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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
Entstehung
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geben auf der einen Seite von dem Patriarchen von Con-stantinopel und dem ältesten Cardinal, auf der andern Seitevon dem Pfalzgrafen Ludwig und von dem MarkgrafenFriedrich, also von den ersten geistlichen und weltlichenFürsten, wurde der König, unter dem Geläute aller Glocken,feierlich in den Münster eingeführt, vor dessen Pforten einstilles Gebet, das Siegmnnd knieend verrichtete, und indessen Innern dann ein solenner Gottesdienst den Dank fürseine glückliche Rückkehr aussprach.

Bis zum Ende des Concils verweilte Markgraf Frie-drich nun zu Constanz bei dem Könige, den er in der Ver-waltung der Rcichsgeschäftc, wie früher, mit Rath und Thattreu unterstützte. Gewiß blieb Friedrichs Ansicht auch aufdie iu diesem letzten Zeitraume des Concils verhandelteneigentliche» Kirchenangelegenhcitcu nicht ohne Einfluß. Vor-züglich aber bctheiligte er sich daran durch Uebernahmemanches ehrenvollen Dienstes weltlicher Macht, welchen erden geistlichen Auctoritäten leistete. So war er Befehls-haber der Wache des Conclave's, das am 8. November1417 die Wahl des Papstes Martin V. vollbrachte, undder neue Papst wählte ihn zum Ueberbriuger der goldenenRose, welche von ihm am 6. März 1418 dem Könige zumGeschenk gemacht wurde.

Als König Siegmnnd am 10. September 141? denCardinäleu untersagte, sich zu abgesonderten Berathungenzu versammeln, und diese darin einen Eingriff in die ihnenzuständige Freiheit erblickten; so wandten sie sich au denMarkgrafen Friedrich mit der Bitte, ihnen bei dem Königedie Zusichcrung der Freiheit unbehinderter Abreise von Con-