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Genehmigung nicht fanden. Pfarrer Unkel nahm sich jetzt energisch der Sache an.Von der Aktiengesellschaft „Bergbauverein Friedrich Wilhelms-Hütte" wurde durchVermittlung des Herrn Kommerzienrats Josef Zerwes der Kirchengemeinde einBauplatz auf dem sogenannten Zinkhüttengelände unentgeltlich zur Verfügung gestellt.Der Kirchenvorstand übertrug die Anfertigung der Pläne dem Kirchenbaumeister,Architekten Wilhelm Sültenfuß zu Düsseldorf, der auch die Bauleitung übernahm.Nachdem unter dem 21. Februar 1903 die ministerielle Genehmigung zum Bau ein-getroffen und die finanzielle Seite der Kirchenbaufrage durch die Aufnahme einer
Anleihe von 270000 Mk. bei der Landesbankder Rheinprovinz sowie durch einige hochherzigeSchenkungen seitens wohlhabender Gemeinde-mitglieder und des Bonifazius-Vereins in Gesamt-höhe von zirka 120000 Mk. glücklich gelöstwar, konnte am 7. April 1903 der erste Spaten-stich die Bauarbeiten einleiten, die sich bis zumSommer 1906 hinzogen. Nach Vollendung desTurmes trafen 1905 auch die 4 schönen Glockenein, die von der Firma F. Otto in Hemelingenbei Bremen gegossen und auf die Töne h, eis,fis, e gestimmt sind. Da die Kirche im März 1906dem Gebrauch übergeben werden sollte, ernanntedie kirchliche Behörde am 21. Februar 1906 denst. Engeibertuskirche. Deservitor der 1. Kaplanstelle, Fritz Welter,
zum Rektor der neuen Kirche, und berief außerdem als Kaplan an dieselbe den Neo-presbyter Andreas Gilles aus Berg bei Nideggen. Am 4. März 1906 benedizierteder Dechant des Dekanates Werden, Pfarrer Gisbertz, die St. Engeibertuskircheund übergab dieselbe somit ihrer Bestimmung. Die Kirche, in einfachem gotischenStile gehalten, wirkt durch ihre äußere Form und besonders durch die Eigenart desannähernd 72 m hohen Glockenturmes sehr schön. Sie ist eine Hallenkirche undbietet in ihren drei geräumigen Schiffen etwa 2500 Personen Platz. Durch denUnterbau einer Krypta ist der Chor um einige Stufen gehoben und tritt dadurch rechtwirkungsvoll hervor. Macht sie auch im Innern noch einen kahlen Eindruck, so istdoch zu hoffen, daß nach und nach das Innere dem Äußeren entsprechen wird.Nebenher wurden auch auf dem Gelände, welches teils (zu 15000 Mk.) von derFriedrich Wilhelms-Hütte gekauft, teils von der Firma Thyssen & Cie. geschenktworden, die Wohnungen für Pfarrer, Kaplan und Küster errichtet und im Sommer 1906bezogen. Die feierliche Konsekration der Kirche nahm der Weihbischof Dr. JosephusMüller am 3. Juni 1907 vor, und am 1. September 1907 hatte die neue Gemeindedie Freude, von der kirchlichen und weltlichen Behörde als „Pfarrei St. Engelbert"anerkannt und von der Mutterpfarre abgetrennt zu werden. Zum Pfarrer wurdeder derzeitige Rektor Fritz Welt er ernannt.
Das St. Marien-Hospital hatte sich zu einem Schmerzens- und Sorgenkindentwickelt. Die Erweiterung des Hauses im Jahre 1891 hatte sich schon längst alsdurchaus ungenügend erwiesen, da fast doppelt so viele Kranke verpflegt werdenmußten, als normalerweise untergebracht werden konnten. Auch die notwendigeVermehrung des Pflegepersonals konnte aus Platzmangel nicht erfolgen. PfarrerUnkel faßte daher eine großzügige Erweiterung ins Auge, die sich zwar dem Stiledes alten Gebäudes durchaus anpassen und doch den modernsten Anforderungen
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