Druckschrift 
Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
210
Einzelbild herunterladen
 

stein Witwe nebst ihren Söhnen Engelhard, Domherrn zu Würzburg undDietrich v. Eberstein vorkommt.

Am 23. Nov. 1415 verkaufte die Witwe Katharina an den Abt Johannv on Fulda die den v. Malkos von den v. Hune verpfändeten Güter zu Nicder-Biebcr, ein Gut zu Laugen-Bieber und ihre Besitzungen zu Reinhardsund in dem Gerichte Rockenstuhl.

Ende April 1416 verkaufte Katharina für sich und ihre Söhne Engelhardund Dietrich v. Eberstein und mit Zustimmung ihrer Brüder Johann undDietrich v. Malkos ihren Hof zu Brückenau an Mangold v. Ebcrstein unddessen Frau Anna.

Söhne:

1. Engrlharü, Domherr zu Bamberg und Würzburg, war auch Land-richter des Herzogthums Franken. Als solcher bekundete er 29. Januar 1415,daß die von dem Ritter Hans v. Nosenberg gegen den Propst des Stifts Onels-bach wegen des Zehnten zu Lohr erhobene Klage dem Beklagten keinen Schadenbringen solle; dann 11. Juli 1415, daß der Abt des Stifts Neustadt durcheine vor ihm verhandelte Klage das von dem Stifte lehnrührige, früher vonDietrich v. Wimpfen innc gehabte Gütchen zu Karbach erstritten; ferner 12. Aug.1415, daß Ritter Johann v. Roscnberg seine gegen die Gemeinde Lohr wegendes Zehnten daselbst geführte Klage gewonnen habe.

Am 8. Dez. 1411 wählte Engelhard mit den übrigen Domkapitnlarenden Würzburger Domherrn und Bamberger Propst Johann v. Brunn zumBischof von Würzburg.

Engelhard starb am Matthen Apostcltage (21. Sept.) 1420. Sein imKapitelhause oder Domherrnbegräbnisse zu Würzburg befindlicher Grabstein(Nr. 15 in der 4. Reihe) mit dem Eberstein'schen Wappen hat die Aufschrift:^.nno äna. U. (Xl(X). XX. in äis stü. inatbsi. apsl. a. ckiis. snAslbarävs.äs. sbsrsksin. eanonisvs. Uni? soolis. ovi? aia. rsgvisseal. in. paes.

Die Domherren hatten eigene Häuser in der Nähe des Domes zu Würz-bnrg, über welche sie nach ihrem Tode zu Gunsten ihrer Mitbrüder frei ver-fügen konnten. So erhielt Engelhard v. Eberstein 1412 die Lni-ia ÜUltlsnbsnst 24 juA. vinsaenin in onvva via, 3 nrnas vini st 5 st äiin. üb. äsn. sientstiain in bsi'säitarüs babötnr von seinem Oheim Johann v. Malkos, und 1420erscheint als Besitzer dieses Domhcrrnhofcs Engelhard's Bruder Dietrich, aufden 1428 Ludwig v. Edersberg gen. v. Wehhers folgt.

In Engelhard's Domherrnwohnung hat aller Wahrscheinlichkeit nach seinmit dem Familienwnppen versehenes Portrait gehangen, welches sich zuletztlängere Zeit im Besitze des bekannten rührigen Historikers und thätigcn Mitgliedsdes historischen Vereins zu Würzbnrg C. Hcffner befunden, von welchem ich,Louis Ferdinand, es im I. 1876 zum Geschenk erhalten habe (Beigabe von1878). Auf der Rückseite steht am obern Rande:UainiUs äs ülbsrstsin", undein darunter später aufgeklebtes Stückchen Leinwand von anderer Farbe trägtden Namen: Lonraä von blbsrslsin.

Im Würzburger lüb. ssMlt, und bei Salver (Proben des deutschen Reichs-adels) wird nämlich Engelhard irrthümlich Konrad genannt; jedoch ist ein Dom-herr Konrad v. Ebcrstein bis jetzt in Urkunden nicht aufgefunden worden undhat jedenfalls nur die undeutliche Grabschrift den Jrrthnm veranlaßt. Er warzugleich auch Domherr in Bamberg. In einer im Bambergischcn Kapitelsarchivebefindlichen Handschrift (Msnobns (kanonieornna, gui in kZoolssia IwpsrialiUauibsrKsnsi äs anno 1319 prasbsnäaki knörs), die jedoch wegen ihrer vielensonstigen Unrichtigkeiten in keinem großen Ansehn steht, ist zu lesen:

p. 21: Xnno 1412 obül l).'iäsrions Ltisbsr Ilseanns, cnjns (kanonioalninst, Urasbsnäain oblinnil blnAslbaräus äs kübsrslsin psr snrnrnas äitksrsntüasin (Inria Koinana aävsrsns 0onraänin Lkisbsr jnniorsin";

x. 25: llnno 1422. 8. Naji obül blnAslbaräns äs Lbsrstsin.