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Denkschrift zur Hundertjahrfeier der Stadt Mülheim an der Ruhr 1908
Entstehung
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2 Polizeisergeanten und ein gleichzeitig als Rathausdiener fungierender Flurschützvorhanden. Daneben gab es allerdings noch Nachtwächter, die aber nicht von derStadt besoldet, sondern lediglich auf freiwillige Beiträge von Privaten angewiesenwaren, auch weniger auf die öffentliche Sicherheit zu achten, als vielmehr demFeuerschutz ihr Augenmerk zuzuwenden hatten. Von 1855 bis 1881 stand derExekutivpolizei der Polizeikommissar von Jüchen vor. Während seiner Dienstzeitwurde der Sicherheitsdienst neu eingerichtet, und das Beamtenpersonal 1859 auf 3,1878 infolge der Eingemeindung von Eppinghofen und Mellinghofen auf 5 und 1879auf 6 Polizeisergeanten vermehrt. Schon bald hatte man eingesehen, daß dieEinrichtung der Nachtwache sich je länger je weniger mit den Anforderungen deröffentlichen Sicherheit vertrug; 1862 wurde deshalb eine Neuregelung dahin getroffen,daß 6 Wachtmänner bestellt wurden, die für jede geleistete Wache 10 Sgr. erhielten.Die Aufsicht über die Nachtwache hatten abwechselnd die Polizeibeamten, derenGehalt übrigens damals 180 Thlr. betrug, wahrzunehmen. Von 1879 bis 1890 bestanddas Polizeipersonal aus 1 Polizeikommissar, 1 Wachtmeister und 6 Sergeanten.1885 glaubte der Bürgermeister den Klagen, daß man so selten einen Beamten aufder Straße zu sehen bekäme (übrigens kein Wunder bei dem damaligen Flächen-inhalt der Stadt von über 811 ha, einer Einwohnerzahl von 23000 Seelen undnur — 6 Sergeanten!) dadurch abhelfen zu können, daß er den Beamten bestimmtbezeichnete Patrouillengänge und genaue Diensteinteilung vorschrieb. Erst die 90erJahre brachten dann zur Abhülfe des längst fühlbar gewordenen Bedürfnisses erheblicheVermehrungen. Seit 1892 bestand die Exekutive aus dem Polizeiinspektor, zu welchemder bisherige Kommissar Syler ernannt wurde, einem Polizei-Kommissar, 2 Polizei-wachtmeistern, 8 Polizeisergeanten und 8 in erster Linie für den Nachtdienst bestimmtenSchutzleuten. Die bisherige Nachtwache ging ein. Die Neuorganisation fand ihrenAbschluß in den Jahren 1898 und 1899 nach dem Eintritt des PolizeikommissarsHamann, der kurz nach seiner Anstellung 1899 zum Polizeiinspektor befördert wurde,sodaß am 1. April 1900 vorhanden waren: 2 Polizeiinspektoren, 3 Polizeiwachtmeisterund 30 Polizeisergeanten. Das System der Nachtschutzleute war 1899 aufgehobenworden, seitdem versehen die Polizeisergeanten abwechselnd Tag- und Nachtdienst.Zur Zeit der Eingemeindung war die Zahl der auf zwei Polizeibezirke verteiltenSergeanten auf 30 stehen geblieben; das Aufsichtspersonal setzte sich dagegen jetztzusammen aus 1 Polizeiinspektor (Hamann — Syler war 1900 pensioniert wordenund versah seitdem das bisher vom Bürgermeister verwaltete Amt des Amtsanwalts —)2 Kommissaren (Bünis und Engel), 1 Kriminal-Kommissar für die 1903 neu eingerichteteKriminalabteilung (Neufeind) und 3 Wachtmeistern (Hermann, Klingebiel und Krüger).

Der Flurschutz, der wie oben erwähnt, ursprünglich mit zu den Obliegenheitendes Rathausdieners gehörte, wurde, nachdem letzterer zugleich das Amt desGefangenenwärters versah, und das Stadtgebiet durch die Vereinigung mit denLandgemeinden Eppinghofen und Mellinghofen einen erheblichen Zuwachs erfahrenhatte, seit 1892 durch besondere Flurschützen ausgeübt, die aus den aufkommendenPachtgeldern bezahlt wurden. Es war nämlich 1880, als die Jagdnutzungen inEppinghofen und Mellinghofen — die Jagd im engeren Stadtbezirk war nichtverpachtet worden — pachtfrei wurden, das ganze Stadtgebiet als ein Jagdbezirkverpachtet, und dabei diese Verwendung der ganzen Jagdpacht anstelle ihrerVerteilung bestimmt worden.

Die Straßenbeleuchtung, diese wirksamste Unterstützung des polizeilichenSicherheitsdienstes, geschah bis 1856 durch 51 Öllaternen. Seitdem erfolgte

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