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VII. Kapitel: Verwundungen der grossen Gelenke.
Bandlll. Spez.Theil.
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137. W.H., Soldat vom 4. Badischen Landwehr-Bataillon,verwundet am 9. Januar 1871 bei Villersexel: Gewehrschussin das linke Fussgelenk. Die Kugel trat hinter dem äussernKnöchel ein und unter dem innern aus. H. war zuerst inGefangenschaft. Am 28. Januar 1871 im Feldlazareth Dolestarke Anschwellung und Eiterung; Einschnitte wegen Eiter-verhaltung. Im Februar bestanden nur noch Fisteln. Am15. März geheilt.
138. J. L., Füsilier vom Mecklenburgischen Füsilier-Regiment No. 90, verwundet am 2. Dezember 1870 bei Loigny:Gewehrschussbruch des rechten Fussgelenks. Eingangsöffnungetwas hinter dem innern, Ausgang unterhalb des äussernKnöchels. Am 25. Dezember im Beservelazareth Wiesbadenreichliche Eiterung, Entfernung mehrerer Knochensplitter. Am14. Juni 1871: Wunden geschlossen, Steifheit des Fussgelenks.
139. A. Sp., Musketier vom 7. Brandenburgischen In-fanterie-Regiment No. 60, verwundet am 5. September 1870vor Metz: Gewehrschuss durch das linke Fussgelenk von innennach aussen dicht hinter den Knöcheln. Am 25. Oktober imReservelazareth Langensalza: Gypsverband, geringe Eiterung.Am 15. Februar 1871 noch leichtes Fieber bei massiger Eiterung.Am 18. März: Wunden geheilt, der Fuss steif; geht mit Hilfevon Krücken. Am 18. April entlassen; der Gang war schonetwas besser geworden.
140. F.E., Soldat vom Sächsischen 5. Infanterie-Regiment(Prinz Friedrich August) No. 104, verwundet am 18. August
1870 bei Gravelotte: Gewehrschuss durch das linke Fussgelenk.Eingangsöffnung an der Spitze des innern Knöchels, Ausgangzwischen äusserm Knöchel und Achillessehne. Behandelt imFeldlazareth zu Ste. Marie aux chenes und im ReservelazarethCoburg. Geheilt. Die Narben waren verwachsen, das Gelenksteif und stark aufgetrieben; der Gang stark hinkend.
141. J. G., Füsilier vom Garde-Füsilier-Regiment, ver-wundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehrschussdurch das linke Fussgelenk. Behandlung mit Fussbädern.Am 27. September geheilt aus dem Reservelazareth Mannheimentlassen.
142. H. H., Grenadier vom 2. Garde-Regiment zu Fuss,verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehrschussin das rechte Fussgelenk. Eingangsöffnung auf dem Fuss-rücken; geringe Entzündung. Am 18. März 1871 geheilt.
143. W. IL, Füsilier vom 4. Garde-Regiment zu Fuss,verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehrschussins Fussgelenk. Die Kugel und von den Gelenkenden der Knochenherstammende Splitter wurden an der innern Seite des Gelenksdurch Einschnitt entfernt. Im Reservelazareth Niederlahnsteinbestand 4 Wochen lang leichte Kieferklemme. Am 21. Februar
1871 geheilt.
144. B., Gefreiter vom Mecklenburgischen Füsilier-Regiment No. 90, verwundet am 8. Dezember 1870 beiBeaugency: Gewehrschuss in das rechte Fussgelenk. Am2. Juni 1871 im Reservelazareth Altona durch EinschnittSplitter entfernt. Heilung mit stark beschränkter Bewegungs-fähigkeit des Fussgelenks; Narben mit dem Knochen ver-wachsen.
145. E. M., Sergeant vom 8. Brandenburgischen Infanterie-Regiment No. 64 (Prinz Friedrich Karl von Preussen), ver-wundet am 16. August 1870 bei Mars la Tour: Gewehrschussin das rechte Fussgelenk. Am 20. Februar 1871 aus demReservelazareth Berlin geheilt entlassen; vollständige Steifheitdes Gelenks. Die Ferse ist nach oben gezogen, die Zehen starkgebeugt, die Sehnen in der Fusssohle stark gespannt.
