— 103 —
kontestiren, Be- und Gegenbeweis, Bc- und Gegenbescheinignng zu führen,Dokumente zu prodncircn, zu rccognoscircn, Juramcnta zu äs- und isksrirsn,zu acceptircn, rsmsäi» suspensive, und Zsvolnkivu zu interponircn, solche zuproseqniren, zu justificiren, auch fallen zu lassen, tsskss zu producircn, auchfallen zu lassen, Gewissens-Vertretung zu führen, zu komprommittircu, zu transi-gireu, Uli sl veuses zu renunciren, Gelder und Geldeswcrth in Empfang zunehmen und zu guittiren, auch statt und im Namen meiner bei dem hohenLehnhofc wegen voriger und künstiger Lehnsfälle meine Obliegenheit zu beo-bachten und zu befolgen, auch die Lehnspflicht und Eid der Treue anzugelobenund in meine Seele zu leisten, überhaupt alles das, so meiner Angelegenheitenhalber die Nothdurft und eine Specialvollmacht erfordert und ich selbst ver-richten sollte, könnte und möchte, statt und in meinem Namen zu vorrichten, soich alles vor genehm, denselben aber schadlos halte. Und zu dessen Urkundhabe ich diese Vollmacht wohlbedacht von mir gestellet, eigenhändig unterschriebenund mit dem beigedruckten angebornen Familien-Jnsicgcl bekräftiget. So geschehenStadt Markdorf am ll, bluvsmbms 1785.
(U. 8.) Ernst Albrecht von Eberstein.
(U. 8.) In tiäsin llnsns Stadtschreiberei Markdorf.
Ich Endcsunterschriebener ertheile hiermit meinem vielgeliebten Bruder, dem HerrnHauptmann Otto Christoph von Eberstein auf GeHofen zc. zc. (weiter wie oben).So geschehen Haag, den 29. Nov. 1785.
(U. 8.) Franz Heinrich Frh. v. Eberstein.
Ich unterschriebener diotarius Hibbens attestire hiermit und in Kraft dieses nachLandesgcbrauch, daß der hochwohlgeborne Herr Herr Franz Heinrich Freiherr vonEbcrstein obenstehende Vollmacht in meiner Gegenwart eigenhändig ge- und unter-schrieben und besiegelt hat. So geschehen Haag, den 29. Nov. 1785.
(U. 8.) U. ?. cln Lais Not. ?nbl. 17 ß 85.
Ich Endesnnterschricbencr Ernst Ludwig Baron von Ebenstem ertheile hiermitmeinem vielgeliebten Bruder, dem Herrn Hauptmann Otto Christoph Baron vonEberstein enm tbonltats sto. (weiter wie oben). So geschehen Ussuvarclsu, den18. Nov. 1785.
(U. 8.) lZrnsst Uonis L. cl'lZbsrstsin.
Lurgemssstsron, 8ebsponsn soll Raeäeu clor 8tacl Ussnvmrclon osrbtisoron byclsüsn, clar perssonl)-!! voor ons op den UaÄclbuiMrs vorsbssnen clor IlooglVslgsbsrsnIloor ikrnsst Uonis karon von lZbsrstsin rvosnonäs binnen äöWS 8tacl, da, vvsllcscls vsrsn 8tanäs Treis in simsr tegonvoorcliglesit sigonbancliA bsskt vsrtoneleont sngo^öögelcl. 1'oir lsnäs sucler snssn 8tacl sisegsl all (lausas enclo stanä van sn^erprassiclirenclo UurAgmosstor on ssoretaris. ^otnm clon 18. klovsinbor 1785.
(U. 8.) IV. Oominieis. Eranclor Usy I^otar.
Schreiben Otto Christophs n. Cbcrstei» an den Ijosrnth Wilhelm Frhrn. u. Eberstein.
Hochwohlgeborner Herr, hochgeehrtester Herr Hofrath und Herr Vetter!Ew. Hochwohlgeb. geehrtcste Zuschrift Vvm 1. Febr. ist mir den 28. dito richtigworden, wofür nicht allein den verbindlichsten Dank abstatte, sondern werdeauch Dero wohlmeinenden Rath, das bedürfende Kapital bei einem Privatmannezu suchen befolgen, sobald der Konsens von denen Herrn Vettern unterschriebenerhalte, wovon Ew. Hochwohlgeboren Unterschrift nach Dero gcehrtesten mir imVoraus versichern kann, da wir noch vier Brüder leben, vier Söhnehaben und einer von denen meinen auch schon einen Sohn hat. Unsere Lehn-sache ist ganz in Ordnung bis auf die Spesen-Bezahlung, und das Oberanf-seheramt, als ferner Lehnhof angekündiget versichert, sobald derer Herren VetternKonsens zur Aufnahme des gesuchten Kapitals erhalten, wollten Sic alle Kredi-toren vorladen, einen billigen Aecord schließen lassen und uns in Ruhe setzen,weil dieses der einzige Weg zur Ausweichung einer formellen Sequestration undAufrechthaltung der Familie sei, welches zu bewirken gewiß Dero Wohlmcincnkräftigst unterstützen wird, und wir uns „zu allen Gegengefälligkeiten verpflichtethalten. Ich bitte mir also das vorhin Übersendete zu dem bewußten Gebrauch