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Denkschrift zur Hundertjahrfeier der Stadt Mülheim an der Ruhr 1908
Entstehung
Seite
239
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Zeche Wiesche.

2. Ver. Wiesche, ver. Rosenblumendelle und Humboldt sind 1898 mit dersehr alten Zeche ver. Hagenbeck, welche außerhalb des Landkreises Mülheim liegt,und zu der auch die Zechen Schölerpad und Hobeisen gehören, zu einer einzigenGesellschaft vereinigt unter dem Namen „Mülheimer Bergwerksverein-Aktien-Gesellschaft zu Mülheim a. d. Ruhr" mit einem Aktienkapitale von 14 Mill.Mark. Diese bedeutende Ge-sellschaft ist hauptsächlich aufBetreiben von Hugo Stinnes,August Thyssen und Leo Hanauins Leben gerufen. Seit Gründungdieser Aktiengesellschaft sinddie sämtlichen Zechen derselben,sowohl was den inneren Gruben-ausbau als auch die Anlagenüber Tage betrifft, dem heutigenStande der Bergtechnik ent-sprechend aufs Vollkommenste eingerichtet. Sämtliche Schächte haben Kohlen-aufbereitungen, verbunden mit Brikettfabriken. Die Beteiligungsziffer des Bergwerks-vereins an dem Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikat beträgt heute einschließlichHagenbeck 1 590000 t, darunter 364900 t Briketts und 95000 t Koks (Hagenbeck).Es entspricht dieses einer täglichen Förderung von + 5000 t, wovon nach Abzugdes Selbstverbrauchs etc. ca. 450 Doppelwaggon ä 10 t zum Versand gelangen.Für die Kohlenförderung sind 8 Förderschächte vorhanden, deren Teufen betragen:auf Wiesche 548 m, auf Humboldt 347 m, auf Rosenblumendelle 520 m, auf Hagen-beck 400 m. Der Grundbesitz beträgt ca. 1150 Morgen.

3. „ AI st ad en, Aktiengesellschaft f ür Bergbau", seit 1904 mit der „Bergbau-gesellschaftHibernia" vereinigt. Im Jahre 1853 kaufte ein belgisches Consortium, andessen Spitze der Rektor der LütticherUniversität und Bergakademie Trasenster stand,einige Grubenfelder und erweiterte den Besitz durch Bohrungen. Es entstand daraus1854 die „Mülheimer Steinkohlenbergbau - Commanditgesellschaft Albert de Gruyter& Co.", welche 1869 in die seit 1904 als solche erloschene Firma „Alstaden, Actien-Ges. für Bergbau" umgewandelt wurde. Die größte Teufe beträgt 500 m.

Seit 1884 werden die zu 8°/o salzhaltigen Grubenwasser teilweise zu Sool-badezwecken ausgenutzt, welcher Umstand dazu führte, im Jahre 1888 außer demSoolbadeeine Kinderheilanstalt für schwächere, namentlich skrophulös veranlagteKinder unbemittelter Eltern ins Leben zu rufen. Das Soolbad sowohl wie dieKinderheilanstalt werden aber nicht durch die Zeche, sondern durch einen Privat-wohltätigkeitsverein betrieben, der mit dem Plane umgeht, demnächst seine Tätigkeitin die Nähe des Duisburger Waldes (Raffelsberger Hof in Speidorf) zu verlegen.Die Alstadener Soole soll alsdann bis zur neuen Verwendungsstelle übergeleitet werden.

Belegschaft einschl. Beamte

1900160679199937

Kohlenförderung 1891Sellerbeck Tonnen 116399Roland ,

Wiesche )Rosendelle > ,Humboldt JAlstaden

120993262564271581

1905 1906 1907

40868 (offiziell eingestellt am 1.5. 1905)

192339"

717940290957

728169220034

205214791310265013

8233115

1100

zusammen 771537 1369513 1181410 1261537

5038

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