Druckschrift 
Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
207
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Weisung eines jährlichen Zinses an das unter dem neu erworbenen SchlosseFrankenstein gelegene Kloster Allendorf an der Werra durch den genannten Abt.

Außer dem Grafen Heinrich v. Battenberg, Herrn Anton v. Bruneck,Simon v. der Tann, Wigand v. Lutter, Konrad v. Birnbach, Giso v. Eders-berg und Simon v. Schlitz bezeugt Heinrich v. Eberstcin 22. Aug. 1308 einen,mit Androhung von Konventionalstrafen bei Nichtinnehaltung der Bedingungenversehenen, Vorkaufsvertrag zwischen dem Stifte Fulda und dem edlen .HerrnLudwig v. Frankenstein, worin die Ritter Wigand v. Lutter und Heinrichv. Eberstein als Sachverständige und die obengenannten Herrn v. Battenbergund v. Bruneck als Obmänner bestellt werden.

Im I. 1311 verkauften die Ritter Heinrich v. Eberstein und Eberhardv. Heustreu mit Genehmigung ihrer Erben und unter Lehnskonsens für 84Pfund fuld. Heller zwei Allodia und vier vom Stifte Fulda zu Lehn gehendeHufen mit dem Walde Eichberg, Wiesen, Weiden, Wassern und allem Zubehörin dem Dorfe Marbach an das Kloster St. Johannes bei Fulda.

Vor 1317 wurde Ritter Heinrich v. Eberstein von dem Stifte Würzburgaußer mit 10 Pfund jährl. Einkünften in Nordheim und Ostheim auch mitHofstätten, Äckern und Wiesen und mit 8 Morgen Weinbergen zuWollbach

beliehen, welche letztern Grundstücke nach 1317 als im Lehnsbesitze des RittersKonrad v. Eberstein vorkommen, so daß als Ritter Heinrich's v. Eberstein Sohnanzusetzen ist

Äomad v. Eberstrin, Nittel.

Dieser acquirirte vor 1317 von Wolfram Schenk v. Ostheim 2 Pfundfuld. Heller jährl. Zins zu Heufurt und von Marguard v. Lichtenberg 30Malter jährl. Gerstenzins zu Stetten, womit er vom Stifte Würzbnrg be-liehen wurde. Von diesem Stifte empfing er vor 1322 ferner noch zu Lehn:ein Haus und eine Hofstatt zu Burglauer, in der Vorstadt gelegen (zuBurglehn),

2 Hufen zu Heufnrt und 2 Hufen zu Hilders,

1 Hof mit Äckern und Wiesen, auch 8 Morgen Weinberge zu Wollbach,10 Pfund und 2 Hühner jährl. Zinsen zu Neustadt, Unter-Elsbach

und Nord heimd ie Zehnt en zu Döllbach und Hentenhausen.

Von dem Grafen Berthold von Henneberg hatte Konrad v. Eberstein1317 zu Lehn 24 Morgen Weingarten und 30 Schillinge Heller jährliche Ein-künfte zu Nüdl in gen und noch andere Weingärten.

Einige Allodialgüter zu Ostheim übergab er 1318 mit Bewilligung seinerFrau Margaretha dem Kloster Wechterswinkel, in welches seine TochterMargaretha eintrat.

Von 1320 bis 1324 hatte er eine Hufe in Laugen-Bieber vom AbteHeinrich von Fulda pfandweise inne. Er hatte nebst dem Ritter JohannesVoigt zu Salzburg und den Knappen Otto von Kühndorf, Jring und Otto v.Brenda wegen einer Weinliefcrnng für Konrad von Schweinfurt dem RitterHelwig, Officiaten auf Lichtenberg, Bürgschaft geleistet, welche Äbt Heinrich vonFulda 14. Juni 1325 aufhob.

Die Güter in Unter-Elsbach, welche er vom Stifte Würzburg zu Burg-lchn hatte, gab er und seine Frau Margaretha 21 Juni 1329 dem KlosterWechterswinkel gegen 2 Hufen in Rode unter Hildcnberg in Tausch, fürderen Ersatz sie aber ihre Allodialgüter in Nordheim bei Lichtenberg demStifte Würzburg zu Burglehn auftragen mußten. Die beiden eingetauschtenHufen in Rode verkauften sie darauf dem genannten Kloster unter Vorbehaltdes Wiederkaufs innerhalb 4 Jahren.

Den oben aufgeführten Hof zu Burglaner, die beiden Höfe zu Heu-furt und den Hof zu Hilders trug schon um diese Zeit der Stamm v. Eber-