146. H. G., Unteroffizier vom Grenadier-Regiment PrinzCarl von Preussen (2. Brandenburgisches) No. 12, verwundetam 6. August 1870 bei Spicheren. Bis 5. Oktober warendie Schusswunden und mehrere Einschnitte geheilt; das Fuss-gelenk geschwollen und steif.
147. G. V., Gefreiter vom 1. Magdeburgischen Infanterie-Regiment No. 26, verwundet am 30. August 1870 bei Beau-mont: Gewehrschuss durch den linken Fuss mit Verletzung desGelenks. Heilung im Reservelazareth Sondershausen bis18. Dezember.
148. F. Seh., Gefreiter vom Leib-Grenadier-Regiment(1. Brandenburgisches) No. 8, verwundet am 6. August 1870bei Spicheren: Gewehrschussbruch des linken Fussgelenks.Im Lazareth Saarbrücken Lagerung zwischen Sandsäcke. Am12. August: Gypsverband, geringe Eiterung. Am 8. September,im Reservelazareth Berlin: Entfernung von Knochensplitteru,Karbolsäureverband. Am 20. November Heilung mit Klump-fussstellung. S. kann nur wenig gehen.
149. M. W., Musketier vom 6. Brandenburgischen In-fanterie-Regiment No. 52, verwundet am 16. August 1870 heiMars la Tour: Gewehrschuss durch das linke Fussgelenk. ImReservelazareth Engers, 26. August: Sehr starke Eiterung,Herausnahme von Knochensplittern. Am 11. September: Ein-schnitt eines Eiterherdes. Im Dezember bestanden noch Fisteln,aus denen kleine Knochensplitterchen ausgestossen wurden.Am 6. Februar 1871 geheilt mit massiger Klumpfussstellung.
150. H. S., Sergeant vom 3. Westfälischen Infanterie-Regiment No. 16, verwundet am 16. August 1870 bei Marsla Tour: Gewehrschuss durch das rechte Fussgelenk. Am14. März 1871 geheilt mit Steifheit des Gelenks.
151. F., Musketier vom Schleswigschen Infanterie-RegimentNo. 84, verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehr-schuss durch das linke Fussgelenk. Am 3. Januar 1871 imReservelazareth Sonderburg noch Knochensplitter entfernt; esbestand eine Fistel mit geringer Eiterung. Am 26. Mai geheilt,
152. W.P., Füsilier vom 3. Brandenburgischen Infanterie-Regiment No. 20: Gewehrschuss durch das linke Fussgelenk,Am 31. März 1871 mit Steifheit geheilt.
153. A. W., vom 3. Badischen Infanterie-Regiment No. 111:Schuss durch das linke Fussgelenk. Heilung. Nach einen»Jahre war geringe Beweglichkeit des Gelenks vorhanden,(Vergl. v. Beck, S. 620, No. 2.)
154. R. IL, vom 6. Badischen Infanterie-Regiment No. 114:Gewehrschuss durch das rechte Sprunggelenk. Heilung mitSteifheit. (Vergl. v. Beck, S. 621, No. 5.)
155. W. M., vom 5. Badischen Infanterie-Regiment No. 11verwundet am 17. Januar 1871 an der Lisaine: Gewehrschwins rechte Fussgelenk. Heilungsverlauf ohne Störung. Es blietvollständige Steifheit des Gelenks zurück, (Vergl. v. BeckS. 621, No. 6.)
156. S., verwundet am 25.November 1870: Gewehrschussim Bereiche des rechten Fussgelenks. Heilung mit Steifheitdes Gelenks, das Gehen war nicht wesentlich behindert. (Verglv. Beck, S. 621, No. 4.)
157. IL, vom 3. Badischen Infanterie-Regiment No. 111Schuss ins linke Fussgelenk. Heilung. Gehfähigkeit durcistarke Knochenauftreibung sehr beeinträchtigt. (Vergl. v. Beet,S. 623, No. 7.)
158. K., vom 6. Badischen Infanterie-Regiment No. 114'Schuss ins rechte Sprunggelenk mit Knochenverletzung. I