Band III. Spez. Theil.
VII. Abschnitt: Verletzungen des Fussgelenks.
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hing mit Steifheit des Gelenks. (Vergl. v. Beck, S. 624,No. 21.)
159. J., Jäger vom Sächsischen 1. Jäger-Bataillon (Kron-prinz) No. 12, verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte:(Gewehrschuss ins rechte Fussgelenk. Wurde geheilt.
Befund im Juni 1872: Hochgradige Abmagerung desganzen Beines; der Fuss war völlig unbeweglich und so umdie Längsachse gedreht, dass J. nur mit dem Hacken undäusseren Fussrand auftreten konnte. Dauernd ganzinvalide,dauernd gänzlich erwerbsunfähig. (Vergl. E vers, S. 384, No. 95.)
160. K., Soldat vom Sächsischen 5. Infanterie-Regiment(Prinz Friedrich August) No. 104, verwundet am 30. November1870 bei Villiers: Gewehrschuss ins rechte Fussgelenk. Geheilt.
Befund im September 1873: Der Fuss ist völlig unbeweg-lich und soweit nach aussen gedreht, dass er nicht aufgesetztwerden kann und der Gang nur mit Hilfe einer Krücke mög-lich ist. Dauernd ganzinvalide, zeitig gänzlich erwerbsunfähig,zeitig einfach verstümmelt, untauglich zur Anstellung im Zivil-dienst. (Vergl. Evers, S. 384, No. 99.)
161. St., Soldat vom Sächsischen 8. Infanterie-RegimentNo. 107, verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte : Gewehr-schuss ins rechte Fussgelenk. Geheilt mit stark behinderterBeweglichkeit. Dauernd ganzinvalide, dauernd grösstentheilserwerbsunfähig. (Vergl. Evers, S. 384, No. 102.)
162. E., Gefreiter vom Sächsischen Garde-Reiter-Regiment(Johann), verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Schussins linke Fussgelenk. Geheilt.
Befund im Juni 1873 : Gelenk schwer beweglich, schwilltoft von selbst an. Dauernd ganzinvalide, dauernd grösstentheilserwerbsunfähig. (Vergl. Evers, S. 386, No. 118.)
163. Seh., Soldat vom Sächsischen 8. Infanterie-RegimentNo 107, verwundet am 30. November 1870 bei Villiers: Gewehr-schuss ins linke Fussgelenk, mit Verletzung der Achillessehne.Geheilt.
Befund Juni 1873 : Unterschenkel massig abgemagert, Fuss-gelenk sehr beschränkt beweglich, Zehen steif. Dauernd ganz-invalide, zeitig theilweise erwerbsunfähig. (Vergl. Evers,S. 387, No. 120.)
164. Seh., Gefreiter vom Sächsischen Schützen- (Füsilier-)Regiment No. 108, verwundet am 30. August 1870 bei Beau-mont: Gewehrschuss ins linke Fussgelenk. Geheilt.
Befund im September 1873: Fussgelenk völlig steif,weder Abmagerung noch Auftreibung vorhanden. Dauerndganzinvalide. (Vergl. Evers, S. 387, No. 121.)
165. F. D., Kanonier vom Hannoverschen Feld-Artillerie-Regiment No. 10, verwundet am 16. August 1870 bei MarslaTour:Gewehrschuss durch das rechte Fussgelenk. Das Geschoss tratvorn ein und wurde am inneren Knöchel herausgeschnitten. Kamam 28. August 1870 ins Kriegslazareth Pont ä Mousson:Jauchung und Schüttelfröste. Am 30. August: Knochensplitterherausgezogen; Karbolsäureverband. Am 10. September 1870:Tod an Pyämie.
166. L. P., Kanonier vom Hessischen Feld-Artillerie-Regiment No. 11, verwundet am 10. Dezember bei Meung:(iewehrschuss durch das linke Fussgelenk. Eintrittsöffnungunter dem inneren, Austritt vor dem äusseren Knöchel. ImFeldiazareth Meung starke Schwellung, Knarren im Gelenk,Fussbäder. Am 25. Dezember: Eröffnung eines Eiterherdesdurch Einschnitt. Am 2. Januar 1871: Schüttelfröste. Am4. Januar: Brand am Unterschenkel, Brandblasen. Am 6. Januar:Durchfälle, Irrereden. Am 7. Januar 1871: Tod.
