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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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maligem Gebrauche in der Kleidung eines Evangeliers er-schien, leistete Markgraf Friedrich den Ehrendienst in der Klei-dung als Epistcler oder Lexncr. Denn was den Fürsten undgekrönten Häuptern heute die militärische Tracht ist, dasselbeungefähr war in jenen Zeiten die geistliche. In dieser Klei-dung sah man z. B. den König und den Markgrafen imJahre 1417 zu Constanz an der FrohnleichnamsprocessionTheil nehmen, den König mit goldener Krone aus demHaupte, doch mit einer Chorkappc, wie ein Evangelier an-gethan, und den Markgrafen Friedrich, welcher ihm den„Gilgen" vortrug, mit einem hohen Kurhute auf demHaupte, in der rothen Chorkappe eines Epistclers. So er-schienen die beiden Fürsten auch, da der ncucrwählte Papstden 21. November 1417 durch die Straßen von Constanzseinen Umzug hielt; wobei die Zügel des Pferdes, woraufder Papst ritt, bedeutungsvoll von dem Römischen Königeauf der einen und von dem Markgrafen Friedrich auf derandern Seite geführt wurden. Und in der nämlichen Weisegaben Siegmund nnd Friedrich dem heiligen Vater dasGeleit, da dieser am 16. Mai 1418 von Constanz hinwegzog, beide hohe Herren zu Fuße und gefolgt von dem Her-zoge Ludwig von Bayern und einem gefürstetcn Grafen,welche die Zipfel der rothen Decke trugen, mit der dasPferd des Papstes behängen war.

Unter den weltlichen Reichsgcschäften, welche der Kö-nig zu Constanz vornahm, fesseln wieder die Lehnserncucrun-gen besonders unsern Blick. Denn wiewohl der KönigSiegmund schon im siebenten Jahre herrschte; so hattendoch viele unmittelbare Reichsstände die Lchnsinvestitur noch