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Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
282
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gewillt waren, ihre angeborene Reichsfreihcit und Unabhängigkeit, soweit ihrePerson, nicht der Fürstendienst in Betracht kam, aufzugeben. Vgl. auch hierzuFehde Mangold's v. Eberstein", 2. Ausg. S. 3: Noch im Dez. versammeltensich die fränkischen Ritter in Schweinfurt und erklärten:sie seien freieFranken, des Reichs von Adel, verpflichtet ihr Blut zu vergießenauf den Kriegszügen, mit ihrer mannlichen Jugend des KaisersKrön und Scepter zu bewahren, nicht aber Auflagen zu zahlen, wasihrer Freiheit zuwider laufe und eine unerhörte Neuerung sei."

Wie Albrecht Achilles persönlich zu Lorenz v. Ebcrstein stand undwas er auf ihn hielt, geht hervor aus seinem Schreiben an seine Näthc inAnsbach ck. ä. Köln an der Spree, 21. Dez. 1472:Lorenzen v. Ebersteinhaben Wir vergönnet, den Heyden abzulösen. So wollen wir dem Heydenwohl gönnen, daß er die Bürger von Nürnberg ablöst. Damit hat er einhalben Theil, wie vor, und der Eberstein den andern; der ist Uns lieber,do dann die Bürger von Nürnberg" (4. Folge. 97).

Die Schreiben Lorenzens und seiner Witwe Margaretha an den Rathzu Wiudsheim aus den Jahren 1459 bis 1488 finden sich abgedruckt in meinerGeschichte, S. 628 ff.

Lorenzens Töchter:

1. Ällllil, ff 1527, Venn. I) mit Paul v. Absberg auf Absberg und Dorn-

hausen, Ritter und brandenb.-ansbach. Feldhauptmaun und Amtmann zuGünzenhausen (ff vor 19. März 1504, war venu, in ir Ehe mit Lorenzensv. Ebenstem Witwe Margaretha geb. v. Tann); II )mit Sigmund v. Lenters-heim auf Neun-Muhr und Beroldsheim, brandenb.-ansb. Rath und Amt-mann zu Wassertrüdingen (ff 28. Okt. 1518, war Venn, in lr Ehe mitSibylla geb. v. Rechenberg); III) mit Friedrich Freiherrn v. Schwarzen-berg (wiederverm. in 2r Ehe mit Maria, des Grafen Georg II. v. WerthcimTochter).

2. Elisabeth, ff vor 1515, Venn, mit Konrad v. Künsberg, Ritter, Land-

richter deS Stifts Bamberg und Hauptmann zu Cranach. Laut Stiftungs-briefs ihrer Testaments-Exekutoren von 1515 sollte ihr im Augustiner-Kloster zu Kulmbach ein Jahrtag gehalten werden.

Beide Schwestern, wie auch ihre Mutter Margaretha, waren Mit-glieder des Schwanenordens. Am 19. März 1504 stellten Konrad v. Küns-berg, Elisabeth geb. v. Ebcrstein, seine Hausfrau, und Anna geb. v. Eber-steiu, Witwe Panl's v. Absberg, ihrem Schwager Wilhelm v. Seckendorf eineQuittung über 1900 Gulden aus, welche ihnen laut Verschreibung zustand(Gesch. 642, Nr. 539).

Heinrich,

ans Marktstriimch, Nornliurg und Flurstedt,

der zweite Sohn des 1449 ff Karl v. Eberstein auf Marktsteinach und derMargaretha geb. Truchseß v. Wetzhausen Tochter. Bald nach seines VatersTode trat Heinrich in die Dienste des Herzogs Wilhelm von Sachsen. DieVeranlassung gab vielleicht der Bruderkrieg zwischen dem Kurfürsten Friedrichund dessen Bruder, dem Herzoge Wilhelm, die sich in die väterlichen Landegetheilt hatten, woraus nachmals sich Zwistigkcitcn entspannen, die, wenn auchzuweilen vertragen und beigelegt, doch immer wieder von neuem durch einenbösen Günstling Wilhelm's, den Apel V .Vitzthum, angeschürt wurden. Nach-dem ein 12. Mai 1447 abgeschlossener Vergleich unvollzogen geblieben war, kames zwischen den fürstlichen Brüdern zur Fehde, in welcher die Güter der Ge-brüder Apel, Bnsso und Bernhard v. Vitzthum im Koburgschen von denkurfürstlichen Truppen arg verwüstet wurden. Erst 1451 kam der Herzog Wil-helm zu der Überzeugung, wie sehr ihn Apel und Bnsso V .Vitzthum getäuscht