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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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Zu Ofen, wo damals auch Burggraf Friedrich sichbefand, traf die Deputation den König, der sie herablassendempfing und besonders das vornehmste Glied derselben,Herrn Caspar Gans, durch Gunstcrweisungen auszeichnete.Auch behielt der König die Abgeordneten so lange bei sichin Ungarn, daß dieselben erst am Ende des Juli in dieMark zurück kamen. Denn der König wünschte sich mitihnen über die Lage des Landes, deren trauriges Bild ersich schildern ließ und über die Mittel zur Besserung diesesZustandes gründlich zu berathschlagen'.

Diesen Berathungen konnte der König jedoch nur dieUeberzeugung entnehmen, daß die Beibehaltung der MarkBrandenburg iu seinem unmittelbaren Besitz mit dem Wohledes Landes unvereinbar sei. Seit beinahe hundert Jahrenwar die Mark Brandenburg, mit geringer Unterbrechungdieser Unglücksperiode durch bessere Zeiten, fast beständigdurch Kriege mit den Nachbaren verheert, durch Fehdenunter den Einwvhnern verwüstet und dabei durch Fürstenohne Liebe zum Lande ausgesogcn. Das Ansehen der Lan-desherrschaft war dabei tief gesunken.

Die starken landesherrlichen Burgen, womit die kräf-tigen Anhaltiner das Land umgürtet hatten, fast sämmtlich,und selbst mehrere stark befestigte Städte, waren an Adels-familien verpfändet. In den Händen derselben hatten sichdiese Festen, aus Schutzanstalten für die Landcssicherheitund für eine geordnete Regimentsführung, in Asyle für

1) Uaeli 6.ei' UaAlleliui'A'. Keli0pp6iie1li'0iiilc, V/nst6i'ivit2 11116HaMiti: im (^06. Haupttli. IV. Vgl. II1I1. «las. I, L6.

III, 413 uii6 Haiipttli. II, Kä. III, 178.