167. A. H., Musketier vom 3. Grossherzoglich HessischenInfanterie - Regiment (Leib-Regiment) No. 117, verwundet am18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehrschuss durch das rechteFussgelenk vom äusseren Knöchel nach der inneren Seite. Kamam 4. September 1870 ins Reservelazareth Darmstadt mit Er-scheinungen heftigen Darmkatarrhs. Am 8. September: DieSchussöffnungen wurden durch einen Schnitt verbunden. Am
10. September: Starke Ruhr, hochgradige Schwäche. Am
11. September 1870: Tod an Ruhr.
168. K., Hauptmann: Schuss ins rechte Fussgelenk. Ein-tritt am inneren Knöchel; die Kugel steckt. Im ReservelazarethKarlsruhe nach Entfernung des Geschosses Tod an Pyämie.(Vergl. v. Beck, S. 626, No. C. 4.)
169. F. M., Portepeefähnrich vom 4. WestfälischenInfanterie-Regiment No. 17, verwundet am 12. Januar 1871vor Le Mans: Gewehrschuss durch das linke Fussgelenk. Kamam 25. Januar aus einer Französischen Ambulanz ins Feld-iazareth Le Mans. Brand am inneren Knöchel, Jauchung,Durchfall. Am 8. Februar: Tod.
Sektion: Metastatische Herde in den Lungen, Lungen-ödem, Knochenfrass im Gelenk.
170. L. V.R., Hauptmann, verwundet am 18. August 1870bei Gravelotte: Schussbruch des rechten Überschenkels undGewehrschuss durch das linke Fussgelenk. Am 21. August: Gyps-verband, Eis. Am 26. August: Starke Eiterung, Entfernungvon Knochensplittern. 5. September: Jauchung, Schüttelfröste.Am 13. September 1870: Tod an Pyämie.
171. H. P., Füsilier vom Mecklenburgischen Füsilier-Regi-ment No. 90: Gewehrschussbruch des Fussgelenks; Brand.Im Reservelazareth Wiesbaden trat am 28. Dezember 1870 derTod ein.
172. P. ()., Füsilier vom 3. Rheinischen Infanterie-Regi-ment No. 29, verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte:Zwei Streifschüsse am Unterschenkel und Oberarm, Zerschmet-terung des rechten Fussgelenks durch Gewehrschuss. Kam am21. August ins Reservelazareth Kreuznach. Anwendung vonEis und übermangansaurem Kali. Am 4. September durchEinschnitte mehrere Knochensplitter entfernt; dauerndesWasserbad. Am 30. September: Schüttelfrost, Schwellung desBeines, Brand. Am 5. Oktober: Kieferklemme. Am 9. Oktober1870: Tod.
Anhang.
Schusswunden des Grundgelenks der grossen Zehe.
173. B. v. P., Sekondlieutenant der Reserve, verwundetam 1, Februar 1871 bei Pontarlier: Zwei Fleischschüsse durchden rechten Ober- und Unterschenkel, Schuss durch dengrossen Zehenballen des linken Fusses. Eingangsöffnungzwischen der ersten und zweiten Zehe, Ausgang am Ballen derSohlenfläche. v. P. weilte im Feldiazareth zu Pontarlier biszum 27. März, dann in Stettin, von wo er am 4. Mai nachHeilung der Wunden, zur weiteren Pflege in die Heimath ent-lassen wurde. Beide Füsse waren im Gebrauch behindert.Eine achtwöchentliche Badekur in Teplitz schaffte zwar erheb-liche Besserung, aber keine vollständige Heilung.
Befund am 31. Oktober 1871: Einschussnarbe klein, fest,wenig verschiebbar. Aus der 2V2cm langen, mit dem unter-
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