Band III. Spez. Theil.
VII. Abschnitt: Verletzungen des Pnssgelenks.
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1871 : Heilung. H. konnte später den Fuss wieder gebrauchen.(Vergl. v. Beck, S. 624, No. 18.)
92. M., vom 2. Badischen Grenadier - Regiment Kaiser"Wilhelm No. 110, verwundet am 6. Oktober 1870: Schussdurch die linke Fusswurzel mit gleichzeitiger Eröffnungdes Fussgelenks. Heilung. Gelenk steif, Spitzfussstellung mitgekrümmter, verbogener Fusswurzel, Fuss zum Gehen völligunbrauchbar. (Vergl. v. Beck, S. 625, No. 23.)
93. L., Musketier vom Ostfriesischen Infanterie-RegimentNo. 78, verwundet am 24. November 1870 bei Ladon: Gewehr-schuss durch das rechte Fussgelenk. Eingang unter dem inneren,Ausgang unter dem äusseren Knöchel, Gelenk und Fusswurzel-knochen verletzt. Gelenk geschwollen und steif; beim Gehenmit Hilfe eines Stockes wird die Fussspitze aufgesetzt. Zeitiggänzlich erwerbsunfähig. (Vergl. Berthold, S. 571, No. 10.)
94. K., Musketier vom 3. Westfälischen Infanterie-Regi-ment No. 16, verwundet am 16. August 1870 bei Mars laTour: Fleischschuss am rechten Oberschenkel, Schussbruch desrechten Fersenbeins und Gewehrschuss durch das linke Fuss-gelenk vom inneren zum äusseren Knöchel, mit Bruch mehrererFusswurzelknochen. Heilung. Fussgelenk verdickt und fastvöllig steif, Auftreibung der Fusswurzel, Gehen nur mittelszweier Krücken möglich, zeitig verstümmelt. (Vergl. Ber-thold, S. 571, No. 7.)
95. Seh., Gefreiter vom 8. Westfälischen Infanterie-Regi-ment No. 57, verwundet am 16. August 1870 bei Mars la Tour :Gewehrschuss in das linke Fussgelenk. Eingangsüffnung unterdem äusseren, Ausgang unter dem inneren Knöchel. Gelenkund Fusswurzelknochen verletzt. Heilung mit Steifheit,beim Gehen mit der Krücke wird der Fuss auf Ferse undäusseren Fussrand aufgesetzt. Zeitig gänzlich erwerbsunfähig.(Vergl. Berthold, S. 572, No. 17.)
90. \V., Musketier vom Ostfriesischen Infanterie-RegimentNo. 78, verwundet am 16. August 1870 bei Mars la Tour:Gewehrschuss durch das linke Fussgelenk vom äusseren Knöchelzum iuueren Fussrand; Gelenk und mehrere Fusswurzel-knochen verletzt. Heilung mit Steifheit des Gelenks. Gehenmit Hilfe eines Stockes, nur die Fussspitze berührt den Boden.Zeitig grösstenteils erwerbsunfähig. (Vergl. Berthold, S. 572,No. 20.)
97. O. I 1 ., verwundet am 30. August 1870 bei Beaumont:Gewehrschuss. Eintritt vor dem linken inneren Knöchel, Aus-tritt in der Mitte des äusseren Fussrandes. Kam am 11. Sep-tember ins Reservelazareth Karlsruhe. Am 22. September:Starke Eiterung und Schwellung, Entfernung von Knochen-splittern, Drahtschiene; später noch mehrmals Eröffnung vonEiterherden, Herausnahme von Knochensplittern und einesRleistücks. Druckbrand. Ende Januar 1871: Alle Narben fest,Fussgelenk steif; Fuss in Varusstellung, Gehen nicht wesent-
"m !i behindert. (Vergl. Socin, S. 184, No. 3.)
98. M., Grenadier vom Sächsischen 2. Grenadier-Regiment(Kaiser Wilhelm, König von Preussen) No. 101, verwundet am18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehrschuss ins rechteFussgelenk mit Verl etzung der Fusswurzel. Geheilt.
Befund im Juli 1873: Beweglichkeit des Gelenks ziemlichunbehindert, aber so schmerzhaft, dass der Gang stark hinkendist. Dauernd ganzinvalide, dauernd grüsstentheils erwerbs-unfähig. (Vergl. Evers, S. 384, No. 96.)
