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Folge 5 (1885)
Entstehung
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217
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zum Reitenharz und was zu dem Hofe gehörehie diesseit des WassersPfarre und zehnte gen Marktsteinach".

Die im k. Staatsarchive zu Magdeburg (Grafschaft Henneberg ö. Nr. 113)befindliche Original-Urkunde lautet:

Ich Albrecht Truszes, czu Weczhuszen geseszen, bekenne vnd thun kunt mit diszemoffen briff, daz ich da bey gestanden bin, daz dy zwelff vnd dy gemeyn zu marck-stehna sein vor mir gestanden vnd haben daz vff ir cyde genomen, dy sy iren rechtenHerren getan haben, mit namen fricze Eckart, kuncz bap, dy hynnder myn Herren vonhenburg siezen, mit namen Hans rot, knncz schel, Hans mau, dy hynder diczentruszesen siezen, stuber (?) Wilhelm fusz, dy hynder Eberhart fusz zu Breyp-bag siezen, Hans bap, heincze czan, petter ganch, dy hynder Baltysar von Meuc-hen: siezen, heincze mand, der hynder senke Bartolomes siezet, vnd dar nach dyanderen gebnren zu marck steyna, dy vnter herman von Ebersteyn siezen; dyhaben gesaget vnd daz sy nicht anders wiszen, wan sy ez haben von irencldern geHort, vnd nicht anders wiszen, dan daz der hoffe zum Reytten-harcze hye bisset des waszers vnd waz czu dem hoffe geHort hye dyszet dez waszers,daz daz pharre vnd czen t gen mark steyna. Daz haben sy vff ir cyde gesprochenvor mir, dy sy iren rechten Herren getan hau. Daz ich daz alzo gesehen vnd geHorthau, daz sprich ich vff myn eyt. Dez czu vrkund Hai: ich vorgenant Alürachttruszesz myn Jnsigel gedrucked vndcn an dyszen offen briff, der geben ist nach Cristgebnrt firczehende hundert Jar vnd dar nach yn dem firczhende Jar an den nestenfreytag vor vnses Herren vffarstag.

Nachdem Bischof Gerhard von Würzburg diejenigen 221 Gulden, welchedas Stift Würzbnrg dem Hermann v. Eberstein schuldig war, der Forderungdes Diez v. Thüngen des Ältern zum Reußenberge an das Stift zugerechnethatte, versprach 26i Sept. 1398 genannter Diez dafür Sorge tragen zu wollen,daß Hermann die ihm vom Stifte ausgestellte Schuldverschreibung innerhalbdes nächsten Vierteljahres zurückgebe oder eine Quittung über 221 Gulden aus-stelle; im Fall Hermann das aber nicht thäte, so verpflichtete sich zugleich Diezv. Thüngen, nach erhaltener Mahnung einen Knecht und ein Pferd nach Würz-burg in ein öffentliches Wirthshaus zu schicken und darin so lange zu leisten,bis alle Briefe und Artikel gefertigt und ausgeantwortet seien.

Hermann hatte außer diesen 221 Gulden aber noch mehr von Diezv. Thüngen zu erhalten, denn seine Forderung an diesen betrug 3 Jahre spätermindestens 1500 Gulden. Am 28. März 1401 verpflichteten sich nämlich derBischof Johann, der Dechant Niklaus v. Malkos und das Kapitel des StiftsWürzburg, von dem Gelde, welches Diezen v. Thüngen dem Ältern auf dieWürzburgischen

Ämter Ebenhansen, Retzbach, Tüngersheim und Sulzfeldverbrieft war, bei der auf Erfordern zu leistenden Auszahlung 1500 Guldenzurückzubehalten, welche genannter Diez niit lehnhcrrlichcm Konsense dem Her-mann v. Eberstein auf die genannten Ämter verschrieben hatte.

Bis zu dem 10. März 1405 war außer den Thüngen'schen 1500 Guldendas Stift Würzburg dem Hermann v. Eberstein noch 400 Gulden schuldiggewesen, und Graf Friedrich v. Henncberg hatte diese Summe dem Stifte vor-geschossen und dem Hermann ausgezahlt. Deshalb war aber auch von demBischöfe Johann das Einlösungsquantum, für welches das Stift von den: ge-nannten Grafen das ihm von demselben verpfändete Schloß Bodenlaubenwieder einlösen konnte, um 400 Gulden vermehrt worden.

Hermann hatte nämlich an dem Schlosse Bodenlauben verschiedeneBauten ausgeführt, für welche er von dem Stifte Würzburg 400 Gulden zubeanspruchen hatte, und diesen Kostenbetrag hatte Bischof Johann für Hermannan den Grafen Friedrich v. Henneberg gezahlt. Am 13. März 1407 quittirteHermann darüber, indem er erkärte, daß der Bischof ihm nunmehrwegen der Bauten, die er im Schlosse Bodenlauben ausgeführt habeund deren Kosten 400 Gulden betrügen, wegen Zahlung an den Grafenv. Henneberg nichts mehr schuldig sei; sollte sich's aber herausstellen, daß er