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1,1 (1925) Mittelalter
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Literatur und Kunst des Mittelalters

IIII

Wirklichkeit des morgenländischen Einflusses zu behaupten oderden Grund desselben zu bestimmen". AlsProben" nennt er diemit den abendländischen Turnieren auffallend verwandtenWaffenübungen der spanischen Araber; die Abenteuerfahrtender irrenden Ritter; die poetischen Wettkämpfe; die Rittersagenund romantischen Erzählungen der P e r s e r, die auf die spanischenAraber eingewirkt haben und während der Kreuzfahrten denEuropäern bekannt wurden, mit ihren typischen Motiven (herr-lich gerüstete Helden; Zaubereien der Feen [= den Peris derPerser], Talismane; Riesen [= den Divs der Perser], Drachen,Greifen; bezauberte Schlösser und Paläste; Zwölfzahl erlesenerHelden; ritterliche Kämpfe mit Ungeheuern).

Er betont das Zusammenleben von Franken und Sarazenenim Orient während der Friedenspausen, wodurchasiatische undeuropäische Sitten und Gewohnheiten, Kenntnisse, Meinungen,Vorstellungsarten durcheinanderflossen". Er gedenkt der Ein-führung des orientalischen Luxus und orientalischer Technikdurch die Kreuzzüge (Kriegskunst; Staatswirtschaft; Kleider-pracht; Seidenweberei und Seidenindustrie; Handel mit Purpur,Pelzen, Teppichen; neue Ämter und ihre Namen, wie Admiral;Schachspiel; Erzpanzerung der Streitrosse; Münzen; Instru-mente; Namen der Schwerter und Rosse; Vorstellung vomirdischen Paradies; Sitte, die Schlachten durch Zweikämpfe zuunterbrechen und zu entscheiden). Ermeint:Ein Teil der Wun-der in den Ritterbüchern (wir würden sagen: Romanen) gehtoffenbar von den Regriffen aus, welche den Kreuzfahrern aufihren Zügen nach dem Orient bekannt geworden sind".

Joseph Görres hat in der absatzlos taumelnden Einleitungseiner seltsam zusammengerührten Sammlung 'AltteutscheVolks- und Meisterlieder', die neben Walthers Lindenlied, Reichs-sprüchen, Kreuzliedern, Gedichte von Muskatblut und Regen-bogen umfaßt, dem volksmäßigen Restandteil des Minne-sangs nachgespürt, zuerstdas durch und durch Volksmäßige"bei dem Kürenberger und Dietmar von Eist betont (S. XXIIIf.),freilich auch die Wächterlieder ohne Vorbehalt für volksmäßigerklärt. Ihm soll auch (S. XLIff.) eine Vergleichung von Motivendes deutschen Minnesangs mit verwandten aus der proven-zalischen Troubadourpoesie dazu dienen,die innere Gleich-artigkeit beyder Poesien einzusehen, aber auch das fremde Rlut,das unter anderer Sonne und auf anderer Erde sich daraus