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VilL Kapitel: Verwundungen des Oberarms.
Band III. Spez.Theil.
LaufendeNo.
1
Bezeichnung des Verwundeten.Tag und Art der Verwundung.
2
Verlauf, spätere Zustände u. s. w.3
Dauer
der
Lazareth-
behandlung.
4
296.
W.R.,vomGrossherzoglichMecklen-burgischen Jäger-Bataillon No. 14,verwundet am 2. Dezember 1870bei Loigny: Querbruch des linkenOberarms durch Gewehrschuss. Ge-ringe Splitterung.
In verschiedenen Feldlazarethen behandelt, in Gypsverband beileidlichem Befinden nach Hannover übergeführt. Ankunft daselbst am20. Dezember 1870 mit stark eiternden Wunden. Ende Dezember:Schüttelfröste, Eiterung jauchig, hohes Fieber mit Delirien, pralleSchwellung des linken Schulter- und Ellenbogengelenks. Am8. Januar 1871: Tod.
Sektion. Eitrige Knochenmarkentzündung. Nur Spuren vonKallus. Die Knochenhaut von den unvereinigten Bruchenden durchEiter abgehoben. Schulter- und Ellenbogengelenk voll Eiter.
5 Wochen.
297.
J. St., vom 3. BrandenburgischenInfanterie - Regiment No. 20, ver-wundet am 16. August 1870 beiMars la Tour: Gewehrschussbruchdes rechten Oberarms. Eingang innen5 cm über dem Ellenbogengelenk.
Schwellung und Eiterung erheblich, hohes Fieber, rechtwinkligeArmschiene. Am 1. September 1870: Erweiterung der Eingangs-wunde und Entfernung eines plattgedrückten Bleistücks. Am6. September: Schwellung geringer, Eiterung reichlich; gefensterterGypsverband. Am 10. September: Schüttelfröste, hohes Fieber, am12. September: Gelbfärbung und Durchfälle, am 13. September:beiderseitige Lungenentzündung. Am 4. September 1870: Tod.
4 Wochen.
298.
R. V., vom 2. Hanseatischen In-fanterie-Regiment No. 7 6, verwundetam 7. Dezember 1870: Splitterbruchdes rechten Oberarms durch Gewehr-schuss.
Bei massiger Schwellung und gutem Allgemeinbefinden Papp-schienen. Am 20. Dezember 1870: Entfernung von Splittern,Eiterung reichlich. Am 10. Januar 1871: Vereinigung der Bruch-enden, massig dicker Kallus. Am 20. und 25. Januar: Ausgangs-wunde blutig erweitert, Entfernung von Sequestern. Am 30. Januar:Schüttelfrost, Abends 40,5°, Eiterung wässrig, Athembeschwerden,etwas blutiger Auswurf. Am 31. Januar 1871: Tod.
7 Wochen.
4. In nicht bezeichnetem Drittel,a. Geheilte.
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299.
B., vom Grenadier - RegimentPrinz Carl von Preussen (2. Branden-burgisches) No. 12, verwundet am6. August 1870 bei Spicheren:Grauatschuss in den linken Oberarm.Eingang vorn, Ausgang hihten.
Kam am 25. August 1870 im Gypsverbande in Frankfurt a. O.an. Starke, übelriechende Eiterung, lebhaftes Fieber. NeuerGypsverband, Ausspritzungen mit Kali hypermangan. Verbandmit Charpie, in Karbollösung getaucht. Langsame Besserung desAllgemeinbefindens, Eiterung anhaltend reichlich, den Krankenerschöpfend. 18. Oktober: blutige Erweiterung beider Schuss-öffnungen, Entfernung mehrerer grosser Knochenstücke, daraufHeilung der Wunden. Feste Vereinigung bei der Entlassung.
300.
H. D., vom 2. NiederschlesischenInfanterie-Regiment No. 47, ver-wundet am 19. September 1870:Splitterbruch des linken Oberarmsdurch Gewehrschuss.
Kam am 7. November 1870 mit verheiltem Bruch, aber nocheiternder Fistel in Potsdam an. 10. November: Entfernung vonBleistücken und vielen Splittern verschiedener Grösse. Lagerungauf einer Schwebe, Verband mit Karbolöl, Heilung schreitet schnellvorwärts. Am 13. Dezember entlassen. Bruch fest vereinigt,Wunden vernarbt.
3 Monate.
301.
A. F., vom 2. Schlesischen Grena-dier-Regiment No. 11, verwundetam 16. August 1870 bei Mars la Tour:Gewehrschussbruch des rechtenOberarms. Massige Splitterung.
Kam am 21. August 1870 im Schienen verbände in Hamburgan, Verschiebung der Bruchenden. Weiterhin starke Eiterung mithohem Fieber. Abstossung vieler kleiner Splitter, Fieber ver-schwindet, Eiterung lässt langsam nach. Am 13. Mai 1871entlassen.
9 Monate.