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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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König Sicgmnnd, der schon aus dem ItalienischenZuge die Sorgen der Ncichsrcgicrung schwer zu empfindenGelegenheit gehabt hatte und sich dafür nicht durch die ge-ringste Anerkennung der Reichsfürsten belohnt sah; nahmsich dies so zu Herzen, daß er beschloß, nicht nur von sei-ner Krönung ganz abzustehen, sondern auch überhaupt dasundankbare Deutschland sich selbst zu überlassen und in seinKönigreich Ungarn zurück zu ziehen. Dieser bedenklicheEntschluß war dein Könige in solchem Maße Ernst, daßalle Anstalten zur Ausführung getroffen wurden. Nur umans dem Rückzüge noch für Franken einen Landfrieden zubegründen, ward zum 23. September ein Versammlnngstagder Fränkischen Reichsstände nach Nürnberg ausgeschrieben,zu welchem der König auch hier eintraf.

In Nürnberg gelang eS jedoch dem Burggrafen Frie-drich, seinen königlichen Freund in dem übereilt gefaßtenEntschlüsse wankend zu machen. Friedrich schützte Deutsch-land hierdurch vor einer grenzenlosen Verwirrung und fügtealso seinem frühern Verdienste um Siegmunds Erhebung,den Ruhm hinzu, den König vor leichtfertiger Wicdcranf-gabe der mühsam errungenen Würde bewahrt zu haben.Daß man wenigstens damals, am Hofe des Königs Sieg-mnnd, der Einwirkung des Burggrafen auf den im Unmuthgefaßten Beschluß des Königs diese Wichtigkeit bcimaß, zeigtdie Aeußerung des Biographen des Königs, Eberhard Win-dcck, daß es eben dieser Rath gewesen, welchen der Königdem Burggrafen dadurch dankbar gelohnt habe, „daß er ihmdie Mark Brandenburg gab."

Siegmunds Verweilen in Nürnberg, während dessen