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Denkschrift zur Hundertjahrfeier der Stadt Mülheim an der Ruhr 1908
Entstehung
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hatte ihre Residenz in Hohenlimburg oder Mülheim, die andere in Styrum und aufdem Hause Kolk. Noch zu Lebzeiten Dietrichs, der ein hohes Alter erreicht habenmuß, wurde das Schloß Styrum gebaut. Eberhard vererbte es seinem Sohne

Dietrich I. unddessen GemahlinBertradis. Eber-hards Bruder Jo-hann starb früh(vor 1280), nochvor dem Vater.Sein ältester Sohn,Graf Dietrich IL,pflanzte dieHohen-limburgische Liniefort.

Schloß Styrum (nach dem Umbau im 17. Jahrhundert.) EsWÜrdeZU Weit

führen, wollten wir hier die ganze Genealogie des Limburgischen Hauses aufrollen.Die beständig in beiden Linien wiederkehrenden Vornamen Dietrich und Johannwürden zweifellos beim Leser die schlimmste Verwirrung anrichten. Wir begnügenuns daher, hier auf den von Kremer aufgestellten Stammbaum (im zweiten Bandder Akademischen Beiträge) hinzuweisen, der freilich in einigen Punkten der Berich-tigung bedarf. Hier galt es nur festzustellen, daß der Zweig der LimburgschenFamilie, der die Grafschaft Limburg an der Lenne innehatte, im Besitz der MülheimerGüter war. Eine Änderung trat erst im Jahre 1385 ein, nachdem Graf Dietrich V.Broich erworben hatte. Durch einen Tauschvertrag, von dem noch in dem Abschnittüber das Patronat der Mülheimer Kirche die Rede sein wird, gelangte die StyrumerLinie damals auch in den Besitz der Mülheimer Höfe.

Die Herren von Broich und ihre Erben.

Dem Geschlecht der edlen Herren von Broich war eine bedeutend längereBlüte beschieden als ihren Mülheimer Nachbarn. Erst am Ende des vierzehntenJahrhunderts erlöschte es im Mannsstamm, nachdem es sowohl im Ruhrgebiet wieauch auf dem linken Rheinufer eine hervorragende Stellung eingenommen hatte.

Schon das Wappen dieser Edelherren, ein Schild ohne weiteres Abzeichen,deutet wohl durch seine Einfachheit auf ein hohes Alter dieses Geschlechts oderseines Besitztums hin. Freilich vermögen wir die Herren von Broich nicht frühernachzuweisen, als durch die schon erwähnte Urkunde vom Jahre 1093. Der NameBurkhard, der hier genannt wird, gehört wie Dietrich zu den am häufigsten in dieserFamilie angewandten Vornamen. So wird auch im Jahre 1148 wieder ein Burkhardvon Broich genannt, der möglicherweise mit jenem identisch ist. Um 1190 erscheintein Dietrich, zusammen mit Everwin, letzterer 1221 allein, und dann von 1241 bis 1269wieder ein Burkhard, der also als dritter seines Namens zu bezeichnen wäre.

Unter den reichen Erwerbungen des Kölner Erzbischofs Philipp von Heinsberg(um 1190) befand sich auch Schloß Broich. Um den Preis von 400 Mk. wurdees von Dietrich und Everwin erworben, vermutlich um ihnen dann als Lehen wiederaufgetragen zu werden. Doch verliert sich damit jede Spur einer weitern Verbindungmit Kurköln; vielmehr zeigte sich Burkhard von 1241 ab wiederholt im Gefolge derbergischen Grafen.

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