs, lN/2 oder 12 Hufen nrthaftigcn Landes feldegleich, 215Acker Holz, einer guten freien Schaf- und Viehtrift, einen Backofen undErbzinsen

von den Gebrüdern Fricdemann, Andreas und Hans v. Harras;

b) einem freien Siedelhof zu Gehofeu mit einer freien Schaf- nnd Kuhtrift,IN/2 Hufen und 1 Viertel Artland, 47 Acker Wicsewachs, 140 Acker Holz, einerMuhle, 2 wüsten Teichen, einem wüsten Weingarten samt etlichen Lehden undErbzinsen