Band III. Spez. Theil.
VII. Abschnitt: Verletzungen des Fussgelenks.
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Im
Bildung einiger Eiterherde. Am 7. März fast geheilt zurück-befördert. J. wurde geheilt.
123. K. 0., Sekondlieutenant, verwundet am 19. Januar 1871bei St. Quentin: Gewehrschuss am rechten Fuss vom äussernbis unterhalb des innern Knöchels, mit Eröffnung des Gelenks.Am 31. Januar im Reservelazareth Ems Eiterherde. Am6. Februar Gypsverband. Am 24. März Wunden geheilt; Beweg-lichkeit sehr beschränkt, kann mit Hilfe eines Stockes gehen.
124. E. D., Obergefreiter vom Brandenburgischen Feld-Artillerie-Regiment No. 3 (General-Feldzeugmeister), verwundetam 16. August 1870 bei Mars la Tour: Gewehrschuss durchdas rechte Fussgelenk, dicht unter den Knöcheln quer verlaufend.Am 18. September im Reservelazareth Görlitz Gypsverband.Am 9. Oktober Herausnahme von Knochensplittern. Am26. Oktober geheilt mit beschränkter Beweglichkeit. I). kannmit Hilfe eines Stockes etwas gehen.
125. P. B., Gefreiter vom 8. Westfälischen Infanterie-RegimentNo. 57, verwundet am 16. August 1870 bei Mars la Tour: Gewehr-schuss durch das linke Fussgelenk von einer Seite zur andern,ohne starke Splitterung der Knochen. Am 21. August imReservelazareth Kreuznach Karbolsäure verband, Eis. Im Sep-tember Rose, Bildung von Eiterherden, Druckbrand an der Ferse.Im November Heilung mit beschränkter Beweglichkeit; Gelenksteif. Kann mit einem Stock ziemlich gut gehen.
126. K. Seh., Füsilier vom Ostpreussischen Füsilier-Regiment No. 33, verwundet am 18. August 1870 bei Grave-lotte: Gewehrschuss durch das rechte Fussgelenk vom in-nern zum äussern Knöchel. Im Feldlazareth vielfache Ein-schnitte. Am 28. September im Reservelazareth Breslau Fussstark geschwollen, Gypsverband, Karbolsäure. Am 30. Sep-tember Schüttelfrost, Phlegmone des Unterschenkels, Brand-blasen. Am 3. Oktober geht die Phlegmone bis zum Knie undschreitet trotz Eisbehandlung in den nächsten Tagen nochweiter. Am 9. Oktober starker Durchfall. Am 13. Oktober:Der Zustand bessert sich von jetzt ab beständig, es werdennoch zahlreiche kleine Knochensplitter ausgestossen. Am31. Januar 1871 geheilt; das Gelenk ist fast ganz steif, derGang hinkend und schmerzhaft.
127. J. R-, Grenadier vom Mecklenburgischeu Grenadier-Regiment No. 89, verwundet am 6. August 1870 bei Spicheren:Gewehrschuss durch das rechte Fussgelenk. Eingangsöffnuug
' an der innern Seite des Fusses, Ausgang unter dem äussernKnöchel. Am 9. August im Reservelazareth Bonn starke An-schwellung, Entfernung von Knochensplittern; Bleiwasser-umschläge. Am 16. August Bäder, Karbolsäureverband. Am25. August: aus einem Eiterherd wird viel Eiter entleert. AmI 1. September: die wegen starker Anschwellung des UnterschenkelsI und langsamer Abnahme der Kräfte in Aussicht genommene"Ajuputation wurde verweigert. Am 7. September werden zurEntleerung von Eiterherden und Entfernung grosser Knochen-i Splitter zahlreiche Einschnitte erforderlich. Im Oktober nochEntleerung kleiner Knochensplitter, aber Besserung. ImNovember Rose; geringe Eiterung. Im Dezember Zunahmeder Kräfte. Im Januar 1871 sind die Wunden geheilt; R. machti Gehübungen. Am 23. Februar entlassen, die Beweglichkeit imGelenk ist äusserst gering.
128. F. S., Gefreiter vom 3. Westfälischen Infanterie-Regiment No. 16, verwundet am 16. August 1870 bei Mars
I la Tour: Gewehrschuss durch das linke Fussgelenk. Eingangs-öffnung vorn am innern, Ausgang am äussern Tvnöchel. Am24. April 1871 geheilt mit Steifheit des Gelenks und geringerKlumpfussstellung.
Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. III. Bd Spez Theil.
129. G. L., Grenadier vom Grenadier-Regiment PrinzCarl von Preussen (2. Brandenburgisches) No. 12, verwundetam 6. August 1870 bei Spicheren: Gewehrschuss quer durchdas linke Fussgelenk von einem Knöchel zum andern. Am27. Februar 1871 geheilt, Steifheit des Gelenks. L. kanngleichwohl gut gehen.
130. F. G., Musketier vom 1. Hanseatischen Infanterie-Regiment No. 75, verwundet am 2. Dezember 1870 bei Loigny:Gewehrschuss durch das rechte Fussgelenk. Das Geschoss trat aminnern Knöchel ein und wurde am äussern Knöchel ausge-schnitten. Im Reservelazareth Bremen sehr langsamer Heilungs-verlauf unter beständiger massiger Eiterung und wiederholterAusstossung kleiner Knochensplitter. Im Februar und April 1871Rose; erst am 23. September 1871 war die Heilung vollendet.
131. J. I)., Musketier vom 2. Grossherzoglich HessischenInfanterie - Regiment (Grossherzog) No. 116, verwundet am18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehrschuss durch daslinke Fussgelenk. Eingangsöffnung 5 cm über dem äussern,Ausgang am untern Rande des innern Knöchels. Am 22. Au-gust im Reservelazareth Bessungen. 5 Wochen lang Gyps-verband; es bildeten sich zahlreiche Eitersenkungen, welchewiederholt Einschnitte nöthig machten; durch öfteres Ausspritzenwurden kleine Knochenstückchen entfernt. Im April 1871Ausspritzen mit Lugol'scher Lösung. Im Juli 1871 geheilt mitSteifheit des Fussgelenks.
132. W. J., Grenadier vom Grenadier-Regiment PrinzCarl von Preussen (2. Braudenburgisches) No. 12, verwundetam 6. August 1870 bei Spicheren: Gewehrschuss durch daslinke Fussgelenk vom innern zum äussern Knöchel. Sehrlang dauernde Eiterung. Am 3. September 1871 geheilt mitSteifheit des Gelenks.
133. O., vom 2. Badischen Grenadier-Regiment KaiserWilhelm No. 110, verwundet am 26. Januar 1871: Schussdurch das linke Fussgelenk vom äussern zum innern Knöchel.Gute Eiterung, Entleerung von Knochensplittern; an der Innen-seite ein Eiterherd eröffnet. Mit Gypsverband heimwärts be-fördert. Heilung. (Vergl. v. Beck, S. 622, No. 3.)
134. T., Gefreiter vom 7. Westfälischen Infanterie-RegimentNo. 56, verwundet am 28. November 1870 bei Beaune la Rolande:Gewehrschuss durch das linke Fussgelenk. Die Kugel verliefvon oben aussen nach unten innen. Bruch des Gelenkes; Heilungmit völliger Steifheit. Zeitig gänzlich erwerbsunfähig. (Vergl.Berthold, S. 572, No. 151.)
135. E., Sekondlieutenant, verwundet am 27. August 1870vor Pfalzburg: Gewehrschuss durch das linke Fussgelenk. DieKugel drang vor dem innern Knöchel ein, zerstörte das Gelenkund trat vor dem äussern Knöchel aus. 18. Oktober 1871:Die Schussnarben, sowie drei Einschnittnarben sind mit demKnochen fest verwachsen. Das Gelenk ist um 3 cm verdicktund steif. Gehen ist nur mit einem Schienenschuh und mitHilfe eines Stockes möglich. Dauernd ganzinvalide.
21. Mai 1872: Die Gebrauchsunfähigkeit wird dem Verlustedes Fusses gleichgeachtet.
136. L. B., Grenadier vom 1. Badischen Leib-Grenadier-Regiment No. 109, verwundet am 30. Oktober 1870 bei Dijon:Gewehrschuss durch das Fussgelenk. Eingangsöffnung aminnern, Ausgang hinter dem äussern Knöchel. Im FeldlazarethGray am 31. Oktober 1870: Knochenknarren in dem stark ge-schwollenen Gelenk fühlbar. Anfangs hohes Fieber undschlechtes Allgemeinbefinden. Nach 14 Wochen geheilt zurück-befördert. Starke Kallusbildung, ganz leichte Bewegungenmöglich.
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