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Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
289
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dem Könige Maximilian. Da Philipp 1497 in Flurstedt nicht anwesend war,so war er auch von den Gebrüdern v. Bunan der rückständigen Zinsen wegenvon dem derzeitigen Oberhofrichter zu Leipzig Hans v. Obernitz nicht mit vorGericht geladen worden, sondern nur seine Brüder Hans und Simon (Karlwar 1496 gest.).

Heinrich's v. Eberstein Söhne: Hans, Simon, Karl und Philipp hatten1488 und 1490 die von ihrem Vater auf sie vererbten Lehngüter zu Dorn-burg und Zimmern nebst Zubehör an Rudolf v. Watzdorf verkauft und hattennur die beiden freien Siedelhöfe zu Flurstedt behalten. Daher erhieltennach Herzogs Albrecht Tode (ft 1500) von dessen Sohne Herzog Georg zuSachsen die damals noch lebenden Gebrüder Hans, Simon und Philippv. Eberstein am 4. Okt. 1501 zu rechtem gesamten Mannlehen nur

zu Flurstedt: zwei freieSatelhöfe" mit Scheunen, Stallungen, Garten undUmfang, 4 Hufen Land an Artacker, bei 60 Acker Weiden und Wiesen unge-fähr und Erbzinsen, einen Backofen, ein Fischwasser auf der Ilmenau und2 Weinberge ani Stcingraben;zu Ober-Trebra, Wickerstedt, Darnstedt, Wiegendorf, Sulzbach und HerressenErbzinsen

mit allen ihren Rechten, Freiheiten, Würden, in allermaßen sie solche Gütervormals von Herzogs Georg Vater, Herzog Albrecht, zu Lehn hergebracht undnun kraft eines zwischen den Gebrüdern Georg und Heinrich, Herzögen zuSachsen, ersterem mit der Lehnsfolge zugefallen waren. Zeugen: Dietrichv. Schleinitz, Ritter und Hofmeister, Niklas v. Heynitz, Doktor und Kanzler,Kaspar v. Schönberg, ^.okum Dresden.

Am II. April 1499 reichte, bekannte und verschrieb Herzog Georg zuSachsenanstatt seines Vaters Herrn Albrecht" der Frau Wilhelma, desRudolf v. Watzdorf ehelicher Hausfrau,zu einem rechten Leibgut" nach-geschriebene Lehen und Güter: Rudolof's v. Watzdorf,, Wohnhof samt derScheuren und Stallung und dem Garten davor zu Dornburg, wie den etwanHeinrich v. Eberstein innegehabt und bemeldter Rudolf kaufsweise zu sichgebracht" w. w., und gab der genannten Frau Wilhelma zu Vormündern,die sie gekoren, seine lieben Getreuen Friedrich v. Thune zu Wassenburg,Heinrichen Vitzthum zu Witschitz und Hansen v. Eberstein,die sie dabeihandhaben, schützen und Vertheidingen sollen, so oft und dicke ihr das Roth seinwird". Nachtr. v. 1878. S. 15. Nr. 38.

Am 7. Mai 1522 gab Herzog Georg der Agnes geb. v. Bünau, der Ge-mahlin Vollrath's v. Watzdorf, wegen ihres Leibgedinges Dorn bürg undNaschhausen zu Vormündern: ihren Bruder Heinrich v. Bünau zu Elsterbergund Philipsen v. Eberstein. Nachtr. v. 1878. S. 17. Nr. 46.

Als 14. Mai 1511 zu Dornburg vor des Herzogs Georg zu Sachsen Amt-mann daselbst, Eustachius v. Draxdorf, der Propst zu Heusdorf Lorenz Carnifexmit den Einwohnern von Flurstedt über die Schafweidegerechtigkeit auf denFeldern des Dorfes Flurstedt verhandelte, kam eine Einigung zu stände imBeisein des genannten Propsts, auch Klausen, Voigts zu Heusdorf, und desSchossers zu Roßla Wolfgang Behem cinestheils, unddes ehrbaren und vestenHansen v. Eberstein und der ganzen Gemeinde zu Flurstedt andern-theils. Nachtr. v. >879. S. 114.

Am 17. Dez. 1510 stellten die Herzöge Friedrich und Johann vonSachsen den Gebrüdern Hans und Philipp v. Eberstein eine Schuldverschrei-bung über 1500 Goldgulden rhn. aus, welche sie den b. Eberstein oderderen männlichen Lehnserben zur Zeit des Leipziger Neujahrsmarktcs 1513 zuWeimar zurückzuzahlen und mit 90 Gulden jährlich (d. i. 6 p. 0k.) zu ver-zinsen versprachen.

lind am 21. Dez. 1512 stellten die Gebrüder Kurfürst Friedrich undHerzog Johann von Sachsen eine Schuldverschreibung über eine von den Ge-brüdern Hans und Philipp v. Eberstein entliehene Summe von 1500 Gold-