— 284 —
Sachsen angesessen Konrad o. Thüna, welcher von dem Herzoge Wilhelm2g. Sept. 1449 zu Mannlehn empfing:
!y zu Dornbürg: den Siedelhof mit Garten und einer Heuschenne, S'/z HufeLand Artacker, 3 Wiesen (2 unter Steudnitz, wo der Bach in die Saale fällt,1 bei Ober-Steudnitz), on. 20 Acker Weingarten (thcils bei Dornburg, theils beiJena gelegen), 3 Fleck Holz (das Bramenthal, Heinrichsthal und Thumcnthal)und Erbzinsen;
b) zu Zimmern: einen freien Hof mit Acker, Wiese und Holz, ^ an dem schoß-haftigen Gute, '/< am Lehenpfcrde, '/< am Backofen, V» am Geschosse,der Gerichte und Erbzinsen;o) zu Dorndorf, Naschhanscn, Keßnitz, Wilsdorf, Obern-Trebra, Wormstedt, Werx-hausen und Heroldcsrode Erbzinsen:
<l) zu Nerkewitz: Backofen, Keltern, Ober- und Untergerichte und Erbzinsen.
Konrad's Söhne Rudolf und Friedrich nahmen nach ihres Vaters Todeeine brüderliche Erbtheilung vor. Dabei erhielt
I) Rudolf v. Thüna:
n) zu Dornburg: Die Hälfte an dem freien Hofe mit der Behausung und Garten,W/2 Hufe Land, eine Wiese unter Steudnitz, 8 Acker Weingarten (den Anger, imElmenthale, bei der Warte zu Dornburg und den Burgstadel), 2 Fleck Holz(das Bramenthal am Forste und im Heinrichsthale) und Erbzinsen;
d) zu Zimmern: die Hälfte der vätcrl. Güter;
0) zu Keßnitz, Hirschroda, Wilsdorf, Eckclstedt, Werxhausen, Raschhansen, Dorndorf,
Steudnitz und Trebra Erbzinsen;cl) zu Nerkewitz; die Hälfte des väterl. Besitzes.
Il) Friedrich v. Thüna:
0.) zu Dornbnrg: die Hälfte an dem freien Hofe mit dem Vorwerke, Heuscheuneund Garten davor, 2»/^ Hufen Land, 2 Wiesen (unter der Burg und am Stiegediesseit des Steudnitzer Baches), 3 Weingärten (Hogenberg, Czatzernen und imElmenthale) und Vs des Weingartens Thurnberg, 4 Fleck Holz (im Brementhale,ans dem Thumenthale, am Schönsberge und im Heinrichsthale) und Erbzinsen;b) zu Zimmern: die Hälfte der väterl. Güter;
e) zu Hahne, Steudnitz, Keßnitz, Nenenstedt, Oberndorf Wilsdorf, Wormstedt, Golms-dorf, Naschhausen und Dorndorf Erbzinsen;
ä) zu Nerkewitz: die Hälfte des väterl. Besitzes.
Friedrich v. Thüna verkaufte seinen Antheil mit Ausnahme seiner Lehnzu Nerkewitz an Heinrich v. Eberstein, und Rudolf v. Thüna den seinigenan seinen Schwiegersohn Rudolf v. Watzdorf, der nach Heinrich's v.Eberstein 1487 erfolgtem Tode von dessen Söhnen: Hans, Simon, Karl undPhilipp auch deren (d, i. Friedrich's v. Thüna gewesenen) Antheil und dasKretschmargut zu Dornburg hinzu kaufte, und also auf diese Weise alle Güterwieder vereinigte, welche vormals Konrad v. Thüna besessen.
Außer den aufgeführten Grundstücken und Zinsen zu Dornburg nebst Zu-behör erwarb Heinrich noch a) zu Dorn bürg: eine freie Schenkstatt oderKretschmar; b) zu Zimmern: eine halbe freie Hofstatt und eine freie HufeArtland von Friedrich v. Thüna;
ferner 0) zu Flurstedt: 2 freie Siedelhöfe nebst Zubehör, 4 Hufen Art-land, an 60 Acker Weiden und Wiesen, Backofen, Fischwasser auf der Ilm, Erb-zinsen und 2 Weinberge;
endlich ä) zu Eckardsberga: einen bei dem Geleitsamte daselbst zu er-hebenden jährl. Zins von 70 Gulden, welchen er für 700 Gulden von Friedrichv. Thüna, dem derselbe von dem Herzoge Wilhelm pfandweise verschriebenwar, kaufte.
Heinrich wurde mit seinen ncuerworbenen Gütern zu Dornburg,Zimmern und Flurstedt 1453 und 1456 von dem Herzoge Wilhelm, 1483aber von dem Kurfürsten Ernst und Herzog Albrecht beliehen. Im Jahre1460 gab er mit Konsens Herzogs Wilhelm seiner Frau auf das Kretschmar-gut zu Dornburg Leibzucht.
Am 24. März 1461 erhielt Heinrich von dem Herzoge Wilhelm zu Mann-