und 1901 die Zeche Roland erworben. Im Juli 1904 ging die Firma an die HarpenerBergbau-Aktiengesellschaft zu Dortmund über, die dann im Januar 1905 die Central-Aktiengesellschaft für Tauerei und Schleppschiffahrt zu Ruhrort in sich aufnahm unddaraus unter der jetzigen Firma in Mülheim eine Niederlassung mit Zweignieder-lassungen in Duisburg-Ruhrort, Gustavsburg, Mannheim und Straßburg i. E. beließ.
Die Gesellschaft verfügt heute über einen Schiffspark von 74 Kähnen mit650000 t Raumgehalt, 17 Schlepp-Dampfern mit 15000 PS. und 8 Tauerbooten. Mitihren Dampfern beförderte sie im Geschäftsjahr 1906/7 bergwärts:
1. für eigene Rechnung in eigenen Kähnen in fremden Kähnen
457099 t 79662 t
2. für fremde Rechnung 185744 t __________ 229512 t
zus. 642843 t 309174 t = 952017 t
gegen 816379 t im Vorjahre. In der Brikettfabrik Gustavsburg wurden 62150 tBriketts hergestellt und versandt gegen 58033 t im Vorjahre. Die Schiffsbesatzungbeträgt 423, dazu 127 Arbeiter und 36 Beamte, wovon 8 in Mülheim, mithin Gesamt-personal 586.
Die „Central-Aktien-Gesellschaff für Tauerei und Schleppschiffahrt"war hervorgegangen aus der 1845 gegründeten Ruhrorter Dampfschleppschiffahrts-gesellschaft, der Mülheimer Dampfschleppschiffahrtsgesellschaft, sowieder Central-Aktien-Gesellschaft fürTauerei in Cöln. Die genannteMülheimer Gesellschaft wurde am11. April 1853 mit 600000 Tlr. ge-gründet; erster Vorsitzender warHermann Krabb, Direktor Dr. Toegel,das Hauptbureau in Mülheim, Ruhr-straße, neben Wigwam. 1871 wurdedie hiesige Gesellschaft mit der Ruhr-orter vereinigt, nachdem bereitsvorhereine „Konvention" bestanden hatte.
Winschermann &Cie. wurde1848 von Wilhelm Winschermann(f 24. Aug. 1881) gegründet und zunächst mit ganz bescheidenen Mitteln ein kleinerKohlenhandel betrieben. Die Kohlen wurden mit eigenen Ruhrnachen von den an derRuhr liegenden Zechen 1 ) abgeholt und am Mittel- und Niederrhein, sowie nach Hollandabgesetzt. Mit dem Eintritt des Sohnes Johann Winschermann (f 12. Oktober 1903)wurde der Kohlenhandel auf den Oberrhein ausgedehnt. Jetzige Inhaber sindFrau Wwe. Johann Winschermann und Carl Itzenplitz, letzterer zugleich Geschäfts-führer. Neben den bisherigen Holzschiffen wurde 1877 der erste eiserne Kahn„Helene Katharine" erbaut, der noch heute seine regelmäßigen Fahrten macht. Vonden weiter erbauten Kähnen erhielten die 5 letzten aus den Jahren 1895/96 eineTragfähigkeit von je 1600 t. Heute verfügt die Firma über 24 eiserne Schleppkähnemit zusammen ca. 24000 t Tragfähigkeit. Am 1. Januar 1906 erwarb die Firma7 Schleppdampfer und dehnte damit ihren Schleppbetrieb, der sich bis dahin nurmit einem 150 PS.-Dampfer fast ausschließlich auf den Main erstreckte, auch auf
J ) Einige Zechen hatten ihren Betrieb dicht an der Ruhr.
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