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1,1 (1925) Mittelalter
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Der Ursprung der Grallegende

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so wird man sie in den sakramentalen Mahlzeiten der philo-nischen Therapeuten (ihr heiliger Tisch mit der allerheiligstenSpeise!) und besonders der antiken Mysterien finden, überdie uns jetzt A. Dieterich, Eine Mithrasliturgie, Leipzig 1903(vgl. DLZ. 1903 Sp. 2729ff.) so vortrefflich belehrt. Abermit der geschichtlichen, religionsgeschichtlichen (nicht reli-gionsspekulierenden!) Frage nach dem Ursprung der Gral-sage hat das nichts zu tun. Wenigstens nicht in dem SinneStaerks. Was jenseits der durch die Paulinischen Briefe, denBericht der Evangelien und die älteste christliche Liturgie fürdas eucharistische sakramentale Mahl uns überlieferten Ge-dankenwelt liegt, hat eine wahrhaft religionsgeschichtlicheErforschung der Gralsage beiseite zu lassen.

Dagegen wird allerdings für die christliche Abendmahls-liturgie der ersten Jahrhunderte und ihre paganische, heidnisch-antike, synkretistische Ausgestaltung aus der von Dieterichdurchschürften Region der Mysterienkulte, in die ich auchdie Pannychis der Therapeuten des Philo mit ihrem an dieGralfeier erinnernden heiligen Mahl und Choraufzügen vonMännern und Frauen einbeziehe, aufklärendes Licht zu ge-winnen sein. Im großen Introitus der byzantinischen Messehaben wir einen echten alten Mysterienpantomimus mit kathar-tischen Gebeten und ihren Symbolen, den brennenden Lampenund Kerzen, mit feierlich auf Schulter und Haupt umher-getragenen Opfergaben. Man fühlt sich gemahnt an die Pro-zession der Panathenäen, an die antiken Kanephoren, wie siePolyklet und Skopas gebildet, wie sie das Parthenonreliefund die Karyatiden des Erechtheions vor Augen stellen. Abermehr noch: der mystische Sinn des Kerns der byzantinischenMesse ist die symbolisch-dramatische Darstellung von Tod,Grablegung, Auferstehung Christi, des göttlichen Paradigmasfür die Unsterblichkeits- und Paradieseshoffnungen der amMysterienakt teilnehmenden, eingeweihten Menschen. DieÄhnlichkeit mit dem bekannten mystischen Akt der Isisliturgiebei Apuleius geht bis zu wörtlichen Anklängen in den liturgischenFormeln. Man halte neben den Bericht des Lucius über seinenGang zur Proserpina die Worte des byzantinischen Celebrantenüber Christus:Im Grabe warst du mit dem Leibe, im Hadesmit der Seele, im Paradiese zusammen mit dem Vater und demheiligen Geiste" d. h. auch hier das Verlassen des Lebens,