Band III. Spez. Theil.
III. Nebenverletzuugen und Komplikationen.
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gestört durch Wunddiphtherie; 6 Monate nach der Resek-tion war die Heilung beendet. Knochenneubildung warnicht eingetreten, die Muskulatur des Unterarms abgemagert.(Vergl. V. Band dieses Berichtes, S. 545, No. 7.)
Vier Aussägungen an den Knochen der Mittel-hand und der Finger (mit zwei Todesfällen) siehe imV. Band dieses Berichtes, S. 511.
Die vorgenommenen verstümmelnden Operationen 1 )sind in Tabelle V auf S. 911 zusammengestellt. Danachentfallen auf die Verwundungen am Unterarm 114 der-artige grössere Eingriffe (mit 40 Todesfällen) und zwar:
2 Absetzungen im Schultergelenk (mit 2 Todesfällen) 2 ),64 „ am Oberarm („ 24 „ ) 3 ),
2 „ im Ellenbogengelenk ( „ 1 Todesfall )*),
46 „ am Unterarm („ 13 Todesfällen) 5 )-
!) Weiteres darüber siehe im Allgemeinen Theil dieses Bandesunter »Grössere Operationen".
2 ) Siehe V. Band dieses Berichtes, S. 12, No. 29 und ebendas.8. 585, No. 10.
3 ) Hierher sind 63 im V. Bande dieses Berichtes unter „Ampu-tation am Oberarm" mitgetheilte Operationen (mit 24 Todesfällen)gerechnet, ausserdem 1 (glücklich verlaufene) aus dem Nachtrage zumV. Bande (siehe S. 652, unter I. B. 1. a.).
4 ) Siehe V. Band dieses Berichtes, S. 83 unter 1. a. 1 und 1. b. 1.
5 ) 44 dieser Operationen (mit 13 Todesfällen) siehe im V. Banddieses Berichtes unter „Amputation am Unterarm", ausserdem 1 (glück-
Verwundungen der Hand bezw. der Finger gabenzu 503 Gliedabsetzungen (mit 34 Todesfällen) Anlass undzwar zu:
2 Absetzungen am Oberarm (mit 2 Todesfällen)'),
11 „ am Unterarm ( „ 3 „ ) 2 ),
6 „ im 4Iandgeleuk ( ohne Todesfall ) 3 ),
484 „ von Fingern oder
Fingergliedern (mit 29 Todesfällen) 4 ).Wie viele dieser verstümmelnden Operationen wegenBlutungen nothwendig wurden, ist aus dem P'olgenden er-sichtlich.
lieh verlaufene) ebendas. S. 587, No. 9 und 1 (glücklich verlaufene)unter No. 387 der nachstehenden Kasuistik.
!) Siehe "V. Band dieses Berichtes, S. 52, No. 9 und ebendas.S. 67, No. 139.
2 ) Siehe V. Band dieses Berichtes unter „Amputation am Unter-arm" No. 7, 17, 22, 28, 33, 38, 53 der Geheilten und No. 21 derGestorbenen, ausserdem 1 Geheilten und 1 Gestorbenen in den Nach-trägen zum V. Bande (S. 663 unter I. D.), endlich 1 Gestorbenenunter No. 388 der nachstehenden Kasuistik.
3 ) Siehe V. Band dieses Berichtes unter „Exartikulation imHandgelenk".
4 ) 434 Operationen dieser Art (mit 28 Todesfällen) siehe imV. Band dieses Berichtes unter „Amputationen und Exartikulationenan Mittelhand und Fingern", 12 weitere (sämmtlich geheilte) im Nach-trage zum V. Bande (S. 663 unter I. F.), die übrigen (darunter 1 Todes-fall) im Anhang zur nachstehenden Kasuistik.
III. Nebenverletzungen und Komplikationen.
A. Blutungen.
Bei den Verletzungen des Unterarms und der Hand sindiph Ganzen 87 stärkere Blutungen aus Schlagadern be-richtet. Nähere Angaben über Blutader- und Gewebsblutungenliegen nicht vor. Von den Schlagaderblutungen warenin Folge von Verletzungen am Unterarm:
primärer Art............. 2,
sekundärer Art............ 57,
unbestimmten Charakters (mangelnde Zeitangabe) 9,in Folge von Verletzungen an der Hand:
primärer Art............. 2,
sekundärer Art............ 14,
unbestimmten Charakters (mangelnde Zeitangabe) 3,
Summe . . 87.Sie gaben am Unterarm Veranlassung:
zu Unterbindungen......44mal,
zu Gliedabsetzungen.....8 „
zurStillung durch Tamponade u.s.w. IG „an der Hand:
zu Unterbindungen......8 „
zu Gliedabsetzungen.....4 „
zur Stillung durch Tamponade u.s.w. 7 „
Summe . . 87 mal.
Die Seltenheit primärer Blutungen nach Schuss-verletzungen wird durch obige Zahlen aufs Neue bewiesen,wobei jedoch nicht ausser Acht gelassen werden soll, dassdieselben sich nur auf die in Behandlung gekommenenVerwundeten beziehen. 1 )
Da in diesen 4 Fällen von primärer Blutung Unter-bindungen grösserer Arterienstämme (3 mal der Armschlag-ader, 1 mal der Speichen- und Ellen-Schlagader) entwederam Tage der Verwundung selbst oder am Tage nach der-selben nöthig wurden (vergl. V. Band dieses Berichtes,S. 586, E 3, S. 587, 8 und 9 und S. 597, No. 12), so darf manwohl annehmen, dass es sich um unmittelbare Schlagader-verletzungen gehandelt hat. Zu diesen 4 Verwundeten, diesämmtlich geheilt abgingen, gesellen sich laut nachstehenderKrankengeschichten noch 6 mit unmittelbarer Verletzungbezw. Zerreissung von Arterien. Bei diesen war 3mal dieZwischenknochen-, 2 mal die Speichen-Schlagader betroffen,1 mal die arteriellen Gefässe an der Hand, so dass also imGanzen — wenn man die Blutungen ohne nähere Angaben
') Wegen dieser Verhältnisse bei den Gefallenen vergl. S. 2dieses Bandes. Nach der Uebersicht in der Anmerkung 2 auf S. 830befand sich übrigens unter derjenigen Hälfte aller Gefallenen, überwelche genauere Nachrichten vorliegen, kein an Vorderarm oder HandVerwundeter.