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1,1 (1925) Mittelalter
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Litträluf und Kunst tfei Milte [alters

Und zum Auge: 'Gieße Tfähensirörrie nieder!'

Ach, die schöne Zeit kehrt nie zurück, die wir verbrächt

In des Frühlings Wonne und manch schöner Sommernacht.

Mief haben Wir allerdings nöCR dien nationaläräblschönKörh echter Bedüinenpoosle: den Verlassenen eihs-tigeliWohnplatäder Geliebten ih der Wüste. Wir haben die erotische Elegie,di6 den Vorisläniischeh Dichtern bereits geläufig War und diedöth meiner AilsiCht nach hur 6ine Metamorphose' def ero^tischen Elegie der hellenistischen Hdflyrik gewesensei« känrt. Wir haben aber welter gewisse konstituierende Ele^mente des späteren ändälusischeh Minhe&ähgsl den Charakterd6f Gesellsehaftsböesie^ der sich aus der wiederholten Aiired'ean dieGenossen" 1 ) ergibt; däö Bild, daß dig Liebe feifte Kränkeheit sei; die Personifikation von Herz üiid Auge, die ange-sprochen werden (ganz wie so oft ihi romähisch^deütscheriMinnesang); den EntschlußLiebe wieder", eine höeh sihhliteh-naive Gestalt des späteren Grundsatzes der geistigeren, ända-lttsiseften, romanischen^ deutscher! Minnesänger, daß die Minhes allerdings htihmehr oft, aber keineswegs iihinef, die Minne"zu einer einzigen Geliebten eine dauernde LebehshötWendig-keit ist; das Motiv dter Liebesträiien; das Motiv der Verknüpfungvdä Frühling und Liebe. &öch fehlt hier ällerdirigs das MotiV,daß die Geliebte die Herrin ist. Aber wir stehen mit diesemLi'ede ja auch erst an der Schwelle der arabischen Hofööesie nachpersischem Vorbild. Über die Liebeslieder des oben (S. 2*94)erwähnten frühafäbisclieh Dichters Omar Ibn Abi RäbJa(640c. 718) wird berichtet, daß sie von deh hervorragendstenMusikern komponiert wurden (Hammer-Pürgstall, Literatur-gesch. d. Arab. I, 2, S. 384. 385. 397). Zu seiner Zeit nahm de¥lyrische Gesang durch Berührung mit griechischer und per-sischer Kunst einen höhen Aufschwung (Bro'ckelmann, Gesch.d. arab. Lit. 1901, S. 63). Den Dichter und Komponisten Jünusal Kätib persischer Abkunft, der die Musik von dem obengenannten Gärid erlernt hatte, berief der als Weinlieddichterund durch seine Ausschweifungen bekannte Chalif Walid IL

x ) Sie findet in der Anrede Cömpaigno, die drei Lieder des GrafenGuilhem von Poitoü eröffnet, ihre genaue Entsprechung. Liebespoesievorgetragen im Kreise von Zechgenosseh, das ist eine Grundformhellenistischer höfischer Gesellschaftspoesie und desgleichen der ara-bischen Lyrik des ganzen Mittelalters.