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Wirtschaftliche Verhältnisse.
Bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts.
fach allem, was aus der Geschichte Groß-Mülheims bekannt geworden,scheinen — abgesehen vom ursprünglichen Ackerbau, der Fischereiund Jagd — die Mühlen, der Bergbau, die Brauhäuser und die Zünftedie frühesten Geschichtsdenkmäler gewerblicher Tätigkeit zu liefern.Mühlen und Kohlen streiten um das Alter. Während der Mühlen-betrieb nach und nach mehrere Gewerbe umfaßte, die sich allemehr oder weniger in engeren Grenzen hielten, hat sich der Kohlenbergbau und diemit ihm in ursächlichem Zusammenhange stehende Schiffahrt schon früh zu einerGroßindustrie entwickelt, die Mülheim den Stempel eines Schiffer- und Kohlenplatzesaufgedrückt hat.
a) Mühlen und kleinere Gewerbe.
Von den Mühlen, nach denen Mülheim bekanntlich seinen Namen tragensoll, sind die beiden herrschaftlichen Korn- oder Fruchtmühlen an der Kahlen-berger und Broicher Schlacht vermutlich die ältesten; sie werden um 1414 erwähnt.Sie besaßen das Mühlenzwangsrechtfür Broich, d. h. alle Broicher Unter-tanen mußten in diesen beiden Korn-mühlen ihre Frucht mahlen lassen.Nach einer Berechnung stellte sichder Ertrag beider Mühlen in denJahrenl794-1802 auf durchschnittlich6450 Tlr. jährlich. Als aber, umdas gleich hier zu erwähnen, 1811das Mühlenzwangsrecht durch die Kahienberger Mühle.
Franzosen aufgehoben wurde, gingen dieEinnahmen infolge des Entstehens neuer Mühlenbeträchtlich zurück. Die Herrschaft soll damals an ihren beiden Mühlen einen jährlichenEinnahmeausfall von 3692 Tlrn. gehabt haben. Bei geringem Wasserstande hatte dieBroicher Kornmühle gegenüber der mit ihr baulich zusammenhängenden Papier- undWalkmühle das Vorrecht, „damit die Unterthanen nicht zu Schaden kämen". Von diesenbeiden Mühlen kommt die Papiermühle 1500 vor. Sie hatte das Privileg, daß ihr dieLumpen der ganzen Herrschaft verkauft werden mußten, wofür die Herrschaft eineAbgabe erhielt, z. B. in den Jahren 1796—1805 je 7 Berg. Tlr. Die Mühle wurde
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