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gehöret, so er mir einmal geschrieben hat. Dieses fällt nun allerdings an seinezurückgelassene Tochter, deren Vormünder sich auch vermuthlich schon beider Dillcnbnrgischen Regierung gemeldet haben werden. Und da diesesdas Einzige ist, was der sel. Bruder in seinen elenden Umständen der Tochterhinterlassen können, so thun Ew. Gnaden ein Werk der Barmherzigkeit, wannSic mit selbiger gemeinsame Sache machen und sorgen, daß die ihr zukommendenErbtheile nicht in unrechte Hände gerathen. Die wenige Kenntnis, welche ichvon dieser Sache habe, und meine vielen Geschäfte verstatten mir nicht, michhierin zu meliren; es würde aber nicht undienlich sein, wann meine gnädigeFrau Schwägerin einmal selbsten nach Dillenburg und Zeppenfeld rciseten»nd sich genau nach allem erkundigten. Vielleicht könnten Dieselben ja wohl dieseschönen Güter vor Ihre Kinder retten und konserviren. Was der Guttenberg'schenFamilie zukäme, könnten Dieselben ja aufnehmen und solche befriedigen, derhiesigen Hidos aber alljährl. ihr zukommendes Kapital verintcressircn. Dennsolche freie ritterschnftlichcn Güter sind Werth, daß man sie konserviret.Von der guten Frau Stiefmutter könnte ich auch viel sagen, allein es kannnichts Helsen. Gott vergebe ihr alles, wie ich es gethan, und Er lasse es ihr inihrem Alter nicht empfinden. Die gute hoffnungsvolle Nachricht, welcheEw. Gnaden mir von meinem Bruder überschrieben, erwecket mir das LobGottes, und ich hoffe Ihnen (Sie) beiderseits in meinem Leben in Liebe ver-einigt zu sehen; dann ich bin der völligen Zuversicht, meine hochgeschätzte FrauSchwägerin werden alles Mögliche darzu von Ihrer Seite beitragen, damitalles Vergangene vergessen und vergraben werde, worzu ich Ihnengöttl. Gnaden Beistand wünsche. Dero lieben Kinder bitte ich in meinem Namenzu küssen und ihnen ineine zarte Liebe und Freundschaft zu versichern. WollenDieselöen meinen lieben Bruder gelegentlich ein Gleiches widerfahren lassen, sowerde Ihnen davor von Herzen verbunden sein. Meine Frau versichert ihreErgebenheit und danket gehorsamst vor Dervselben gütiges Andenken. Meinnoch zu Hause befindlicher Sohn und meine Tochter küssen Ihnen dieHände und empfehlen sich zu gnädigem Andenken. Vor die gnädigen Gesinnungengegen meinen ältesten Sohn danke ich unterthänigst, er wird sich dereinst,wann er seine Studia vollendet hat, glücklich schätzen, fich Denenselben praesen-tiren und Ihnen seinen schuldigen Respekt in Mannheim bezeigen zu dürfen (istgeschehen im Sommer 1775 (1773 ist wohl nur aus Versehen für 1775 gesetzt,vgl. Nachtr. v. 1883. S. 286j), bis dahin ich ihn zu Dero gnädigen und wohl-wollenden Andenken gehorsamst empfehle. Ich habe ihm anbefohlen, alle mög-liche Rsebm-olm unter des Grafen Papieren zu machen, ob man darin nichtsvon seiner Kuratel findet, auch sich dereinst mit demjenigen, welchen Ew. Gnadenzu Dero Mandatario bestellet, ans das freundschaftlichste zu vergleichen zu suchen,dann mir daran recht viel daran gelegen ist, Ew. Gnaden und einen jeden vonmeiner Gedcukungswcise zu überzeugen, dahero ich auch nichts sehnlicher wünsche,als daß diese Sache balde beendigt werden möge, und zwar zu Dero völligenZufriedenheit. Wollten die gnädige Frau Schwägerin meinen Sohn vor DeroForderung arr tdit setzen, so würde vielleicht die Sache ohne Umstände ins reinegebracht werden können; er müßte aber zugleich bevollmächtiget sein, sich dieQuittungen über die jährl. Lehnstammzinsen in Morungen vorzeigen zu lassenund selbige zu untersuchen; doch überlasse alles Dero beliebigen Gntfinden.Konserviren Dieselben mich und die Meinigen in Dero gnädigen Andenken undgeben mir Gelegenheit, Ihnen meiner gnädigen Frau Schwägerin, die Hoch-achtung und aufrichtige Freundschaft an den Tag legen z» können, mit welcherDenenselben ich lebenslang verbunden zu sein die Ehre habe als Ew. Gnadenunterthäniger Diener Eberstein.
Im Lager bei Grandcnz de» 9. Juni 1774. Morgen marschire mit dem Regimentwieder »ach Tilse, 54 Meile» von hier, nach glücklich geendeter Usvns,