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3. Chirurgischer Theil A (1888) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Spezieller Theil: Verwundungen der einzelnen Körpergegenden ; zweite Abtheilung: Verwundungen der Gliedmaassen
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VIII. Kapitel: Verwundungen des Oberarms.

Band III. Spea. Theil.

LaufendeNo.

1

Bezeichnung des Verwundeten.Tag und Art der Verwundung.

2

Verlauf, spätere Zustände u. s. w.3

Dauer

der

Lazareth-

behandlung.

4

270.

W. Seh., vom 4. Brandenbur-gischen Infanterie-Regiment No. 24(Grossherzog von Mecklenburg-Schwerin), verwundet am 16. August1870 bei Mars la Tour: Gewehr-schussbruch des linken Oberarms.Eingang dicht über dem äusserenKnorren, Ausgang hinten. KeineSplitterung. Abtrennung des unterenSchalendes durch Querbruch.

Erhebliche Schwellung, gute Eiterung, leidliches Allgemein-befinden. Am 23. August 1870: gefensterter Gypsverband, Ueber-führung nach Perleberg. Ende September: feste Vereinigung, imOktober: Heilung der Wunden. Im November entlassen. KeineVerkürzung. Am Kallus einige Unebenheiten. Unterschied gegenden andern Arm sehr gering. Streckung völlig unbehindert,Beugung zunächst nicht viel über einen rechten Winkel hinaus.

3 Monate.

271.

J. Seh., vom 4. Posenschen In-fanterie-Regiment No. 59, verwundetam 6. August 1870 bei Wörth:Gewehrschussbruch des rechtenOberarms. Eingang vorn innen,8 cm über dem Ellenbogengelenk,Ausgang hinten in gleicher Höhe.Ausserdem Schussbruch der Elledesselben Arms durch dieselbe Kugel.

Starke Anschwellung, massenhafte Eiterung, heftiges Fieber, Eis.Abnahme der Schwellung. Am 15. August 1870: Allgemeinbefindenbefriedigend, gefensterter Gypsverband bis zum Handgelenk. Eiterungübelriechend, Ausspritzungen mit Kali hypermang. Im November:feste Vereinigung beider Schussbrüche. Verlängerte Armbäder,Wunden verheilt. Im Dezember entlassen.

4 Monate.

272.

K. St., vom Kaiser AlexanderGarde-Grenadier-Regiment No. 1,verwundet am 18. August 1870bei Gravelotte : Gewehrschussbruchdes linken Oberarms (nach Lossen:rechts). Eingang 2 '/> cm über deminnern Knorren, Ausgang aussen.Keine Splitterung. GleichzeitigStreifschuss an die linke Wade.

Schienen. Am 28. August 1870: Ankunft in Uckermünde, Eiter-absonderung vermehrt. Eitersenkung in der Ellenbeuge, Einschnitt.Am 27. September: Wundrose mit hohem Fieber, kalte Bäder vongünstigem Einfiuss. Im Oktober: feste Vereinigung, Wundennahezu verheilt. Gebrauchsfähigkeit sich täglich bessernd. Streif-schuss an der Wade war nach 14 Tagen verheilt. Gegen EndeOktober entlassen. Geringer Muskelschwund. Völlige Gebrauchs-fähigkeit zu erwarten. (Vergl. Lossen, S. 52, No. 19.)

2 Monate.

273.

J. St., vom 1. NiederschlesischenInfanterie-Regiment No. 46, ver-wundet am 6. August 1870 beiWörth: Gewehrschussbruch desrechten Oberarms. Eingang vorn,Ausgang hinten.

Reichliche Eiterung, zeitweise Abstossung kleiner Knochensplitter,gefensterter Gypsverband. Im September 1870: Zellgewebs-entzündung an der äusseren Seite des Oberarms, Verband ent-fernt, zwei grosse Einschnitte. Feste Vereinigung. Im Mai 1871:sämmtliche Wunden verheilt. Am 16. September entlassen. KeineVerkürzung. Reichlicher Kallus. Starke Auftreibung. Narbender Ausgangsöffnung tief eingezogen, mit dem Knochen fest ver-wachsen. Muskulatur, namentlich am Unterarm, stark abgemagert.Hand und Finger gänzlich gelähmt. Gänzlich e 4 rwerhs\iR-*'äLiig.(Vergl. Schinzinger, S. 62.)

13 Monate.

274.

F. St., vom 3. Garde-Regiment zuFuss, verwundet am 18. August1870 bei Gravelotte: Gewehrschuss-bruch des rechten Oberarms. Ein-gang drei Querfinger über derEllenbeuge vorn, Ausgang hinten2 cm höher. Starke Splitterung.

Entfernung von Splittern am Tage der Verwundung. GefensterterGypsverband. Verlauf ohne störende Zwischenfälle. Am 27. Ok-tober 1870 entlassen. Feste Vereinigung. Wunden verheilt. KeineVerkürzung. Abmagerung. Die durchschossene Sehne des zwei-köpfigen Muskels ist mit der Narbe der Eingangswunde verwachsen.Ellenbogengelenk in Beugestellung, Streckung nur sehr unvoll-kommen möglich.

2 Monate.

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