Am 2. Nov. 1566 und 5. März 1567 bat Kilian den Herzog JohannWilhelm zu Sachsen um Konsens zum Verkaufe des Hofes zu Sundheim vorder Rhön, damit er die von seinem Sohne Lorenz Peter hinterlassenenSchulden bezahlen könne; für den Fall jedoch, daß der Herzog den Konsensnicht ertheilen könne, bat er um die Vergünstigung, seiner Schwiegertochterund dem noch unerzogenen Töchterchen seines Sohnes 1200 Gulden alsGegenschatz darauf eintragen lassen zu dürfen.
Auf Kilian's beide Schreiben berichtete 29. April 1567 der Schösser zuRömhild, Kaspar Bopp, dem Herzoge: „daß genannter v. Eberstein ein sehr'alter, schwacher Mann sei und habe keine männlichen Lehnserben; do nun der-sclbige absterben würde, so erbten seine itzo noch lebendigen Vettern, als WolfDietrich und Jorg v. Eberstein Gebrüdere, welche sich noch nicht verheirathet,die nachgelassenen Güter."
Nach Kilian's 1568 erfolgtem Tode wiederholten seine Schwiegertochter undderen Brüder, die Herren v. Löwenstein in Hessen, die Bitte um Verwilligungeines Leibgedinges, wurden jedoch, während der Herzog abwesend war, vonseinen Rüthen abschläglich beschieden.
Kilian's v. Eberstein Sohn: Loreiy Mer, (geb. 1538, st 1564), war Venn,mit Juliane geb. v. Löwenstein und hinterließ nur eine Tochter:Margaretha, Venn, mit Bernhard Philipp v. Rüdigheim zu Rückingen(ch 1628, Venn, in 2r Ehe mit Elisabeth geb. v. Morstein und in 3r Ehemit Anna Maria geb. v. Bobenhausen).
Durch einen Vertrag, welchen nach Kilian's Tode Lorenz Peter's Witwe,die „edle und tugendsame Frau Juliane v. Eberstein geb.. v. LöwensteinWittib zu Bischofsheim" mit Georg's v. Eberstein des Ältern zu GinolfsSöhnen: Wolf Dietrich und Georg Sittig geschlossen, war sie wegen ihresWitthums zufrieden gestellt worden. Auf Erfordern des Bischofs von Würzburg,welcher von den Schwestern der genannten, damals bereits verstorbenen Brüdermehere Allodialgüter gekauft hatte, erklärte daher 3. (13.) Januar 1606 Juliane,daß sie „nicht allein an die Jungfrauen vom Eberstein, Elisabetha, Margarethaund Johannetta, noch zu Ginolfs wohnend, oder deren Eigenthumsgüter nieAnspruch gehabt, sondern begehre auch keinen an sie oder dieselben zu gewinnenund wäre zufrieden, möchte ihnen auch wünschen, daß sie selbige ihre Güterzum allerbesten verkaufen könnten."
Grorg der Ältere M Ginolfs,
1508 noch unmündig, ch 1559 (Georg's zu Mühlfeld jüngster Sohn), verm. mitAnna (1560. 69), des Philipp, Friedrich und Hans v. Sterbfritz (Sterpserts)auf Römershag Schwester.
Wie sein Bruder Kilian so stand auch er einige Jahre in würzburgischenDiensten. Am 22. Aug. 1513 quittirte er über 12 Gulden „um ein groe Pferd"und 27. Aug. 1514 über 24 Gulden „um ein Rothschimmel".
Nachdem seine Vormünder Mnhlfeld 1497 verkauft hatten, wohnte er bis1522 in Bischofsheim vor der Rhön, darauf auf seinem Rittersitze zu Ginolfs.Zum Unterschiede von seinem jüngeren Vetter gleichen Namens zum Branden-stein nannte er sich der Ältere zum Ginolfs.
Bei der 1. Nov. 1512 vorgenommenen brüderlichen Theilung erhielt era) von dem Hofe zu Gräfenhein (zudem auch die Eberstein'schen Wein-berge daselbst, 8 Gütchen zu Ginolfs und der Baumgarten über dem DorfeWeisbach gehörten),
d) von dem Burggute zu Gräfenhein (zu dem ein Hof, ein Zehnt undder 12. Stamm oder Gerthe von dem Gehölz, der Höhberg genannt,gehörte) und
o) von dem Zehnt zu Gräfenhain die eine Hälfte, dannä) den Eberstein 'schen Rittersitz nebst Gütern und einer Hofstatt zu Ginolfs,ferner: