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Denkschrift zur Hundertjahrfeier der Stadt Mülheim an der Ruhr 1908
Entstehung
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wovon 20000 Tlr. aus dem erwähnten Ruhrschiffahrtsfonds vorgeschossen wurden,während der Rest als Aktienkapital aufzubringen war. Hauptaktionäre warenMath. Stinnes (48 Aktien), Hugo Haniel (27), Ernst Nedelmann (21), Qoslich (18),Q. Mühlenbeck (15), Krabb (16). Das erste Direktorium setzte sich zusammen ausH. H. Brink, Herrn. Küabb, Wilh. Goslich, Caspar Troost und Bürgermeister Chr. Weustefür Mathias Stinnes. Das Statut wurde durch Kabinettsordre vom 17. April 1841genehmigt, und die Anlage nach dem Plane des Wasserbau-Inspektors Neuenbornausgeführt. Die Kohlenniederlage- und Schiffszimmerplätze wurden öffentlich vermietet.Das Hafengeld für die aus dem Hafen verschickten Kohlen betrug V 2 Pfg-pro Ztr.;für jedes überwinternde 1 ) Schiff war ein Schutzgeld von 4 Tlr. zu zahlen. Am20. November 1869 liquidierte der Verein. Die Grundstücke wurden zum größtenTeil 1871 an die Friedrich Wilhelmshütte und die Deutsch-Kontinentale Gas-GesellschaftDessau, die erste Gasanstalt in Mülheim, auf deren Terrain auch das Hafenamtstand, verkauft, der Rest im Jahre 1885/86 teils an die Anlieger, teils an die Stadt,und die Aktien mit 140 Mk. pro Stück zurückgezahlt. Die 1854 gegründete ZecheAlstaden hatte ihren eigenen Ruhrhafen mit Kohlenmagazin und Pferdeschleppbahn.Die Anlagen sind heute noch vorhanden, werden aber seit 20 Jahren nicht mehr benutzt.Von der frühesten Zeit an bis anfangs 1830 hatte man sich vielfach derSchiebewege bedient, sowohl von den Zechen zur Ruhr, wie auch zum Absatzauf den Landstraßen. Nach Duisburg und Essen führten solche Straßen, die alsSchiebewege benutzt wurden. Die Strecke Broich—Saarn—Werden war Handels-straße für den Verkehr mit Leipzig und Frankfurt. Es war ein wichtiges Ereignis,wenn die hiesigen Kaufleute dorthin fuhren, um auf den Messen ihren Bedarf zudecken resp. ihre Waren abzusetzen, wie z. B. die Lederhändler; das Eingekauftekam später in großen Lastwagen hier an. Die Hauptstraße für den Kohlentransportwar die von Essen nach hier zur Ruhr; für die Essener und die Grafschaft Mark wardas nahe Mülheim der Hauptstapelplatz. Die alte Straße nach hier war, wenigstensin ihrem Teile von Sälzer-Neuak bis Essen, mit 7—9" breiten Brettern auf kleinenSchwellen genagelt als Fahrbahn eingerichtet, zu deren Seiten man mannshoheSparren angebracht hatte, damit die Bahn nicht durch Fuhrwerke und Reiterbeschädigt wurde. Stellenweise und ähnlich haben auch hier solche Bahnenbestanden, z. B. bis in die 60er Jahre diejenigen von Schacht Buggenbeck der ZecheWiesche über den Dickswall zum Hafen. Der alte Weg nach Duisburg wurde 1833/34durch eine neue Kunststraße ersetzt. Im Jahre 1839 wurde auf Betreibenverschiedener Interessenten, voran Mathias Stinnes, die Mülheim -BorbeckerAktienstraße gebaut, wofür die Konzession am 6. Juli desselben Jahres erteiltworden war. An dem Unternehmen waren hauptsächlich Stinnes, Troost, Mühlenbeck,von Eicken, Pelzer sen., Hörnig, Deus & Moll, von Fürstenberg, „Sälzer-Neuak",„Schölerpad" und „Kronprinz von Preußen" beteiligt. Das Aktienkapital betrug30000 Tlr. Die Strecke wurde am 12. Oktober 1839 eröffnet und somit eine neueVerbindung mit Essen (Wesel—Oberhausen—Borbeck—Essen) geschaffen, auf dersich alsbald unzählige Kohlentransporte bewegten. Auf der neuen Strecke wurdeauch Wegegeld erhoben: 1840/41 ca. 1200 Tlr. pro Jahr, am Anfang dieses Jahrhundertsnur noch 700 Mk. Die Düsseldorfer Regierung hatte schon früher einen Verbindungs-weg von Mülheim nach der Weseler Chaussee bis Borbeck, von wo, an Sälzer-Neuak vorbei, die Verbindung nach Essen weiterführte, ins Auge gefaßt, genannte

0 Die meisten Schiffe blieben aber im Kanal liegen.

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