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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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ger oder erdichteter oder doch im hohen Grade verdächtigerThatsachen beginnt schon mit Friedrichs Gcbnrt (S. 532),und läßt sich das ganze Werk hindurch, namentlich S. 119,121, 133, 138, 151, 164, 209, 212, 221, 286, 294und also weiter verfolgen. Gleichwohl beglaubigt Gundling,mit seltenen Ausnahmen, auch solche Angaben und Behaup-tungen stets durch Hinweisungen, wie xublisa., ^sta.^roüivi, lütsras aiLÜivi, Dooumsntum arcüivi" unddergleichen, wie er in seinem Werke in solcher Weise dieQuellen-Citate überhaupt nur allgemein und unbestimmtanzugeben Pflegt. Im Einzelnen ist die Angabe der Quellenauch spezieller, und dann noch täuschender, darum aber nichttrauwürdiger, wie Gundling z. B. die doch offenbar nachB. I. S. 367 unbegründete Angabe, daß die Geburt desMarkgrafen Friedrichs I. am 21. September 1372 erfolgtsei, durch die Hinweisnng unterstützt: „Oooumsrckum cki-sxsr>sg.tioms 1'iuAsnii IV. äs clnto Rom den 13. Februar1432."

In Gundlings Darstellung liegt daher Wahres undUnwahres neben einander. Dazu kommt seine blühendePhantasie, die auch halb Wahres durch willkürliche Zuthatzu ergänzen verstand und überall bemüht war, dem Leserein vollständiges, lebendiges, wenn auch erdichtetes Bild vonden Personen und Verhältnissen vor Augen zu führen, selbstwo das vorliegende historische Material dazu nicht ausreichte.

Neuere Bearbeiter haben zum Theil, in der Benutzungdes Werkes, mit kritischem Scharfsinn das Wahre von demUnwahren auszusondern versucht, um nur jenes sich zuzu-eignen. Meinerseits traue ich mir jedoch die Fähigkeit, inGundlings täuschenden Erzählungen das historisch Begrün-dete vom Erdichteten sicher zu unterscheiden, nicht zu.

Daher habe ich vorgezogen, die Gundlingsche Dar-stellung lieber ganz unberücksichtigt, als mich durch dieselbe