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und zuerst cm Ihnen (Sic) gesendet, thcils weil verlcmgte Familiennachrichtcnes erforderten, theils weil die Konsensurknnde denn, von Ew. Hochwohlgeb.und dem Herrn Dom Propst unterschrieben und rccognoscirt, schneller eingehenkann, weil wir zu weit zerstreut von einander leben. Eine gleichlautende mitdem Originalreverse lasse hiesiger Lande und nach Magdeburg zur Unterschrift»nd Recognition laufen. Hoffe zu Gott, daß Er Seinen Segen dann zu einembilligen Accord geben wird. Wunderbar sind die Wege Gottes mit unsererFamilie, wenn man alles genau überstehet und wie zerstreut wir in der Weltleben, wobei das unterlassene Schreiben uns entfremdet und in mancherleiSchaden gebracht, doch hat Gott noch immer Sein gnädiges Aufsehen auf undunter uns. Wäre es doch doch auch Sein gnädiges Wollen, daß Wir einanderpersönlich kennen lernten. Welche Freude, welch Vergnügen würde es nicht sein,wenn Wir einander die besondern Wege unseres guten Gottes an uns erzählenkönnten, welches Lob würde nicht dem Allmächtigen gebracht werden des er-munternden Ausspruches: Ich will Dich nicht verlassen noch versäumen!
Ew. Hochwohlgeboren haben Sich also vorgenommen, unsere Familicn-gcschi.chtc gründlich zu beschreiben und ins Licht zu setzen. Unser Vetter, derHerr Hofrath Ebcrstein genannt von Büring in Dresden hat auch diele^Geschäft im Sinn; ich glaube aber, daß Dieselben weit mehr thun können, alsirgend einer, weil unserer Familie ehemalige Besitzungen vorzüglich im Reichegewesen ec. Mein Bruder Ernst Albrecht, so Kammerjunker am DresdenerHof gewesen, dermalen noch am Bodcnsce lebt, hat unser Wappen an Gebäudenin Rom gefunden :c. Dem Herrn Hofrath habe geschrieben, alle habendeNachrichten Ew. Hochwohlgeboren zuzusenden, damit es eine Ausarbeitungwürde, znmalen Ihnen in Rücksicht des Altcrthnms mehr möglich beizubringen,indem Sie denen alten Besitzungen ani nächsten und durch Dero Bekanntschaftgenauere Nachrichten erhalten könnten. Was ich auffinden werde und sammelnkann, will, sobald Ruhe bekomme, einsenden. Nach Leinnngen hat unserBruder der Obristlicutenant vieles gesendet, welches dortige Herrn Vettern wohlwerden besorgt haben. Wo die große vorrssxonäsn?. unseres Ältcrvaters, desFeldmarschalls, hingekommen, welche zum Andenken seiner wichtigen Geschäftein unserm Hanse sonst aufgehoben worden, kann noch nicht erfahren, in derInventur fand sich dieses nicht.
Die jetzige Depesche frankire jetzo nur bis Erfurt, bitte aber Ew. Hoch-wohlgeb. inständigst, das seiende Porto nebst dem,Betrag an den Herrn Dom-propst zu verlegen und mir zu melden, sondern auch den Herrn Dompropst umbaldigste Expedition zu bitten, damit einmal zur Ruhe komme, ehe meine Tagezu Ende laufen. Alle dieserhalb verursachten Kosten will nach Dero erwartenderAnzeige, wieviel und wohin, sogleich mit der größten Dankbarkeit berichtigen,nur bitte noch, ans an mich gehende Sachen nur zu schreiben: „An den Haupt-mann Otto v. Eberstein zu Gchofcn in der Grafschaft Mansfeld." Unterdem herzlichen Wunsch steten und vollkommenen Wohlergehens empfehle dieMeinen und mich ganz ergebenst und habe die Ehre mit wahrer Hochachtungzu beharren Ew. Hochwohlgeboren ganz gehorsamer Diener und Freund
Otto Christoph von Eberstein.
GeHofen, den 31. Mai 1790.
Schreiben des vompropsts Frhrn. u. Edelstein au Karl Theodor <srhr». u. Eber-
^ ^ Istsin es 3. j nilist 1790.
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