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Denkschrift zur Hundertjahrfeier der Stadt Mülheim an der Ruhr 1908
Entstehung
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In der Essener Fabrik war auch eine Gasanlage in Betrieb, die erste auf demKontinente. Im Jahre 1821 brannte die Fabrik in Essen ab, worauf sie Dinnendahlmit der Gießerei bei Steele vereinigte. Dieses Werk besteht heute noch unter demNamen „R. W. Dinnendahl, Act.-Ges., Kunstwerkerhütte b. Steele." Franz Dinnendahlstarb am 25. August 1826 im Alter von 51 Jahren. Das Vermögen, das er sich durchrastlose Arbeit selbst geschaffen, war fast ganz auf den Bau der Zeche Kunstwerkverwandt worden. Er hatte geschaffen für andere, ohne an sich selbst zu denken.Die Dinnendahls waren für Mülheim in doppelter Hinsicht von Bedeutung:sie haben die Mülheimer Maschinen-Industrie begründet und durch die Anwendungder Dampfkraft auch dem hiesigen Bergbau neues Leben gegeben, wie wir bereitsoben gesehen haben. Nach Dinnendahls Tode ging die Mülheimer Fabrik in denBesitz von „Göring, Deus u. Moll", bezw. Deus, Moll und von Eicken über; sieerhielt nun den Namen Friedrich Wilhelms-Hütte. Im Jahre 1852 übernahm eine

mit 512000 Talern gegründete Aktiengesellschaft dasWerk unter der Firma „Aktiengesellschaft Berg-werksverein Friedrich Wilhelms-Hütte", imVolksmunde heute noch Dinnendahls Fabrik genannt.Sie ist sozusagen mit dem hiesigen Bergbau großgeworden, hat sich immer weiter entwickelt und be-schäftigt heute 1 800 Personen. Sie betreibt 3 Hochöfen,Eisengießerei und Maschinenfabrik und besitzt eigeneErzgruben. 1871 kaufte sie den größten Teil desHochofenanlage der ehemaligen Hafenterrains, etwa 50 Morgen, und errichtete

Friedrich wiiheims-Hütte. darauf eine neue Hochofenanlage. Im folgenden Jahre

wurde der Bahnanschluß an die Rheinische Eisenbahn in Eppinghofen hergestellt, derdurch Mülheim ging, jetzt aber nicht mehr besteht; später fand die HütteAnschluß an die Bergisch-Märkische Strecke. 1905 erfolgte die Fusion mit derDeutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft in Bochum. ImGeschäftsjahr 1905/6 lieferte der Hochofenbetrieb 106320 t Roheisen, die Gießereienerzeugten 44284 t, und die Herstellungsmenge im Maschinenbau betrug 4432 t.Das Werk gehört dem Muffenröhren- und Roheisensyndikat an. Von den Direktorensind die bekanntesten Wetz, Zerwes und Müller, letzterer später mit Brandt, Reusch,dann ganze Leitung bis zu seinem Eintritt in den Aufsichtsrat, jetzt Wirtz, ganze Leitung.

Richard Cleff, Eisengießerei und Maschinenfabrik, kurz nach Gründung derFriedrich Wilhelms-Hütfe von dem verstorbenen Richard Cleff 1854 erbaut, wurde dannvon den beiden Söhnen Richard und Peter Cleff (letzeren inzwischen im Januar 1908gestorben) geführt und beschäftigt 70 Personen.

Aktiengesellschaft für Eisenindustrie zu Styrum, gegründet am28. Februar 1857 mit einem Kapital von 500000 Taler zwecks Errichtung eines Puddel-und Walzwerks. Das Werk lag früher auf Styrumer Gebiet, gehört aber seit derGrenzregulierung zwischen Styrum und der neuen Stadt Oberhausen zu dieser. DasWerk war eine Gründung vom verstorbenen Ernst Nedelmann hier und Daniel Morianin Neumühl. Es befindet sich in Liquidation; die Fabrikanlagen sind verkauft.

Bernhard Bensberg, Dampfkesselfabrik, gegründet 1857 von dem jetzigenInhaber Bernhard Bensberg, beschäftigt 40 Personen.

H. Wilhelm i G. m. b. H., Eisengießerei und Maschinenfabrik für Kaffee-bearbeitung, Hebezeuge, Krane, Pressen etc., wurde 1861 im kleinsten Maße von

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