mit erster Post gütig wieder aus, und wäre Ew. Hochwohlgcb. gefällig, gleichDero Einwilligung zur Aufnahme eines Kapitals ä 15000 Rthlr. zu Bezahlungderer einzeln ans das väterliche Gut den Dom- und Hattenhof genannt,gehabte und gemachte Schulden und zur völligen Wiederherstellung derer äußerstrninirteu Gebäude vollzogen mit zu senden, werden Sie mich zu doppeltenGcgengefülligkeiten verbinden.
Da ich 1737 so zu sagen als Kind aus des Vaters Hanse gegangen, 1781erst wieder hineingekommen, bei dem schnellen Tode unseres Bruders 1785 vonnichts habe informirt werden können, alles in der größten Konfusion gefunden;so bin dermalen noch nicht im Stande, Ew. Hochwohlgeb. von denen Familien-Nachrichten etwas Gegründetes mitzntheilen, komme ich aber in Ruhe, wie ich zuGott hoffe, will alles auf das genaueste zusammen suchen und übersenden. Anden Herrn Pastor Francke habe ausführlich geschrieben, Dero Verlangen möglichstzu stillen, theils ans den Kirchenbüchern, thcils mit Abschrift (durch den armenRektor Kämpf) derer noch seienden Epitaphien und gemalten Stammbäumen anunfern Kirchen-Ständen. Viele Familiensachen hat mein Bruder der Obristlcntenant,wie meine noch lebende Schwester sagt, nach Leinungen gesendet, woselbstsie auch noch sein würden. Der hochfürstl. Thurm und Taxischc Gehcimde Rathund Regiernngs-Präsidcnt Frcih. von Eberstein, unser Vetter, welcheran meinen Sohn, in Königsberg stehend, geschrieben, wie er unsere ganze Familieins Licht zu setzen willens, erbittet sich alle habende Nachrichten und Urkundenans, wohin auch bereits manches gesendet worden. Nach meinem Erachten sollteman alles Gesammlctc an Ihn senden, Er will alles bezahlen, hält sich inRegensbnrg auf. Den Stammbaum von mir und meinen Brüdern will,wenn wieder nach GeHofen komme, kommnniciren. Beehren Ew. Hochwohl-geboren mich ja baldigst mit einer geneigten Antwort, bleiben nebst Dero FrauGemahlin mir, meinem Weibel und denen Meinen ferner freundschaftlichzugethan, dabei versichert, daß mit wahrer Hochachtung beharre Ew. Hochwohlgcb.ganz gehorsamer Diener
Otto von Eberstcin.
Kirchheilingen bei Langensalza,den 1. U-rrt. 1790.
Schreiben Otto Christoph'? u. Eberstcin an ünrt Theodor Frhrn. u. Eberstcin.
Hochwohlgeborner Freiherr, hochgeehrtester Herr Geheimde Rath und Re-gierungs-Präsident, mein insonderS hochgeehrtester' Herr Vetter! Mit dem innigstenVergnügen habe Nachricht von Ew. Hochwohlgeboren durch meinen Sohn,welcher in Königsberg bei dem gräfl. Anhaltschen Corps stehet, erhalten undwürde Dero Verlangen, durch ihn gemeldet, gerne eher willfahret haben, wennnicht die vielen Drangsalen mich behindert hätten, da ich nach langen Jahrenendlich in nsere Familie zurückkomme, aber in den größten Wirrwarr, daßmannigmal nicht weiß, wo mir der Kopf stehet. Denn alles fällt auf michUnschuldigen, indem 1737 ans des Vaters Haus gegangen und erst gaasi alsein Kind mos. Mai 1781 wieder in dasselbe gekommen und durch den zuschnellen Tod unseres Bruders, des Obristli'eutcnants, so bald hernacherfolgt (Ob'erstl. Karl Friedr. v. E. ff 9. März 1785 am Schlagfluß), vonden ganzen Familienangelegenheiten keinen Unterricht erhalten konnte, welchetraurige Lage die bcikommenden Schriften genüglich an Tag legen und wienöthig es sei, zu helfen, daß unsere Linie nicht ganz falle.' Ich habe keineAbsicht, als die Ehre der Verstorbenen zu retten, durch welche bei den hartenKriegen und uns betroffenen Unglücksfällen wir in häufige Prozesse verwickeltsein, so ich gerne durch Vergleiche auf einmal abthun möchte und durch guteEinrichtung denen Nachkommen noch etwas erhalten und allenthalben Friedenund Ruhe zu stiften. Liebw.erthester Herr Vetter! ich habe, um die schwerenKosten und Zeit zu ersparen, das Hanptschreiben gleich an Sie beide gestellt