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Folge 5 (1885)
Entstehung
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Loren) auf Marktstrinoch,

1450, ff 1. Dez. 1480 (Karl's v. Eberstein ältester Sohn), brcmdenburgischerAintmann und Roth zu Hoheneck,, (an der Aisch bei Jpsheim gelegen), verm.mit Margaretha, Karl's des Altern v. Tann (an der Altmühl) und derMarg. v. Dicmar Tochter. Lorenz war Mitglied des Schwanenordetts und sämt-liche Register haben die Notiz:Der auch seinen Jahrtag zu der Gesellschaftgestift". Als der Stifter des Schwanen-Ordens Friedrich II. (st 10. Febr. 1471,begraben zu Kloster Heilbronn) von seinen Schwanenrittern zur Ruhestätte ge-leitet wurde, ging Lorenz vor dem Spieße her und sein Oheim Asmus trugdas Schwert.

Wir finden Lorenzen 1449 und 50 mit Markgraf Albrecht gegen Nürn-berg, 1460 bis 62 mit ihm gegen Bayern und 1473 und 74 mit ihm ansdem burgundischcn Zuge (Gesch. 627 ff., 2. Folge 110 ff. und 3. Folge 86 ff.).In dem bayerischen Kriege war Lorenz vielfach auf den Schlachtfeldern be-schäftigt; so heißt es in einer Schadenersatz-Rechnung, daß er 8 Pferde auf dem-selben verloren, darunter eins vor Gundelfingen, eins als er vor Kitzingenlag w. w. Nach seinem Tode folgte seine Witwe Margaretha in der Amt-mannsstelle zu Hoheneck, welche ihr vom Kurfürsten auf so lange verliehenwurde, als sie ihren Witwcnstuhl nicht verrücken würde. Sic hielt sich zurVerwesung des Amteseinen ehrbaren redlichen Knecht" (vgl. IN-. R. GrafStillfricd und S. Haenle, das Buch vom Schwanenorden, S. 141 und 2. Folge,138). Im Chor der Ansbacher Stiftskirche befindet sich ein Totcnschild undein Steinbild zum Andenken des Ritters. Beide tragen die Inschrift: ^.nnoäomiui NMLÜ, voll im llXXX am Ib-eitaA naell Laoot starb

äsr säol vacl vsst I/orso? von Illisrstsin cksm Aot Ansäi^ vr»I darmlikr?iASki." (s. Beigabe v. 1875, 78 nnd 83).

Am 28. Mai 1455 bekräftigt Lorenz durch Anhängung seines Siegelsden Verkauf von 5 st. ewige Gült an das Gotteshaus Unterbiebert SeitensJohanns Engersheim zu Pergel und 1478 kommt er nebst Darias v. Heßbergals Vormund Karl's v. Tann (des Thomas v. Tann a. d. Altemühl Sohn)vor (2. Folge. 110 u. 138.) Am 24. März 1463 quittirte Lorenz demMarkgrafen Albrecht von Brandenburg die Vergütung aller Schäden,so er indiesen Kriegsläuften an Pferden und Harnasch empfangen" hatte; am 31. Dez.1463 stellte er einen Revers darüber aus, daß ihm Abt Eberhard auf demMünchberge das halbe Schloß Grassulz, das er von Hansen v. Thannegekauft, zu Mannlehn geliehen habe. Am 8. Juni 1464 bekannten Konradv. Luchau nnd Lorenz v. Ebcrstein, daß ihnen Markgraf Albrecht das SchloßSachsen, den Zehnten zu Ober- und Nieder-Sachsen und eine Mühle zuSachsen zu Mannlehen geliehen habe.

Kurfürst Albrecht, der im Okt. 1471 nach den Marken gezogen war, ließ1472 durch Sigmund v. Schwarzenberg, Heinrich v. Luchan und Lorenz v.Eberstein die Befestigungen zu Ansbach, Neustadt an der Aisch und Wun-siedel verstärken. Im April 1472 sandte der Kurfürst seinen Rüthen zu Ans-bach und seinem Hauptmanne auf dem Gebirge Heinrich v. Aufseß ein Ver-zeichnis derjenigen Personen, welche sich am 10. Juni bei ihm in der Markeinfinden sollten, wenn er keinen Gegenbefehl geben würde. Von den Reisigenunter dem Gebirg sollte außer Sebastian 0. Seckendorf nnd Heinz v. Lnchauauch Lorenz v. Eberstein nach der Mark kommen.

In Betreff Lorenzens v. Eberstein findet sich ein die Rechtsverhältnisseund Privilegien der fränkischen freien Ritterschaft, sowie der sich empor-arbeitenden fürstlichen Landeshoheit eine kennzeichnende Auslassung des Kur-fürsten Albrecht Achilles zu Brandenburg in seiner Antwort an seine AnsbachischenRäthe <Z. <Z. Neuen-Angermünde, 24. Mai 1472 (4. Folge, 95 f.). Man siehthieraus, daß noch zu der Zeit Lorenzens v. Eberstein die Mitglieder derfreien Reichsritterschaft dadurch, daß sie in Fürstendienste traten, durchaus nicht