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1,1 (1925) Mittelalter
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Literatur und Kunst des Mittelalters

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die Rolle des Schiffers. Sturm, Angst der Gefährten, danachBeschwichtigung der See. Andreas wird im Schlaf ans Landdurch einen Engel getragen und findet neben sich seine schlafen-den Gefährten. Gott macht Andreas unsichtbar, während ersich der feindlichen Burg nähert. Die sieben Wächter desGefängnisses sinken durch einen plötzlichen Tod dahin gerafft,das Tor springt von selbst auf, Matthäus und die übrigenGefangenen verlassen in einer Wolke verhüllt ihren Kerker.Andreas selbst bleibt, die von Gott bestimmte Prüfung zu er-warten. Als die Mermedonen den Kerker leer finden, befälltalle Hunger und Angst. Das Los wird geworfen, wer von ihnenzur Speise dienen soll. Es trifft einen Greis, der für sich seinenjungen Sohn als Ersatz bietet. Nun erhebt dieser laute Klagen,und Andreas, der alles von einer ehernen Säule beobachtet,wird von Mitleid ergriffen. Alle gegen den Knaben gerichtetenWaffen schmelzen wie Wachs. Man muß den Knaben los-lassen. Hunger wütet aufs neue. Da entdeckt der Teufel denMermedonen des Andreas Anwesenheit. Man ergreift ihn,"bindet ihn und schleift ihn in unerhörten Martern den ganzenTag durch Felsen und Klippen. Die Martern wiederholen sich,Andreas erst standhaft, beginnt zu klagen. Der Teufel unddes Teufels Vater höhnen ihn. Doch beide müssen fliehen.Am dritten Tag wachsen aus Blutstropfen des aufs neue Ge-marterten blühende Bäume, und sein Körper wird von Gottgesund und ganz gemacht. Da erblickt Andreas zwei ver-witterte Steinsäulen, der Riesen uraltes Werk: auf sie hattevor Zeiten der Herr seine zehn Gebote geschrieben. Jetztspalten sie sich auf Geheiß des Andreas und es ergießt sichaus ihnen eine furchtbare Wasserflut. Kinder ertrinken, Männersuchen auf die Berge zu fliehen, aber ein Engel mit feurigemSchwert hält sie zurück. Die Wogen wachsen, die Wälderrauschen,die Feuerfunken stieben. Allerorten schallt Jammer und Ver-zweiflung. Als die Flut schon den Männern bis zur Achselreicht, löst man die Bande des Apostels. Da heißt dieser Flutund Sturm sich stillen; die Berge öffnen sich und saugen dasWasser ein, aus dem Volk die vierzehn Schlimmsten ver-schlingend. Da ergreift alle Entsetzen. Aber Andreas tröstetsie: er läßt die ertrunkenen Kinder wieder auferstehn und allesVolk empfängt von ihm die Taufe. Nach Einsetzung einesBischofs rüstet Andreas sich zur Abfahrt; auf Geheiß Gottes,