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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
Entstehung
Seite
302
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nur der eben erst eingegangenen Verpflichtungen, als auchaller dem Markgrafen als verbündetem Nachbarfürsten ge-bürenden Achtung, nahm Herzog Johann von Mccklenburg-Stargard schon im November 1415 den eben erst aufSiegmnndS Erkenntniß gestellten Anspruch gegen Prenzlanwieder auf. „Ihr habt einst auf dem Karrenberge", schriebder Herzog in seinem und in Ulrichs, seines Bruders, Na-men den Prenzlauern, „uns gelobt und geschworen, bis da-hin unser Pfand zu sein, daß Ihr unS 60,000 Schock ge-zahlt hättet; deswegen wir Euch alle Katharinentagc ver-geblich mahnen. Anstatt Euren Eid zu halten, habt IhrEuch von uns zu den Stcttinschen Herren gesetzt, und nunfortan mit Schanden auch diese wieder verlasse» und, daIhr mit Eurem Schandstabe springt, wohin Ihr wollt,dem Burggrafen als Erbhcrrn gehuldigt und geschwo-ren. Da Ihr nun also einen Erbhcrrn habt, so ist esum so mehr an der Zeit, daß Ihr von unserem AnsprücheEuch befreiet und nicht Kinder und Erben länger in EurerSchande sitzen lasset. Daß wir Euch bis jetzt nicht befeh-deten, daß habt Ihr unserer Rücksicht ans die StettinschenHerren zu danken. Nun brauchen wir das um ihren Wil-len nicht länger zu unterlassen. Daher zieht Euch mitEhren ans Eurer Schuld. Geschieht das nicht; so müssenwir den Beistand unserer Freunde, anderer Herren undbiederer Leute zu Hülfe nehmen, um Euch zu Dem anzu-halten, was Ihr uns gelobt, gehuldigt und geschworenhabt."

Das Schreiben gewährt einen Blick in die wahreStimmung der Mecklenburger gegen den Markgrafen, den