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Denkschrift zur Hundertjahrfeier der Stadt Mülheim an der Ruhr 1908
Entstehung
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Das Gaswerk besaß nach Fertigstellung dieses Umbaues eine Leistungsfähigkeitvon 18000 cbm Steinkohlen- und 5000 cbm Wassergas = 23000 cbm Mischgas in24 Stunden, einer Jahresabgabe von 4600000 cbm entsprechend.

Die im Jahre 1905/06 erfolgte Aufstellung von zwei neuen 9 er Öfen undeines zweiten Wassergasgenerators sowie die Erweiterung der Steinkohlengas-reinigung erhöhten die Leistungsfähigkeit der Anstalt auf 22000 cbm Steinkohlen- und8000 cbm Wassergas, das ist eine maximale Tagesabgabe von 30000 cbm entsprechendeiner Jahresabgabe von 6000000 cbm.

Das Wasserwerk der Stadt Mülheim-Ruhr wurde im Laufe des Jahres 1875von der Firma J. & A. Aird zu Berlin nach Plänen ausgeführt, welche, ursprünglichdurch Civil-Ingenieur E. Bethge in Dortmund aufgestellt, später mannigfacheÄnderungen erfahren hatten. Mit der Leitung und Beaufsichtigung der Arbeiten warvon der Stadt Ingenieur Pahde betraut. Die Maschinen und Röhren stammenvon der Friedrich-Wilhelms-Hütte hierselbst.

In den ersten Jahren seines Bestehens entwickelte sich das Wasserwerk sehrlangsam. Erst der im Juni 1879 mit der Gutehoffnungshütte abgeschlossene Vertrag,wonach die Stadt sich verpflichtete, dieses große Werk an die Wasserleitunganzuschließen und ihm jährlich eine Wassermenge bis zu 700000 cbm zu liefern,brachte eine erfreuliche Wendung zum Besseren. Waren in den Vorjahren nur288000 oder gar nur 283000 cbm gefördert worden, so stieg die Abgabe daraufhinrasch bis auf 1 138000 cbm im Betriebsjahre 1880/81. Über die Entwicklung desWasserwerks gibt die nachstehende Zusammenstellung der jährlichen WasserabgabeAufschluß:

1877

287980 cbm

1899:

4466600 cbm

1880

1138000

ll

1900:

3503300 „

1885

1518000

ll

1901:

3353600 „

1890

3433320

11

1902-

3 258400 „

1895

5136920

ll

1903:

3344100 „

1896

5895100

11

1904-

3881 200 „

1897

6095000

ll

1905:

4669000 „

1898

5518000

ll

1906:

4133 700 „

Eine große Erweiterung erfuhr das Versorgungsgebiet des Wasserwerkes imJahre 1887/1888, als die Gemeinden Broich, Speidorf und Saarn, die im Gebieteder Bürgermeisterei Borbeck liegenden Zechen Prosper I und II der Arenberg'schenAktiengesellschaft für Bergbau und die Zechen Carolus-Magnus I und II der FirmaMathias Stinnes für den Anschluß an das Wasserrohrnetz gewonnen wurden.Hierdurch stieg die Abgabe in diesem Jahre auf 2 079000 cbm.

Die noch höher steigende Abgabeziffer und die seitens der Gutehoffnungshüttesowie der höher gelegenen Versorgungsgebiete stets einlaufenden Klagen übermangelnden Druck und mangelhafte Wasserzuführung reiften den Entschluß, dieMaschinenanlage zu erweitern und eine neue Druckzone einzurichten. Hierzu wurdeein neuer Druckrohrstrang von 400 mm Durchmesser vom Maschinenhause zur Bahn-und Auerstraße verlegt, und ein Wasserturm von 1000 cbm. Inhalt im Kreuzfelderrichtet. Das Versorgungsgebiet dieser Anlage umfaßte: Oberhausen, BorbeckOsterfeld, Heißen und das Kreuzfeld. Mülheim, Styrum und die BürgermeistereiBroich erhielten ihr Wasser wie bisher durch die alte Anlage.

Unter dem Hochwasser am 25. November 1890 hatte das Wasserwerk sehrzu leiden. Das Wasser drang von oben in die Keller und behinderte die Maschinen

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