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XI. Kapitel: Verwundungen des Unterschenkels und des Fusses.
Band III. Spez. Theil.
III. Komplikationen und Operationen.
Bei 261 der in Tabelle II auf Seite 1120 nachgewiese-nen Verwundeten fanden sich neben der Unterschenkel-verletzung noch Verwundungen anderer Körpertheile; diegrösste Zahl von Wunden, die bei einem der in Redestehenden Verwundeten beobachtet sind, beträgt 5. — Vondenjenigen, deren Hauptverletzung in einer Fuss wundebestand, hatten 148 noch andere Wunden davongetragen(vergl. Tabelle IV auf Seite 1121).
Nervenverletzungen sind bei den am UnterschenkelVerwundeten 3mal durch die Sektion, lmal unmittelbarnach der Verwundung festgestellt worden (No. 33, 38, 234und VII. Band dieses Berichts, S. 134). Darunter befindensich 2 Verletzungen des vorderen Schienbeinnerven, 2 solchedes Wadennerven. Bei 4 Anderen (No. 82 und 106; ausser-dem VII. Band dieses Berichts, S. 46 und 76) wird durchdie in den Krankengeschichten erwähnten Lähmungen eineVerletzung grösserer Nervenstämme wahrscheinlich gemacht.
Verletzungen von Schlagadern kamen bei 23 amUnterschenkel, bei 2 am Fuss durch Schussbruch Verwun-deten zur Beobachtung. Bei Ersteren handelte es sich10 mal um Brüche,
2 „ „ Knochenverletzung ohne Bruch,6 „ „ Weichtheilverletzung,5 „ „ nicht näher bezeichnete Verletzung,
Summe 23.
Bei 9 dieser Verwundeten war die vordere, bei 7 diehintere Schienbeinschlagader betroffen; 7mal fehlt einegenauere Bezeichnung des verletzten Gefässes.
Ueber primäre Blutungen finden sich nur 14malausdrückliche Angaben. Gestillt wurde die primäre Blutung2mal durch sofortige Unterbindung, lmal durch sofortigeGliedabsetzung, 6mal durch Druck; bei den übrigen Fällenist die Art der Blutstillung nicht beschrieben.
Sekundäre Blutungen sind im Ganzen bei 97 amUnterschenkel Verwundeten (mit 72 = 74.2 # Todesfällen)und 3mal nach Fusswunden (mit 1 Todesfall) berichtet.
Von den 97 ersteren kamen vor:
bei Knochenbrüchen.......65 mit 49 Todesfällen,
„ Knochenverletzungen ohne Bruch 6 „ 5 „„ Weichtheilverletzungen .... 13 „ 10 „„ zweifelhaften Verletzungen ... 13 ,, 8 „
Summe
97 mit 72 Todesfällen.
Die meisten und verderblichsten Sekundärblutungenereigneten sich im Verlaufe von Pyämie und Septicämie.Oefters gingen leichtere, sogenannte „Signalblutungen"voraus. Mehrmalige Blutungen sind bei 20 am Unter-
Schenkel, bei 2 am Fuss Verwundeten verzeichnet und zwar
3 Blutungen bei .... 2
Ver
wundeten,
4 „ „ .... 1
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0 „ „ .... 6
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„mehrere" „ (ohne Angabe
der Zahl) bei .... 16
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Summe . . 22 Verwundete.
Stellt man von den wiederholten Blutungen nur dieerste in Rechnung, so ergiebt sich hinsichtlich der Zeitdes Eintritts für die 97 am Unterschenkel Verwundeten,dass die Blutung begann:am 2. Tage nach der Verwundung bei 3 Mann
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48
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71
» 72. „ „ „
84168
ohne Angabe des Tages
353441037314423133
1
2
in der 1. Woche:
bei 19 Mann.
in der 2. Woche:
bei 32 Mann.
in der 3. Woche:
bei 20 Mann.
in der 4. Woche:
bei 6 Mann.
: 1
in der.
in der 7. u. 8. Woche:bei 5 Mann.
in der 9. bis 12. Woche:bei 5 Mann.
\/
Summe
97 Mann.