99. B., Schütze vom Sächsischen Schützen- (Füsilier-)Regiment No. 108, verwundet am 24. August 1870: Gewehr-schuss ins rechte Fussgelenk mit Verletzung der Fuss-wurzel. Geheilt.
Befund im Dezember 1871 : Gelenk stark aufgetrieben,Beweglichkeit beschränkt. Dauernd ganzinvalide, dauerndtheilweise erwerbsunfähig. (Vergl. Evers, S. 384, No. 101.)
100. N., Soldat vom Sächsischen 4. Infanterie-RegimentNo. 103, verwundet am 29. August 1870: Gewehrschuss inslinke Fussgelenk mit Verletzung der Fusswurzel.Geheilt.
Befund im Juni 1873: Unterschenkel und Fussgelenkstark angeschwollen, Fuss passiv nur beschränkt beweglich.Dauernd ganzinvalide, dauernd grösstenteils erwerbsunfähig.(Vergl. Evers, S. 384, No. 103.)
101. F., Soldat vom Sächsischen 5. Infanterie-Regiment(Prinz Friedrich August) No. 104, verwundet am 30. November1870 bei Villiers: Gewehrschuss ins linke Fussgelenk mitVerletzung der Fusswurzel. Geheilt. Bewegung unge-hindert, doch trat leicht Ermüdung und Schwellung des Gelenksein. Dauernd ganzinvalide. (Vergl. Evers, S. 385, No. 106.)
10*2. H., Soldat vom Sächsischen 7. Infanterie-Regiment(Prinz Georg) No. 106, verwundet am 18. August 1870 beiGravelotte: Gewehrschuss ins linke Fussgelenk mit Ver-letzung der Fusswurzel. Geheilt.
Befund im Juli 1873: Fussgelenk völlig unbeweglichund sehr schmerzhaft, Verkürzung des Beines um 5 cm. Dau-ernd ganzinvalide, dauernd ganz erwerbsunfähig, dauernd ein-fach verstümmelt. (Vergl. Evers, S. 385, No. 107.)
103. L., Schütze vom Sächsischen Schützen- (Füsilier-)Regiment No. 108, verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte:Gewehrschuss ins linke Fussgelenk mit Verletzung derFusswurzel.
Befund im Februar 1872: Gelenk stark aufgetrieben,Bewegung sehr gehindert. Dauernd ganzinvalide, zeitiggrösstenteils erwerbsunfähig. (Vergl. Evers, S. 385, No. 109.)
104. M., Gefreiter vom Sächsischen 6. Infanterie-RegimentNo. 105, verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Schrapnel-schuss ins linke Fussgelenk mit Verletzung der Fuss-wurzel. Geheilt.
Befund im Juni 1873: Fussgelenk stark aufgetrieben,Beweglichkeit sehr beschränkt. Dauernd ganzinvalide, dauerndgrösstentheils erwerbsunfähig. (Vergl. Evers, S. 385, No. 111.)
105. R., Schütze vom Sächsischen Schützen- (Füsilier-)Regiment No. 108, verwundet am 18. August 1870 bei Grave-lotte: Gewehrschuss ins linke Fussgelenk mit Verletzungder Fusswurzel. Geheilt.
Befund im Februar 1872: Die Bewegung im Gelenk istschmerzhaft und durch Knochenauftreibung beschränkt. DieZehen sind steif. Dauernd ganzinvalide, dauernd theilweiseerwerbsunfähig. (Vergl. Evers, S. 386, No. 112.)
106. R., Soldat vom Sächsischen 8. Infanterie-RegimentNo. 107, verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehr-schuss ins linke Fussgelenk mit Verletzung der Fuss-wurzel. Geheilt.
Befund im November 1873: Fusswurzelknochen auf-getrieben, Beweglichkeit des Gelenks gehindert. Dauernd ganz-invalide, zeitig theilweise erwerbsunfähig. (Vergl. Evers,S. 386, No. 113.)
107. St., Soldat vom Sächsischen Infanterie - Regiment(Prinz Friedrich August) No. 104, verwundet am 1. September1870 bei Sedan: Gewehrschuss ins linke Fussgelenk mitVerletzung der Fusswurzel. Geheilt mit Abmagerung desUnterschenkels, Auftreibung und beschränkter Beweglichkeitdes Gelenks. Dauernd ganzinvalide, dauernd theilweise erwerbs-unfähig. (Vergl. Evers, S. 386, No. 114.)