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3. Chirurgischer Theil A (1888) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Spezieller Theil: Verwundungen der einzelnen Körpergegenden ; zweite Abtheilung: Verwundungen der Gliedmaassen
Entstehung
Seite
979
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leil.

h-

ing.

,te.

,te.

Bandlll. Spez. Theil.

Kasuistik.

979

LaufendeNo.

Bezeichnung des Verwundeten.Tag und Art der Verwundung.

Verlauf, spätere Zustände u. s. w.

Dauer

der

Lazareth-

behandlung.

4

374.

375.

376.

B., vom Grenadier-Regiment Kron-prinz (1. Ostpreussisches) No. 1, ver-wundet am 19. Januar 1871 beiSt. Quentin: Gewehrsohuss durchdie linke Ilohlhand.

K. D., vom Ostpreussischen Pio-nier-Bataillon No. 1, verwundet am14. Dezember 1870: Gewehrschuss-bruch des 1. Gliedes des linken3. Fingers und des betreffendenMittelhandgelenks.

b. Mittelhand.

Bei der Ueberführung nach Ems stellten sich Frostanfälle ein,ebenso unmittelbar nach der Ankunft in Ems selbst. Die Wundewar während zwei Tagen nicht verbunden worden und verbreiteteüblen Geruch. Die Frostanfälle wiederholten sich täglich unterheftigen Schmerzen in der Milz- und Lebergegend, schmerzhafteAnschwellung des rechten Knie- und linken Hüftgelenks, Brustfell-entzündung. Am 23. Februar 1871: Tod an Pyäraie.

Krankengeschichte fehlt. Am 7. Januar 1871: Tod an Pyämie.

Sektion: In der Nähe der Wunde nur geringe Eiterung, diesich an der Beugefläche nicht über die unmittelbare Umgebungder Wunde hinaus erstreckt. Venen bis zur Schlüsselbeinblutaderhinauf frei. In der Brustfellhöhle reichlicher eitriger Erguss.Brustfellblätter mit fibrinös-eitrigen Lagen überzogen. BeideLungenlappen zeigen eine Menge von metastatischen Herden, vonwelchen die zentral liegenden im Zustande der eitrigen Schmelzungbegriffen sind. In mehreren kleinen Schlagadern, die zu den meta-statischen Herden führen, gelbe weiche Pfropfe. Milz stark ver-grössert, mit Keilen an der Konvexität. Leber von normaler Grösse,an ihrer Konvexität unterhalb der Kapsel ein hühnereigrosserEiterherd. An der Schleimhaut des Darms nichts Abnormes.(Sektionsprotokoll aus dem Barackenlazareth auf dem TempelhoferFelde bei Berlin.)

D., vom 2. WürttembergischenJäger - Bataillon , verwundet am21. Oktober 1870 vor Paris:Splitterbruch des rechten 5. Mittel-handknochens durch Gewehrschuss.

C. L., vom Kaiser AlexanderGarde-Grenadier-Regiment No. 1,verwundet am 18. August 1870 bei[jravelotte: Gewehrschussbruch des

Gliedes des 5. Mittelfingers.

Am 27. Oktober 1870: Kieferkrampf; sofort Aussägung des ge-splitterten Knochens und Herausnahme der nahe dem Handgelenkaufgefundenen Kugel. Die Operation war von keinem Einfluss aufdas Weiterschreiten der Krankheit. Chloralhydrat, Morphium.Am 29. Oktober 1870: Tod. (Vergl. militärärztliche Zeitschrift,1874, S. 223.)

Krankengeschichte fehlt. Am 15. September 1870: Tod anPyämie.

Sektion: Starke Gelbfärbung. An dem 1. Gliede des linkenMittelfingers zwei fast ganz geschlossene Schussöffnungen, 1. Gliedgebrochen. Am Herzen nichts Auffallendes. Linke Lunge in ihrerganzen Ausdehnung durch ältere Verwachsungen befestigt, meta-statische Herde mit gelbem eitrigem Centrum. Aehnliche Verhält-nisse an der rechten Lunge. Luftröhre und Bronchien voll gelbenSchleimes. In der Bauchhöhle grosse Mengen gelben Eiters, dickeFaserstoffansammlungen, besonders in der Lebergegend. Milz starkvergrössert, brüchiges Gewebe. Niere gelbgefärbt, Gewebe sehrwelk. Leber gross; vorn im rechten Lappen, beinahe an demscharfen Rande anstossend, sitzt dicht unter dem Bauchfell einsehr grosser Lebereiterherd. Pfortader und ihre Wurzeln sindfrei. In der Harnblase gelbgefärbter Harn. Grosse Blutadernüberall frei. (Sektionsprotokoll aus dem Barackenlazareth auf demTempelhofer Felde bei Berlin; vergl. IV. Band dieses Berichtes,S. 85.)

44 Tage.

24 Tage.

8 Tage.

28 Tage.

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