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Denkschrift zur Hundertjahrfeier der Stadt Mülheim an der Ruhr 1908
Entstehung
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nahmen an demselben im Laufe des Jahres 59 Schüler teil. Die Zahl dieserSchüler setzte sich zu nicht geringem Teile zusammen aus Schülern, die auch zudem obligatorischen Unterrichte verpflichtet waren. Als nun im zweiten Jahre dieBuchführung (einfache) obligatorisches Lehrfach wurde, schmolz die Anzahl derer,die sich zur Teilnahme am fakultativen Unterrichte meldeten, so zusammen, daßsich der Schulvorstand veranlaßt sah, von der Weiterführung des fakultativenUnterrichtes gänzlich Abstand zu nehmen.

Zum Schlüsse mögen hier noch einige statistische Nachweisungen über dasMülheimer Volksschulwesen Platz finden.

Die Entwickelung des Volksschulwesens 1808—1908.

Jahr

2

Schul-kinder

'ahl de

Schul-systeme

r

Lehr-personen

Bemerkungen

1808

Nicht fest-zustellen

4

Nicht fest-zustellen

1855

desgl.

6

desgl.

1861

1720

6

desgl.

1866

Nicht fest-zustellen

6

desgl.

1871

2397

6

desgl.

18801890

38124924

1215

5165

Nach Eingemein-dung von Epping-hofenundMelling-hofen.

1895

5672

15

79

1900

6094

18

94

19041907

1633218171

4646

248 .281

Nach Eingem. v.Styrum, Speidorf.Broich, Saarn undHolthausen.

Am 1. Januar 1908 waren vorhanden:

300

Stadtbezirk

Schülerund

Schüler-innen

I!

09

C

co E

Cß 3

cö:tC

5"

1

Altstadt Mülheim (Ruhr)

6817

17

112

110

2

Mülheim (Ruhr)-Styrum .

5114

10

77

71

3

„ „ -Broich .

1631

5

25

24

4

„ „ -Speidorf

2127

5

32

32

5

„ „ -Saarn .

1239

5

19

18

6

„ „ -Holthausen

1074

4

16

16

Stadtkreis Mülheim

18002

46

281

271*)

*) Außerdem ein 16klassiges Schulsystem, welches im Bau ist und Ostern 1908 bezogen werden wird.

So sehen wir in unserm Volksschulwesen einen stetigen rüstigen Fortschrittnach der Vollendung hin. So lange das Interesse und die tatkräftige Mitarbeit vonBehörden, Verwaltung und Haus nicht nachläßt, solange werden wir in der Ent-wicklung dieser wichtigen städtischen Anstalt keinen Stillstand oder Rückschritt zuverzeichnen haben. Mögen immer einsichtsvolle Förderer an der Spitze unseresheimischen Schulwesens stehen, jener segensreichen Einrichtung, die berufen ist, durchUnterricht und Erziehung die Bürger kulturell zu heben, sie zu befähigen, verständnisvollund tätig an allen Ereignissen des öffentlichen Lebens der Gegenwart teilzunehmen,damit jederzeit würdige Männer heranwachsen, die in der Arbeit für das Blühen,Gedeihen und die Größe ihrer Vaterstadt eine ihrer vornehmsten und dankens-wertesten Aufgaben erblicken.

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