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Band III. Spez. Theil.
IV. Behandlung.
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nach 6 Monaten die Gebrauchsfähigkeit vollkommen erhalten.Aehnlich gestaltete sich der Verlauf bei dem Verwun-deten W. (No. 205), welcher einen Splitterbruch erlitt,Eiterung mit Fieber und Eitersenkung durchmachte, nacheinem Eingriff behufs Entfernung von Splittern wiederstärkere Eiterung bekam, unter deren Einfluss der Kallus„erweichte", schliesslich an Wundrose erkrankte und den-noch einen fast vollkommen brauchbaren Arm behielt.Bemerkenswert!! ist auch die Krankengeschichte No. 179.Bei den Verletzungen des oberen und unteren Drittelsfinden sich ähnliche Aufzeichnungen nicht.
Der Ausgang der Schussbrüche des Oberarmsgestaltete sich nach den vorliegenden Angaben wie folgt:
'
mit völliger
mit be-
Es wurden
oder nahezu
schränkter
mit un-
aus der Behandlung
völligerGebrauchs-
oder auf-
bekannter
gehobener
Gebrauchs-
fähigkeit.
Gebrauchs-fähigkeit.
fähigkeit.
am oberen Drittel Verwundete
9
44
23
. mittleren „ .
14
29
21
„ unteren „ ,
8
45
18
Einige, durch Nachrichten aus späterer Zeit vervoll-ständigte Beobachtungen 1 ) thun eine erhebliche Besserungdes bei der Entlassung verzeichneten Zustandes dar.Hiernach kann man annehmen, dass eine immerhin be-trächtliche Anzahl der nicht weiter verfolgten Verwundetengleichfalls Besserung erfahren haben. Die mit Nerven-verletzungen einhergehenden Zustände gewähren im All-gemeinen eine ungünstige Vorhersage, wofür die Beob-achtungen No. 160 und 234 Beispiele darbieten.
Ausgang in Tod trat bei den ohne verstümmelndeOperation Behandelten
unter 98 Verwundeten des oberen Drittels bei 22 = 23.4$,„ 75 „ „ mittleren „ „ 11 = 14.e „
„ 81 unteren . „ 10 — 12.3 -
ein. Die Uebereinstimmung mit den Erfahrungen bei denAmputationen*) ist auffallend, vorausgesetzt, dass die aus derKasuistik gewonnenen Zahlen als Ausdruck der thatsäch-lichen Verhältnisse bei der Gesammtheit angesehen werdenkönnen. Die Todesursachen waren die folgenden:
i) Siehe No. 78, 89, 204, 221, 233, 234, 241, 263, 334.
Tod durch:
Verwundetam:
Wund-krank-heiten.
Blutung.
durch-bohrendenBroat-schuss.
Typhus.
Blutader-verstopfungund Brand.
oberen Drittelmittleren ,unteren ,
17
8
7
3
1
2
11
11
1
Unter den Wundkrankheiten ä ) führte in einem FalleWundstarrkrampf den Tod herbei (No. 215). Die tödtlichenBlutungen traten ein
in den ersten Tagenam 12. Tage . \ .in der 3. Wochenach 2 Monaten
lmal (No. 211),
lmal (No. 295),
3mal (No. 135, 13(5,290),
lmal (No. 131).
Ein Verwundeter (No. 129), welcher dem Typhus erlag,hatte vorher Wundstarrkrampf überstanden; bei dem Ver-wundeten M. (No. 213) bildete sich sofort nach der Verletzungeine weitreichende Verstopfung der Armblutader, der Unter-arm war kühl und geschwollen, die Haut nahm eine blaugraueFarbe an, und bereits am 3. Tage erfolgte unter wildenDelirien der Tod.
Die durchschnittliche Behandlungsdauer der ohnevorausgegangene verstümmelnde Operation Gestorbenenbetrug nach den vorhandenen Angaben:
bei 22 am oberen Drittel Verwundeten 7.7 Wochen,
1110
mittlerenunteren
4.o
7.6
*) Siehe das Kapitel „Grossere Operationen" im AllgemeinenTheil dieses Bandes.
2 ) Betreffs der Häufigkeit von Wundkrankheiten bei Oberarm-wunden überhaupt siehe Tabelle II auf S. 831.
IV. Behandlung.
Die Behandlung wurde meistens eingeleitet durch Ent-fernung der Splitter und der Kugel, erforderlichenfallsnach blutiger Erweiterung der Wunde. Erfolgreiche Be-nutzung der elektrischen Sonde findet sich 2mal er-wähnt (No. 73 und 91). War die Schwellung geringfügig,so schritt man alsbald zur Anlegung eines Gypsverbandes,der in einzelnen Fällen gut vertragen wurde, sehr häufigjedoch bald wieder entfernt werden musste, weil die
Schwellung zunahm und reichliche Eiterung eintrat. Beistärkerer entzündlicher Schwellung wurde der Arm aufKissen gelagert, oder mit leicht zu entfernenden Ver-bänden, dem Stromeyer'schen Kissen, Schienen u. s. w.festgestellt, unter gleichzeitiger Anwendung von Eis undkühlenden Umschlägen. Die Gypsverbände warenimmer gefenstert; in den Berichten ist jedoch nur sehrselten angegeben, dass Schulter, Brust und Ellenbogen