Druckschrift 
Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
92
Einzelbild herunterladen
 

denen hiesigen Armen, nnd sollen 4) zn meiner armen Seelen Trost für 100 fl.rhein. heilige Messen gelesen werden.

lind obschon von einem oder dem anderen meiner Kindercn mir allschonmehrmalen viele Verdruß zc. verursachet worden, so will ich jedoch solches dencnsclbenvon Grund des Herzens verziehen zc. haben. Dahero ist 5) mein zc. ausdrücklicherWill, daß von meinen? in S933 Gulden rhein. annoch an baarem Geld bestehendenVermögen jedem meiner 6 Kinderen, benanntlich

Adolf Franz Freiherr von Dalberg, Dom-Kapitular zu Bamberg,Gottlob Amand Freiherr von Dalberg, Speyrischer Geheimer Rath,Franz Karl Freiherr von Dalberg, hochfürstl. fnldaischer Kammcr-jnnker, und

Maria Sophia Freifrau von Eber st ein geborne von Dalberg,Maria Anna Freifrau von Rodenhausen, geborne von Dalberg,Maria Theresia Freifrau von Köth geborne von Dalberg1103 Gulden rhein. 40 Kreuzer als ihre Legitima, mithin diesen ineinen 0Kindern in allein 6622 Gulden rhein. gereichet werden sollen. Und vermache ich6) die übrigen 3311 fl. rhein. meinem zc. Ehegemahl Franz Freiherrn vonMünster, hochfürstl. Würzburg. Geheimen Rath nnd VWsäow dahier, in An-betracht des von demselben mir jederzeit erzeigten so wohlmeinenden Gemüths.Desgleichen

7) vermache ich die sämtlichen Juwelen und Perlein (welche mit meinemPetschaft versiegelt werden vorgefunden werden) meinen in Z pbo Sto angezogenen6 Kinderen dergestalten zwar, daß ged. Juwelen und Perlein von einem Kunst-erfahrenen taxiret werden, alsdann nach beschehenem Tax meine schon benannten3 Herrn Söhne sich jedoch nicht mehrers als ihres 1sAitimg.s davon zu erfreuenund haben sollen, meine in nämlichen Z pbo 51o benannten 3 Frauen Töchteraber sollen nach empfangenem ihrem UsgUima das übrige mit einander in gleicheTheil theilen. Und zc. 8) will ich, daß meine schon benannten 6 Kinder diebei einem hochwürdigen Damkapitul dahier annoch ausstehend habenden 2000Reichsthlr. ebenfalls mit einander in gleiche Theil unter sich theilen sollen zc. Anbei9) will ich, daß mein zc. Ehegemahl mein sämtliches Silbergeräth alszc. zc. zeitlebens zn seinem Genuß und Gebrauch haben, nach dessen Absterbenaber ged. sämtliches Silbergeschirr meine mehrbenannten 6 Kinder mit einanderfriedlich theilen sollen, und zwar mit der Anmerkung, daß mir nicht mehreres,als das hiervor stehende Jnventarium zeiget, an Silberwerk eigenthümlich zustehe.Dahero will ich 10) daß diesertwegen meinem Herrn Ehegemahl nicht dermindeste Verdruß gemacht werde ?c., ansonsten der sich darüber aufhaltende Theilseines Antheils excludirt sein und meinem zc. Ehegemahl zufallen solle. Wieauch 11) solle mein zc. Ehegemahl meinen silbernen Kreuz-Particul, dann silbernesMuttergottesbild, silbernes Kreuz und silbervergoldten Kelch ebenfalls Zeit seinesLebens samt dem Meßgewand haben und in Händen behalten nach Ablebenalsdann ged. Kreuz-Particnl und Muttergottesbild sowohl als Kreuz und Kelchsamt Meßgewand in die Kirchen nacher Klein-Eibstadt geschaffet und geliefertwerden. Und 12) will ich, daß mein grauer reicher atlasene Rock in die hiesigeMarien-Kapellen zu einem Chormantel verwendet und 13) mein anderes sand-farbes silberreiches Kleid nacher Rosenberg im Odenwald statt der dahingedachten Glocken geliefert werden solle. Dann 14) legire ich meinen in Z x>boblo allschon benannten Frauen Töchtern meine übrigen Kleidere, dann Spitzenund Weißzeug bis auf den blauen taffeten llwckwsi, (?) irmlusivs; die übrigengeringen Kleidere und Spitzen aber sollen 15) meiner Kammerjnngfer KatharinaEichingerin gereichet nnd zu Händen gestellet werden. Nebst diesen auch 16)legire ich ged. meiner Kammerjungfer Katharina Eichingerin 50 fl. rhein. zneinem Andenken zc. Und da

17) die Erbeinsetzung eines jeden Testaments Haupt- und Grundursach ist,als ernenne und setze ich ein zu meinem Haupt- und Universalerben allermeiner noch übrigen Verlassenschaft zc. meinen Ehegemahl Franz Freiherr von