Stile auf Saarner Gebiet verlegt, während der Sitz in Broich geblieben ist. Die Firmaproduziert speziell Export- und Deutsch-Pilsener Bier und beschäftigt heute 62 Arbeitergegen 5 bei Gründung. Mit der Großbrauerei ist eine Eisfabrik verbunden. DasGeschäft wird von den Erben fortgesetzt.
Conrad Fuglsang Friedrichstraße, erbaut 1873 von Wilh. Schroer, jetzigemInhaber der Malzfabrik W. Schroer & Sohn, 1877 an Fuglsang verkauft, beschäftigt90 Arbeiter gegen 11 bei Gründung und produziert heute jährlich ca. 50000 hl. gegen5000 in 1878. Mit der Brauerei ist eine Eisfabrik verbunden.
Rheinische Kronenbrauerei vorm. Kolkmann & Kleinheisterkamp in Broich,gegründet 1887 von Robert Kolkmann und Wilh. Kleinheisterkamp, 1900 in die jetzigeneue Firma umgewandelt. Die Zahl der Arbeiter stieg seit Gründung bis heutevon 3 auf 25.
Mülheimer Aktienbrauerei, Aktiengesellschaft, entstanden aus der Rheinisch-Westfälischen Wirtebrauerei, die ihrerseits aus der Brauerei von Carl Scheulen hervor-gegangen war und 1900 in Konkurs geriet und von Fr. Meckel angekauft wurde.Sie wurde 1906 mit einem Aktienkapital von 500000 Mk. in die heutige Gesellschaftsformumgewandelt und produzierte 12000 hl in 1900, 38000 hl in 1906 und 43000 hl in 1907.Die Arbeiterzahl beträgt heute 70, gegen 18 in 1900. Die Brauerei wird z. Zt. umgebautund für eine Produktion bis zu 100000 hl helles und dunkles Exportbier vergrößert.
H. Mann, Bergbrauerei, Inhaber: Wilhelm & Carl Mann, Mellinghofen.
Math. Rating, Mellinghofen.
Fritz Cramer, Reformbierbrauerei in kleinerem Maßstabe.
In den vorgenannten 9 Brauereien wurden 1905/06 32023 Dz. Gerstenmalzschrot,22 Dz. Reismehl, 14 Dz. Bierkouleur und 53 Dz. Zucker verwendet und im Ganzen211818 hl Bier erzeugt. Die Brausteuer pro 1906 betrug 186348 Mk.
Neuerdings ist die Rheinische Zonenbrauerei G. m. b. H. in Betriebgekommen (Wirtebrauerei), welche die Nachfolgerin der früheren „Bürgerliches BrauhausAkt.-Ges." bezw. Feldschloßbrauerei ist. Sie ist gegründet am 15. Mai 1907 vonMitgliedern der rheinischen Zone des deutschen Gastwirteverbandes mit einemStammkapital von 500000 Mk. per 30. Juli 1907. Produktion: untergähriges Bier;Personal: 20.
Die zur Zeit in Mülheim bestehenden Malzfabriken beschäftigen zusammenca. 30—35 Arbeiter und bereiten das Malz aus Gerste fertig zu: Anton Mohr inSaarn, gegründet um 1875 von Gelsam & Tellberg, nach dem Brande 1904 wiederaufgebaut; Gebr. Kellermann in Saarn, gegründet 1882 von Gebr. Wimmar undWilhelm Kellermann, von den jetzigen Besitzern August und Wilhelm Kellermann 1888übernommen; W. Schroer & Sohn, Hingberg, gegründet 1890 von Wilhelm Schroer,jetzt auch Zweigfabriken in Werden, Oschersleben b. Magdeburg und Schönebeckan der Elbe; Ferd. Schindler in Saarn und Fritz Strothmann, Hingbergstraße,die beiden letzteren Lohnmälzereien. — 1810 gab es in Mülheim 19 Branntwein-brennereien mit 61 Ohm jährlicher Produktion im Werte von 1220 Rtlr. Es wurdeinländisches Korn im Werte von 910 Rtlr. p. a. verarbeitet. In der ersten Hälfte desvorigen Jahrhunderts begegnen uns die beiden Namen: Wtb. Hermann Nocken,Branntweinbrennerei und Wirtschaft, und Wtb. Margarete Rating, Branntweinbrennerei.Um dieselbe Zeit gab es auch viele Likörfabriken, wenigstens wurden sie damalsals Fabriken aufgeführt, so von Ludwig Daber, Eitel & Künzel, Hr. Künzel,Lutter & Küppers, Wilhelm Stricker. Heute sind es folgende 9 Firmen, welche alsBrennereien in Betracht kommen: Friedrich Küppers, Brennerei, Destillerie- und
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